Tagebuch.

Hey meine Lieben,

ich wünsche euch ein wunderschönes Osterfest! Ich hoffe ihr habt gutes Wetter und euer Osterhase war fleißig….! Ich denke bei mir wird er sich nicht blicken lassen….=(

Ich weiß nicht genau wie ich diesen Eintrag nennen soll und über welche Topic ich schreiben will. Mein Blog ist wie ein Tagebuch und ich denke heute wird einfach ein typischer Eintrag kommen über alles was mich beschäftigt. Nein, kein Coachella…! Das Festival der „The Germans“ und ihren Sponsoren. Jeder Möchtegern-Blogger, Model, Schauspieler und Sänger reißt nach L.A um seine Profile aufzuhübschen und die perfekten Körper im Sonnenlicht ablichten zu lassen. Cheers Bitches! „Du bist ja nur neidisch!“ – Nein, bin ich nicht….! Es wäre mir viel zu heiß und ich reise doch nicht in ein anderes Land um dann dort auch noch von Deutschen umgeben zu sein.

Lena (Ja genau, die Lena-Meyer-Landrut) hat am Freitag einen neuen Song veröffentlicht mit dem Titel „Lost in you“…..dieser Song trifft es einfach im Moment wirklich auf den Punkt. Jeder frägt mich nach meiner Meinung bittet mich um Rat anstatt einfach mal zu fragen wie es mir geht. Ich brauche vielleicht auch einen Rat oder eine Meinung. Eine ehrliche Meinung und nicht eine Floskel-Meinung. Ich hab mich in einer Person verloren….in Momenten. Die letzten paar Monate waren wunderschön und zugleich auch wirklich schmerzhaft und anstrengend. Zuerst verliere ich meinen Job und finde es bis heute nicht gerecht und dann kommt eine Person in mein Leben und bringt mir die schönsten Farben zurück.

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So schnell und schön die Farben auch sind so komisch werden die Gefühle…. Ich habe ihn gemocht, als Freund. Er war und ist wie ein Bruder für mich, allerdings ist er einfach verdammt anziehend und heiß. Wir haben über unsere Anziehung geredet, weil wir es genossen haben wenn wir uns berührt haben oder im Arm des anderen zu sein…. Doch jetzt möchte er davon nichts mehr wissen! „Ich habe das nicht gesagt!“ – „Bist du sicher, dass du es richtig verstanden hast!?“. Er stellt mich als den Dummen-Part in unserer Diskussion hin. Bin ich wirklich dumm, weil ich gedacht habe ich könnte mir mehr mit ihm vorstellen oder ich brauche seine Nähe um glücklich zu sein? Ich habe schon so oft geschrieben, dass man sich nie von einer anderen Person abhängig machen soll und jetzt habe ich es anscheinend wieder getan.

Ich bin schwach und fühl mich oft allein, wenn ich abends in meinem Bett liege und einfach philosophiere. Ja, ich denke viel und oft nach. Wir haben uns jeden Tag gesehen und er ist mir sofort an mein Herz gewachsen. Ich würde alles für ihn tun und habe schon soviel für ihn getan, dass es mich selbst erschreckt. Gestern Nacht habe ich mir folgende Frage gestellt: „Wer bist du und wieso tust du sowas?“

Wer bin ich? Ich bin Ratho. Ich bin 25 und stehe auf Männer. Ich halte nicht viel von mir und bin schüchtern. Ich gebe mehr, als ich zurück bekomme und möchte mein Umfeld glücklich sehen. Ich stelle mich gern an die letzte Stelle und bin loyal. Ehrlichkeit, Sturheit und Zickigkeit gehören wohl auch zu meinen Eigenschaften. Ich liebe zu 1000% und gebe mich immer für das ganze auf. Ich fühle mich oft allein, obwohl ich unter Menschen bin. Manchmal habe ich das Gefühl keiner versteht mich und ich ziehe immer Menschen an, die nicht wissen wohin sie wollen. Ich bin ein Glücksbringer für andere und stelle mir selbst oft ein Bein.

