Seelenleben – Poetry

zusammen sind wir eine Faust,
ohne dich falle ich ständig über mich,
lieben wir uns heimlich oder ist es nur ein Gefühl von Geborgenheit,
steig mit mir ins Boot auf dem Weg zum Morgenrot,
du bist mein Meer in dem ich treibe,
der Song den ich jeden Abend zum einschlafen höre,
wir sind ein Team so stark wie Diamanten,
bis ans Ende der Welt durch meine Seele und Herz,
jeder Herzschlag mit dir ist ein Geschenk,
wir träumen zusammen unter tausenden von leuchtenden Sternen,
mit dir kann ich den Himmel berühren,
wir sind nie mehr allein,
wir sind des anderen Blut,
zusammen eine Faust,
alleine zerbrechlich wie ein Kartenhaus,
haben große Erwartungen,
vermissen es zu lieben ohne Regeln,
sind früher gerannt wie Forrest Gump,
du machst Fehler und nimmst mir die Sicht,
Hand in Hand in den Sonnenuntergang,
deine Berührung lässt mein Herz wieder schlagen,
leben wir zusammen oder lebe ich allein,
ich fühle mich so oft einsam,
eine Oase in der Wüste aus ungeweinten Tränen,
du bist so nah und plötzlich kalt wie Asphalt,
blickst in meine Seele,
doch es gibt kein Happy End am Morgen,
ich öffne meine Augen,
du bist nicht mehr neben mir,
haben wir nur gemeinsam geträumt,
oder warst du mir doch nie so nah,
hast mich betrogen und belogen,
mir die Sonne weggenommen,
mein Leben plötzlich so dunkel,
war blind vor Liebe,
dachte du wärst mein Zuhaus,
so stark verbunden wie Diamanten,
mein Hafen an dem ich ankomme nach langer Reise,
mein Herz schlägt langsam und leis,
ist es Liebe oder ist das Wort zu safe,
sind wir Tropfen,
die ein Meer aus Sehnsucht bilden,
male dir ein Bild von unserem Leben,
es war ein buntes Kartenhaus und eine Faust,
doch dann kam die Eifersucht,
aus Geborgenheit wurde Hass,
ich liege hier und blicke in die Sterne,
sie bilden dein Gesicht,
wünsche mir…wir wären wieder eine Faust,
du mein Zuhaus,
ein letzter Kuss,
bevor wir auf unserer Liebe zum Ende des Horizontes segeln…
immer auf der Suche nach der großen Liebe,
wollen niemals alleine sterben…

ratho lang jr. 2016

Einhörner und ein schwarzes Loch

Die Sonne strahlt am Himmel und es scheint, als wären alle Menschen gut gelaunt! Jeder lacht, die verliebten Pärchen laufen knutschend herum (oder sie stehen auf der Rolltreppe! ) und der Schnee glitzert im Sonnenschein als wären es Diamanten!

Eigentlich wollte ich über etwas ganz anderes schreiben, aber da mir diese Gedanken im Moment nicht aus dem Kopf gehen….schreibe ich über sie.

Laufen – einfach laufen! Weg von hier! Kennt ihr das Gefühl? Man will einfach weg und alles vergessen, an einen besseren Ort an dem alles schöner scheint! Sich einfach in seinem Bett verkriechen, selbst wenn die Sonne scheint und nur schnulzige Filme anschauen! Die Musik ganz laut aufdrehen und mit ihr durchdrehen, oder was meine Spezialität ist – laut aufdrehen und einfach Gedankenversunken sitzen zu bleiben!

Musik ist immer meine Zuflucht, wenn es mir schlecht geht oder wenn es mir super geht! Doch nicht einmal meine Lieblingssongs gefallen mir heute. Das Essen schmeckt nicht und die Leute nerven mich schon, obwohl sie gar nichts sagen.

Ich komme mir vor, als wäre ich heute morgen in ein schwarzes Loch gefallen. In ein Loch, das aus Liebeskummer, Einsamkeit und völliger Selbstzweifel besteht. Man sieht in den Spiegel und denkt sich nur „Boah bin ich fett!“ Wieso gibt es so Tage? Wieso sind Gefühle wie kleine Erdbeben? Man weiß nie so genau wann sie kommen und plötzlich bebt dein ganzes Herz, dein Körper und deine Gedanken fahren Achterbahn!