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Ich weiß bis jetzt noch nicht so genau wer ich bin und welche Gründe das hat. In den letzten drei fast vier Monaten habe ich einem Menschen mein komplettes Gefühlsleben auf ein silbernes Tablett gepackt und gesagt das er jetzt an der Reihe ist. Er soll etwas daraus machen…. Wir sind jeden Tag miteinander aufgestanden und ins Bett gegangen und haben Tage miteinander verbracht. Wir haben gelacht, geweint, diskutiert und einfach die Nähe des anderen angenommen. Jeder Tag war eine neue Reise und wenn sein Name auf meinem Bildschirm erschienen ist zauberte es mir ein riesiges Lächeln ins Gesicht. Wir haben gemeinsam Probleme besprochen und nach Lösungen gesucht. Lösungen gesucht und gefunden. Ich sagte vorhin schon ich bin wie ein Glücksbringer.

Irgendwann braucht man aber diesen „Glücksbringer“ nicht mehr, weil man soweit alles hat was man wollte und braucht. Es wird komplizierter und man entfernt sich. Es kommen plötzlich keine Antworten mehr oder kein Smiley um „Hallo“ zu sagen….Man wird traurig, sauer und ist verletzt. Ungeduldig schaut man auf sein Handy und sieht das er in Facebook online ist….Er schreibt trotzdem nicht. Ich habe ihm mehr Komplimente gemacht und mehr Liebe gegeben, als seine Freundinnen zusammen…und was kam zurück? Hmm, Unsicherheit und man hat plötzlich das Thema gewechselt. Ich wäre etwas besonderes und er möchte mich nicht mehr verlieren, allerdings macht es gerade den Anschein als würden wir es tun. Das besondere ist das schwere.

Menschen um uns herum sehen in den Blicken und unserer Aura mehr. Fremde Menschen, Menschen die wir kennen und Personen die nur ich kenne…sehen in uns mehr. Seine Blicke und das ständige Interesse mit wem ich schreibe und wieso ich den bestimmten Fußballer so gut finde sind irgendwie Anzeichen. Er hat es auch gar nicht gemocht, wenn ich über eine ganz gewisse Person geschwärmt habe. Anzeichen für mehr Gefühle oder ist Eifersucht einfach immer dabei, wenn man nur eine Freundschaft hat? Ich hab keine Ahnung…Ich denke er hat auch keine Ahnung und kann damit nicht umgehen. Es sei gerade alles viel zu viel für ihn. Ich bin zu viel, die Situation ist zu viel….sein Leben ist zu viel. Ich bin ein sehr loyaler und ehrlicher Mensch und erwarte das auch von meinem Gegenüber! Ich hasse es angelogen zu werden und wenn ich es herausfinde ziehe ich mich schlagartig zurück und werde kalt.

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Ich war kalt zu ihm für ein paar Tage und er konnte damit nicht umgehen und es ist ihm schwer gefallen kein Körperkontakt zu haben und keine Komplimente zu bekommen. Meine Antworten werden kurz und knapp und man braucht mich nicht anfassen…. Ich weiß, dass es ihm schwer gefallen ist, weil ich ihn darauf angesprochen habe. Ich weiß nicht ob es für ihn oder für mich schrecklich war. Ich will ihn berühren mit ihm reden und zusammen sein. Traurigkeit bringt bei mir immer einen Schub an Kreativität genauso wie Wut und Glück. In den letzten Wochen sind so viele Texte und Gedichte auf Papier gebracht worden wie schon lange nicht mehr. Heute sitze ich hier und schreibe alle meine Gedanken in diesem Blog nieder und hoffe ihr könnt es verstehen. Sie sind wirr und zerrissen . Es ist so, als wäre ich auf der Suche nach meinem Herzen.

Habe ich ihm es wirklich geschenkt oder war es einfach nur diese Zuneigung und Körperlichkeit? Ich hatte das erste mal nach meiner großen Liebe ein Gefühl von „Liebe“. Keine Schmetterlinge aber ein unendliches Glücksgefühl, wenn ich sein Gesicht gesehen habe. Seine Stimme und seine Augen geben mir Sicherheit und ich fühle mich geborgen. Manchmal schweigen wir einfach und fahren durch die Nacht und es fühlt sich gut an. Wir verstehen uns von ganz allein. Er hat gestern gesagt es ist nichts zwischen uns und selbst wenn, hätte er schon etwas gesagt. Ich frage mich ob er wirklich was sagen muss oder ob nicht die ganzen kleinen Details im ganzen eine Antwort geben. Ich habe ihm die Aufgabe gegeben sich zu melden.

Ich ziehe mich zurück und warte jetzt was er mit dem Tablett voller Gefühle, Ehrlichkeiten und Zuneigung macht. Er wird es sehr wahrscheinlich in den Müll werfen, weil er nicht damit umgehen kann. Er wird sich eine Freundin suchen und auch eine finden, weil ich immer noch sein Glücksbringer bin. Ich werde ihn glücklich sehen und es wird mir weh tun und trotzdem werde ich an seiner Seite stehen, wenn er das will. Er wird damit nicht umgehen können und wir werden uns distanzieren. Ich will das er mir sagt, wenn er mit einer Frau geschlafen hat. Ich bin ein Masochist. Ok, nicht immer aber in diesem Punkt schon. Ich will verletzt werden um irgendwie abschließen zu können. Ich will ihn vergessen und trotzdem in meinem Herzen haben. Eine Freundschaft haben, weil er mir so unendlich viel bedeutet. Klappt das? Müssen wir uns erst entfernen um uns wieder näher kommen zu können?

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LIAR – A

Es sind diese ganzen Fragen die ich mir seit gestern stelle…und das unglaubliche verlangen ihm zu schreiben. Ich vermisse ihn. Er mich nicht sonst hätte er geschrieben. Wieso verliebt man sich immer in solche Männer? Es ist egal ob man hetero oder homosexuell ist – Männer bleiben Männer. Am Ende des Tages denken sie mit ihren großen Gliedern und sehen gar nicht zu wie gut man ist. Ich bin zu gut zu ihm gewesen und er wird es merken, wenn ich nicht mehr bei ihm bin ( Das sagt zu mindestens eine Freundin – Who Knows?). Bin ich verliebt oder ist es einfach die Suche nach jemanden, die mich auf ihn gebracht hat? Sollte ich ihm nur helfen und mehr nicht? Sollte ich ihn in die richtige Spur schubsen und dann wieder verschwinden? Wieso meint er, er würde nie mit mir eine Beziehung haben wollen….weil er Angst hat mich zu verlieren? Wir haben darüber nie gesprochen! Haben wir vielleicht schon eine ohne Sex und ohne es zu merken…? Wir legen voreinander Rechenschaft ab, obwohl wir das gar nicht müssten.

Am Ende des Tages wollen wir doch alle nur geliebt werden, oder? Wir suchen nach Menschen, die uns Nähe schenken und Geborgenheit. Ich habe und werde ihm wohl immer alles von mir geben. Ich weiß es ist nicht gut….vielleicht ziehe ich mich auch einfach komplett zurück und beobachte das Spektakel um mich selbst zu verletzen. Egal was ich ansehe ich sehe immer Ihn. Die Erinnerungen an unser lachen oder unsere Gespräche…Er hat mich neue Dinge entdecken lassen und mir auch die Augen geöffnet. Ich habe mich verloren – im lost in you. Was ist dieses Gefühl? Leute es sind Fragen über Fragen und irgendwie stehe ich wieder an so einer Lebenskreuzung. An einer Kreuzung wo ich nicht genau weiß wohin ich soll….wohin ich will und was ich als nächstes mache.

PS: „Kann ich wenigstens 20,00 Euro haben?“ – Sorry ich hab nur noch 50 ,00Euro! „Gehst du feiern am Samstag?“ – Hmm, hab nicht wirklich lust und Geld hab ich eigentlich auch keins!
Ich hoffe du hattest viel Spaß…und vielen Dank das du nicht einmal fähig bist mir das zu geben…nachdem ich dir schon mehr als genug gegeben habe. Was lernen wir daraus? Ratho, du bist zu gutmütig und dumm. #markenbutterbuttertbesser

Frohe Ostern ihr Hasen!
Euer Ratho.

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Stop Babe….

Hallo meine Lieben,

ich weiß ich habe schon lange nichts mehr gepostet bzw. geschrieben…. SORRY!!! =)
Heute habe ich ein paar Zeilen zusammengefasst um euch zu zeigen wie es in mir aussieht. Ich gebe euch ein kleinen Einblick in mein Herz…in meine Gefühle und natürlich wie immer in mein Leben. Hello!
Manchmal ist es wirklich schwer jemanden in seiner Nähe zu haben, wenn man diese Nähe so sehr möchte…! Man will kein Fehler machen und man weiß auch nicht wie man sich anstellen soll damit mehr passiert.
Ich wäre am liebsten in den Armen dieser Person, weil ich weiß das ich dort sicher bin und mich auf eine Art und Weise geliebt fühlen darf. Die Angst, die einen jeden Tag begleitet plötzlich wieder alleine zu sein ist das schlimmste. Man möchte gehören und nicht teilen müssen….