Vor ein paar Wochen war ich mit meinen besten Freunden in Wien und es war wunderschön! Kaum Zuhause angekommen, kommt einem alles fremd vor! Man sieht seine Freunde wieder und denkt sich „Eigentlich habe ich gerade gar kein Bock auf dich“, oder sie stressen sofort rum und es muss alles nach ihren Vorstellungen laufen sonst hast du erstmal 3 Wochen einen Vulkan der in jeder Sekunde ausbrechen könnte. Woran liegt es, dass man sich plötzlich so unwohl fühlt? Liegt es daran, dass man nicht mit seinen Freunden einschläft und aufwacht oder an der anderen Stadt? Ich weiß es nicht, allerdings habe ich das Gefühl das es an beidem liegt… es gibt Freunde und „Freunde“. „Freunde“ – Leute die dir sehr nahe stehen, den du vertraust, aber auch manchmal so die Nase voll hast und froh bist nicht mit ihnen diskutieren zu müssen. Menschen, die sofort ausflippen wenn es mal nicht nach ihren Vorstellungen verläuft und eine andere Meinung nur bedingt akzeptieren. Freunde – Menschen die dich blind verstehen, sie lachen mit dir und trocknen deine Tränen. Sie sagen dir direkt ins Gesicht was sie stört und Meinungen werden akzeptiert und gemeinsame Entscheidungen getroffen.

Als ich gestern in München war, habe ich wieder festgestellt das diese Stadt ein Dorf ist. Die Leute laufen mit zum Himmel gestreckten Nasen durch die Stadt. Michael Kors, Louis Vuitton, Gucci und Prada das braucht jede Frau in München, sonst ist man ja ein „Nobody“. Die kleinsten Hipster-Mädels laufen mit ihren Woolrich-Parka und Longchamp-Taschen rum. Nicht zu vergessen – ROTER Lippenstift und Beanie mit Fellpuschel! Die Stadt hat sich in den letzten Jahren sehr gewandelt und ich finde sie nicht mehr schön. An jeder Ecke stehen Bettler oder Möchtegern-Prolls die auf den Boden rotzen! Was denken sich diese „Gangster“ eigentlich? Haben sie eine Erziehung genossen oder habe ich irgendetwas verpasst? Ist das cool?! Die Mädels reden, als wären sie in ihrer Kindheit tausendmal gegen eine Wand gelaufen – „Boah eh,voll krass alta!“.

Wen du nicht in das typische Klischee eines Gangsters oder eines Hipster-Girls passt wirst du automatisch angestarrt, fotografiert oder beschimpft. Eine Lady Gaga wird verehrt und gefeiert aber wenn ich Jeremy Scott Schuhe an habe, werde ich bespuckt, weil ich eine „Schwuchtel“ bin! Komische Welt!

Einhörner sehen auch anders aus und fast jeder findet diese Fabelwesen toll. Sie sind anders und genau deshalb faszinieren sie uns, aber wenn ein Mensch anders ist muss er immer kämpfen. Kämpfen um Respekt, die gleichen Rechte, Liebe und Akzeptanz und Toleranz! In München wurde ich von einer ehemaligen Arbeitskollegin folgendes gefragt:

“ Na, wie läuft es mit deinem Freund… du siehst so glücklich aus! Ist alles gut bei dir?“ Ich hätte zum heulen anfangen können. Am liebsten wäre ich umgedreht und weggelaufen… Seitdem geht mir das ganze nicht mehr aus dem Kopf, als wäre auf „Play“ gedrückt worden und mein Herz angefangen hat Ihn zu vermissen. Ich habe ihn wieder bei WhatsApp gestalkt ( zuletzt online : 15:49 Uhr), mir unsere Bilder angeschaut und unser Lied angehört.

Ich vermisse Ihn so sehr das es mich zerreißt!Wieso kann ich ihn nicht hassen? Ich will zu ihm fahren, sehen ob es ihm gut geht, seine Stimme hören…! Es ist einfach schrecklich, deshalb will ich laufen….weg laufen! Weg von hier, von meinen Gefühlen, meinen Sorgen und meinen „Freunden“….

Vielleicht kennt ihr solche Tage! Tage an den man laufen will, weil der Schmerz zu stark ist, weil man Sorgen vergessen möchte und keine Lust hat auf Diskussionen!

 

Euer Ratho

Ihr findet mich auch bei Facebook hier !

 

_DSC1099