In der ganzen Zeit merke ich wie schnell man sich doch wieder für eine „fremde“ Person aufgibt und sich verliert. Ich verliere mein Herz und es tut mir manchmal weh, allerdings gehört das wohl zum „Erwachsen“ werden dazu. Plötzlich gibst du ein Teil von Dir ohne zu merken, dass du nicht mehr wirklich existierst sondern nur noch darauf bedacht bist das es dem anderen gut geht. Ich habe euch jetzt ein paar Zeilen geschrieben und ich denke ihr erkennt euch selbst darin wieder….=)

STOP BABE,

hör nicht auf mir zu gehören,
nachts meinen namen zu stöhnen,
lass uns gemeinsam die große freiheit entdecken,
zwischen den zeilen finden wir unsere wahrheit,
denn deine liebe ist mein leben,
du weißt ich kann ohne dich nicht überleben,
hör nicht auf an uns zu glauben,
sonst bricht mein herz in tausend teile,
ohne dich scheint alles schwarz und weiss,
du bist mein sonnenschein,
mein traum der alles in farbe taucht,
manchmal sind wir nicht bereit,
alles aufzugeben,
gegenseitig in den armen liegen.
grenzenloses vertrauen sehe ich in deinen augen,
hör nicht auf mir zu gehören,
du bist ein geschenk,
wir gehören uns,
unsere liebe bleibt unser unsichtbares band,
vielleicht wird nie was passieren,
wenn wir uns im himmel sehen,
werden wir uns wieder berühren,
du hörst nie auf mir zu gehören….

rathosdiary-2017.

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Poesie. Performance.

Hallo meine Lieben,

heute teile ich mal wieder ein Stück von meinem Herzen und Gefühlen mit euch.
Ich hab diese Zeilen vor ein paar Wochen geschrieben, weil ich plötzlich so leer war und doch das Gefühl hatte erdrückt zu werden.

plötzlich warst du wieder da,
gefühlt tausend jahre,
in den ich alleine war,
jede sternschnuppe war ein wunsch nach dir,
mein herz ist zerissen,
vor wut und angst,
als du einfach verschwunden warst,
ich hab angst nochmal zu fallen,
nochmal alleine zu sein,
du bedeutest mir so viel,
du tust mir so weh,
du hast gelogen,
wir haben geliebt,
du hast mich belogen,
sollte ich dir nochmal glauben,
meine rüstung wiegt so schwer,
deine nähe ist das größte geschenk,
mein herz verzerrt sich nach einem uns,
doch ich hab angst,
vor gefühlten tausend jahren ohne ein wort,
ich hab angst dich aufs neue zu verlieren,
du warst meine erste große liebe,
hast mein herz geklaut,
zurück geliebt,
und mich blutig liegen lassen,
jede sternschnuppe war ein wunsch nach dir,
du warst mein zuhause,
plötzlich war ich obdachlos,
wieso warst du so herzlos?
So viele Fragen stehen zwischen uns,
will dir in die augen sehen,
deine nähe spüren,
hab ich unsere liebe verraten,
haben wir uns verändert?
ein schatten voller angst,
seit deiner ersten nachricht,
dich wieder zu verlieren,
es muss keine liebe sein,
ein freund an meiner hand,
hand in hand mit dir im lichterregen,
du warst alles was ich hatte,
wir lügen uns ins gesicht,
vermisst du mich wirklich,
oder will dein körper nur nochmal ans extrem,
heterosexuell oder homosexuell,
will mir sicher sein,
in deine arme fallen,
deine lippen spüren,
und deinen herzschlag beim einschlafen hören,
wir sind zurück im Augenblick,
du bist das licht am ende des tunnels,
kann nicht sagen wie glücklich du mich machst,
wir schreiben die ganze nacht,
du mein fels,
mein schmerz,
meine hoffnung,
und immer noch die große erste liebe,
wir waren hier,
wir waren ein paar,
haben geleuchtet wie eine silvesternacht,
doch jetzt habe ich angst,
angst vor dir und mir,
mein herz soll nicht nochmal zerbrechen,
bitte tu mir das nicht nochmal an,
komm geh mit mir hand in hand,
in einen gemeinsamen neuanfang.

ratho lang jr. 2016.12.20

abschied.

ich kann mich nur noch an deinen geruch klammern,
der sich durch unser schlafzimmer zieht,
du warst vater,
du warst ehemann,
ein bester freund…
die letzten worte sind wie eingebrannt,
meine augen lassen mich nicht mehr sehen,

meine tränen nehmen mir die sicht,
alles was ich dir noch sagen wollte,
frisst mich einfach auf,
du bist plötzlich nicht mehr an meiner seite,
hand in hand,
wir hatten uns ewige liebe geschwören,
doch die schlechten tage haben dich in den himmel gebracht,

sie haben neue engel gebraucht,
mütter und väter,
frauen und männer,
eine neue armee,
die nun auf uns hinunter blickt..
das leben war wunderschön,
es ist vergänglich…

der hass,
er bringt mich um den verstand,
ich fühle mich zerissen und nicht verstanden,
möchte schreien doch es kommt kein ton mehr hinaus,
ich starre in den himmel,
kann es nicht fassen,
halte unser bild in meiner hand,
überall höre ich die nachrichten,
ein schreckliches unglück…
hoffe immer noch du kommst nachhause zu mir,

gab dir heute kein abschiedskuss,
ich bereue jedes einzelne wort,
wir haben gestritten,
wir haben geschwiegen,
doch einen kleinen augenaufschlag,
plötzlich ist alles stumm,
es ist so kalt ohne dich…,

wieso hat es mich nicht getroffen,
diese frage stelle ich mir,
meine tränen verbrennen meine haut,
meine gefühle laufen amok,
mein herz soll aufhören zu schlagen,
ohne dich macht alles keinen sinn,
du warst mein halt,
meine bessere hälfte,
der vater oder die mutter,
die person die ich nie mehr in den arm nehmen darf,

ich liebe dich,
vielleicht hätte ich dir das öfter sagen müssen,
jede sekunde ist ein albtraum für mich,
das handy klingelt,
stimmen erzählen mir wie sehr sie mich bemitleiden,
keiner weiß wie ich mich fühle,
hab die liebe meines lebens verloren,

kollegen sind von uns gegangen,
unbegreiflich ohne substanz,
plötzlich war der boden weg,
wir sind alle gefallen und müssen aufs neue aufstehen,
doch wo ist die starke schulter an unserer seite,
in einem kleinen augeblick war alles vorbei,
das leben mit euch war wunderschön,
sollten uns alle an den händen nehmen,
gemeinsam stärke zeigen und uns hoffnung schenken,

tausend lichter in den himmel schicken,
lasst uns ein zeichen setzen,
uns gegenseitig stützen,
liebe schenken und tränen trocknen,
ihr wart unsere insel,
jeder augenblick tut schrecklich weh,
doch irgendwann werden wir uns alle wiedersehen,
gemeinsam über wiesen laufen,
uns sagen wie sehr wir uns lieben,
doch nun legt eure panzer ab,

macht euch nackt,
selbst wenn ihr einsam seid,
nur so kann man helfen,
verliert nie euren lebensmut,
das leben ist schön,
selbst wenn es plötzlich vergeht….

– ratho lang- 2016

Abschiede

Sehr geehrte Leser und Leserinnen,

haha, als würde ich jemals so einen Blog anfangen.
Hallöchen Popöchen, ich hoffe bei euch ist alles klar!
Diese Woche habe ich Urlaub und es ist einfach nur herrlich, toll und oberaffenmegatittengeil!

Meine Woche ist so schnell rumgegangen und hatte nicht nur positive Seiten.
Ich habe endlich meine Freunde wieder getroffen, war ein bisschen shoppen und habe einfach nur geschlafen.
Schlafen-mein Bett = Liebe!

Heute waren wir (mein bester Freund und ein Pärchen) auf dem CSD…und ich habe mal wieder festgestellt, dass ich wohl für immer allein sein werden.
Soviele schöne Kerle, allerdings hat mich wie jedes Jahr niemand angesprochen, angetanzt, angeknutscht oder angefasst…(OK, angefasst schon aber auch nur weil er mich weg geschoben hat…damit er zum Getränkestand kam!)…
Das erzähle ich euch aber ein anderes mal! =)

Single for Life!

Es geht nämlich diesesmal um Abschiede.
Wir haben diese Woche eine Nachricht bekommen, die ich bis jetzt noch nicht wirklich fassen kann…
Jemand aus unserem Bekanntenkreis ist plötzlich verstorben…auf dem Weg zur U-Bahn.
Ein Abschied für immer.
Er war immer in meinem Leben seitdem ich klein war…

Wir verabschieden uns jeden Tag.
Kinder, wenn sie morgens auf dem Weg in die Schule sind von ihren Eltern!
Rathis, wenn sie mit dem Auto wegfahren von seinem Papa!
Eltern von ihren Kindern.
Freunde von Freunden.
Liebende von ihren geliebten.

Jeder verabschiedet sich also jeden Tag auf’s neue!
Das schlimmste ist es, wenn man sich nicht mehr verabschieden kann.
Es ist so plötzlich, als würde man einen Eimer kaltes Wasser ins Gesicht bekommen.
Eine Ohrfeige. Eine richtig harte und schmerzhafte Ohrfeige.
Das Herz schlägt plötzlich langsamer und das Atmen wird immer schwerer.
Ich habe das Gefühl, als würde man in ein Loch fallen…der ganze Körper fällt innerlich zusammen und man versucht stark zu bleiben, bis die ersten Tränen die Wangen herunter laufen.

„Ich hatte gar keine Zeit mich zu verabschieden!“
„Habe ich ihm noch alles gesagt, was ich ihm sagen wollte!“
„Hoffentlich hatte er keine Schmerzen!“

Das sind typische Gedanken, die sofort ins Hirn schießen.
Kennt ihr das?
Jede Person macht sich sofort selbst Vorwürfe ob sie alles richtig gemacht hat.
Besonders schlimm ist es, wenn man sich einen Tag zuvor gestritten hat und im Streit auseinander gegangen ist.
Man schleppt dann einen riesigen Sack mit Steinen mit sich herum und stellt sich immer wieder die selben Fragen.
Man wird regelrecht verrückt von sich selbst, das Hirn läuft mit den Gedanken Amok.

Plötzlich fehlt ein Teil in deinem Leben.
Ein wichtiger Teil, machmal aber auch ein winziges Puzzelstück!
Dieses kleine Stück macht aber soviel aus, denn ein Puzzle ist nur fertig wenn jedes Teil eingebaut ist.
Du erwischt dich, wie du die Nummer wählen willst oder eine SMS schicken.
Er war ja bis jetzt immer da und plötzlich kann ich nie wieder seine Stimme hören.
Kann ihn nie wieder berühren und nicht über seine schlechten Witze lachen.
Man lernt zu schätzen was man sonst, als selbstverständlich hingenommen hat.

Das vermissen und verstehen sind die schmerzhaftesten Aufgaben, die man lösen muss.
Es ist unfassbar…wie in einem schlechten Film.
Gestern hat man die Person noch gesehen und jetzt soll sie weg sein.
Im Himmel, dass sagt man den Kindern immer.
Treffen wir uns wirklich alle irgendwo wieder?

Wir verabschieden uns oft… lapidar, unaufmerksam und lieblos.
Ein einfaches „Ciao!“, „Hau rein…!“ oder “ ….“ einfach gar nichts.
Die Annahme, dass man sich sowieso am nächsten Tag wieder sieht lässt es uns so leicht machen.
Wir geben uns keine Mühe, weil wir uns denken: „Was soll schon passieren!“
Ich muss gestehen, ich denke selbst auch oft so.

Mein Leben hat mir schon einmal gezeigt, dass es besser ist…sich nicht so lieblos zu verabschieden.
Ein guter Freund und Fotograf ist damals am Abend nach unserem gemeinsamen Shooting noch nach New York geflogen um dort zu arbeiten.
Als er gelandet war hat er mich angerufen und meinte: „Hey, Ratho mir gehts gut bin gut gelandet…bis später bei Skype….!“
Ich habe nur mit „Ja, genau bis dann!“ geantwortet und ihn abgewürgt, weil ich unbedingt meine blöde Daily-Soap anschauen wollte.

Er stieg in ein Taxi und verunglückte auf dem Weg zu seinem Hotel.
Ich mache mir bis heute noch Gedanken/Vorwürfe wie ich nur eine so blöde Soap, meinem Freund vorziehen konnte…
Am Ende des Tages weiß ich, dass ich nicht Schuld daran bin, allerdings ist mir das eine sehr große Lehre gewesen.

Abschiede sind nicht immer endgültig, allerdings lassen wir immer jemanden wichtigen gehen.
Ich weiß noch ganz genau was mein EX-Freund zu mir gesagt hat, als wir uns das letzte mal gesehen haben.
„Kleiner, wir sehen uns doch noch mach dir keinen Kopf!“ und er gab mir einen Kuss.

Haha ein Kuss und dann war eine Woche später Schluss! WUHU!

Ich weiß, dass ist kein einfaches Thema und kein tolles Thema für einen Eintrag…aber es muss einfach mal angesprochen werden.
Der Abschied, das Leben und der Tod gehört nun mal zu jedem Leben dazu!
Die Gefühle kennt bestimmt jeder, wenn man jemanden gehen lassen muss.
Hilflosigkeit, Wut, Trauer, Liebe und Verzweiflung…das alles gemischt und der Gefühlsvulkan bricht aus.
Man will es nicht verstehen und kann es nicht verstehen.
WIESO?!WIESO?!
Die Wut auf unser Leben, die Ungerichtigkeit und der Hass auf die anderen Menschen steigt in einem auf und entlädt sich in Tränen.

Ich bin ein Mensch, der sich selbst verletzt.
Die Wunden nochmal aufreißen und nochmal, damit es richtig weh tut.
Ich schaue mir Bilder, Videos, Messages alles immer und immer wieder an.
Dabei heule, schreie und wüte ich in meinem Zimmer bis ich meine Fressattacken bekomme.

Manchmal frage ich mich, ob es nicht besser ist jemanden plötzlich zu verlieren anstatt auf „Raten“.
Wenn ich sehe wie es meinem Opa geht und wie er immer dünner und kleiner wird, weiß ich das wir ihn bald verlieren werden.
In eine, zwei oder vielleicht mehreren Jahren wird er irgendwann von uns gehen.
Ich weiß es und es macht mich traurig.
Es wird ihm natürlich besser gehen, als wenn er selbst merkt, dass er immer mehr Honig im Kopf hat…aber dann hab ich ihn eben nicht mehr in meinem Leben.
Ein Abschied der kommen wird.

Am Ende steht man vor einer hässlichen Grube auf irgendeinem Friedhof und trägt schwarz.
Wieso eigentlich schwarz?
Sollte es nicht bunt sein?! Bunt wie das Leben!
Der Pfarrer hält eine unpersönliche Grabrede und jeder wirft etwas ins Grab. Blumen.
Das soll es dann gewesen sein.
Ich werfe eine Blume auf einen sündhaft teuren Sarg und schmeiß eine schippe Erde drauf.
Den Menschen den ich geliebt habe verabschiede ich das letzte mal so. Unpersönlich. Kalt.

Wir sollten die Person feiern…das Leben feiern.
Die schönen Dinge erzählen, den Sarg bunt bemalen und laut Lieder singen.
Wenn ich mich mal verabschieden sollte, möchte ich das genauso haben.

Ich kann nicht sagen was ich fühle,
es ist alles so leer,
meine Augen weinen Weltmeere,
mein Herz zerspringt vor Wut in mir,
wieso musstest du so plötzlich von hier gehen,
wieso lässt du mich ganz allein,
ohne dich kann ich nicht,
du bist die Luft die ich zum Atmen brauche,
die Liebe die mich Leben lässt,
jetzt bist du eine Erinnerung in meinem Herz,

Meine Trauer,
meine Wut,
meine Fassungslosigkeit,
meine Gefühle lassen mich verzweifeln wie noch nie,
ich sitze alleine im Dunklen in unserer stillen Wohnung,
warte das du durch die Tür kommst,
mich anlächelst,
mit deinem Rauschebart und deinem Ziggarengeruch,
er ist einfach verflogen,
ich würde alles geben um ihn nochmal zu inhalieren.

Du bist plötzlich nicht mehr bei uns,
wollten dir noch tausend Sachen sagen,
Kollegen und Freunde können es nicht glauben,
wir blicken gemeinsam in den Sternenhimmel,
Hand in Hand,
du bist der Einzigste der fehlt,
unsere Trauer und Hilflosigkeit verbindet uns,
unsere Liebe schicken wir dir in den Himmel,
du wars für uns ein toller Kollege und Freund,
ein liebevoller Vater und Ehemann,
doch jetzt sitzt du auf einer Wolke im Himmel,
du winkst uns herunter,
du bist und bleibst unser Engel,
ein Rauscheengel…

-Ratho M. Lang-

Euer Ratho! (wie immer auch bei FACEBOOK)