Stop Babe….

Hallo meine Lieben,

ich weiß ich habe schon lange nichts mehr gepostet bzw. geschrieben…. SORRY!!! =)
Heute habe ich ein paar Zeilen zusammengefasst um euch zu zeigen wie es in mir aussieht. Ich gebe euch ein kleinen Einblick in mein Herz…in meine Gefühle und natürlich wie immer in mein Leben. Hello!
Manchmal ist es wirklich schwer jemanden in seiner Nähe zu haben, wenn man diese Nähe so sehr möchte…! Man will kein Fehler machen und man weiß auch nicht wie man sich anstellen soll damit mehr passiert.
Ich wäre am liebsten in den Armen dieser Person, weil ich weiß das ich dort sicher bin und mich auf eine Art und Weise geliebt fühlen darf. Die Angst, die einen jeden Tag begleitet plötzlich wieder alleine zu sein ist das schlimmste. Man möchte gehören und nicht teilen müssen….

In der ganzen Zeit merke ich wie schnell man sich doch wieder für eine „fremde“ Person aufgibt und sich verliert. Ich verliere mein Herz und es tut mir manchmal weh, allerdings gehört das wohl zum „Erwachsen“ werden dazu. Plötzlich gibst du ein Teil von Dir ohne zu merken, dass du nicht mehr wirklich existierst sondern nur noch darauf bedacht bist das es dem anderen gut geht. Ich habe euch jetzt ein paar Zeilen geschrieben und ich denke ihr erkennt euch selbst darin wieder….=)

STOP BABE,

hör nicht auf mir zu gehören,
nachts meinen namen zu stöhnen,
lass uns gemeinsam die große freiheit entdecken,
zwischen den zeilen finden wir unsere wahrheit,
denn deine liebe ist mein leben,
du weißt ich kann ohne dich nicht überleben,
hör nicht auf an uns zu glauben,
sonst bricht mein herz in tausend teile,
ohne dich scheint alles schwarz und weiss,
du bist mein sonnenschein,
mein traum der alles in farbe taucht,
manchmal sind wir nicht bereit,
alles aufzugeben,
gegenseitig in den armen liegen.
grenzenloses vertrauen sehe ich in deinen augen,
hör nicht auf mir zu gehören,
du bist ein geschenk,
wir gehören uns,
unsere liebe bleibt unser unsichtbares band,
vielleicht wird nie was passieren,
wenn wir uns im himmel sehen,
werden wir uns wieder berühren,
du hörst nie auf mir zu gehören….

rathosdiary-2017.

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Coming out – Schokorosinen und verschiedene Einfahrten!

Hallöchen Freunde der Sonne,

nach meinen kurzen Liebeskummer Rückfall, der besonderes schweren und schmerzhaften Art, bin ich wieder zurück. Ich kann meine Gefühle besser in geschriebenen Worten ausdrücken, als persönlich! Wisst ihr was – ich habe IHM den Link zu meinem Blog geschickt. NEIN – es kam natürlich nichts von ihm! Es ist so traurig und macht mich echt innerlich ganz kaputt und unruhig. Ich will einfach noch einmal mit ihm reden, in seine Augen schauen und mit ihm lachen! Blablabla, tadatada kuckkuckkuck er „fickt“ meinen Kopf wie kein anderer. Tut mir leid für diese Ausdrucksweise! Aber eigentlich wollte ich über ein anderes Thema schreiben! Das sogenannte „COMING OUT“!

Davor noch ein kleines Zitat

“ Du solltest Ihm ins Gesicht spucken,
damit er sich genauso erniedrigt fühlt…
wie du dich! “
– S.V –

Coming Out – wann hatte ich das?

Hatte ich jemals ein „Coming Out“? Ich war schon immer anders im Gegensatz zu anderen Kindern in meinem Alter. Die Jungs spielten Fußball und ich habe meine Barbie’s ausgezogen und die Haare abgeschnitten. Die anderen Kinder waren draußen spielen und ich baute mir Höhlen aus Kuscheltieren und war lieber allein. Ich war nicht immer allein, also kein MOF, oder sagt man bei Kindern KOF? (Kind ohne Freunde?) Erwachsene fand ich früher viel toller und ich habe mir gewünscht das meine Eltern nicht so oft streiten und es genauso toll ist wie bei unseren damaligen Nachbarn. Die waren eine richtige Familie. Sie haben immer etwas zusammen unternommen und ich war gerne bei ihnen. Das beste war dort lief immer „DIE NANNY“ – ich liebe diese Serie!

Die neue Nachbarstochter und ich waren im selben Alter und ich fand sie sehr interessant. Naja, nicht unbedingt sie sondern eher was sie hatte, was ich nicht hatte! Wir hatten die MEGA-IDEE, wir haben unser Planschbecken genommen und es umgedreht und uns drunter versteckt und angefangen an uns rumzuspielen. Der erste Kontakt mit einer Vagina im Alter von ca 4 Jahren. Mir hat es damals schon gereicht! Wir wurden natürlich auch noch erwischt und ich musste mir folgendes anhören…

„Ratho, sowas macht man nicht!
Du bist zu jung dafür!
Du hast Hausarrest!“

Mir war das sowas von egal, ich hatte meine Pumuckl Kassetten und mich! Ich wollte gar nicht raus und schon gar nicht unsere neuen Nachbarn sehen! Die Jahre vergingen und das Erlebnis mit der „Planschbecken-Vagina“ blieb immer in meinem Gedächtnis! Im Kindergarten hatte ich damals mein erstes homoerotisches Erlebnis auf der Toilette. Ein komischer Junge zeigte mir seinen Wutzel und ich ihm meinen und wir haben es gegenseitig angefasst. Das war’s dann aber auch schon! Wie gesagt…die Jahre vergingen und ich hatte erstmal kein Interesse an irgendeinem Geschlecht! Dafür verliebte ich mich in die NO ANGELS! Ich bin bis heute ein Fan!

Man könnte sagen – meine Entwicklung nahm seinen lauf! Von morgens bis abends hörte ich die NO ANGELS, ich wollte immer Lucy sein – Diese Ironie! Wer es nicht weiß – Lucy ist lesbisch! Nun gut…ich merkte das ich immer weniger in die „Jungswelt“ passte und ich wusste nicht was ich tun sollte! Ich wurde ziemlich unzufrieden und unglücklich. Meine Eltern waren geschieden und ich war viel allein und meine Süßigkeiten meine besten Freunde! Wir, meine Mum und ihr „toller“ NEU-Ehemann, zogen nach München und ich fand mich im Großstadtdschungel ganz gut zurecht! Ich war ein dickes Kind und Stammgast bei PENNY um’s Eck! Schokorosinen und die BRAVO! Die BRAVO, die Jugendzeitschrift, und meine Chance alles über meine Stars herauszufinden und nackte Jungs zu sehen! Ich liebte diese Seiten und merkte schnell, dass mich Brüste und Möschen nicht so anmachen! Dr.Sommer habe ich gehasst! Hallo?! Flaschenhals in der Hose?!

Wuhu 100 kg schwer! LOS WO SIND DIE SCHOKOROSINEN!!!????
Wuhu 100 kg schwer! LOS WO SIND DIE SCHOKOROSINEN!!!????

In der Realschule, in München, merkte ich selbst noch nicht das ich schwul bin. Meine Mitschüler wussten das wohl schon damals und liebten es mich zu ärgern. „Ja, da freut sich der Ratho über ein langes Würstchen!“ , ich liebte die Wiener! In der Pause gab es „Hot-Dogs“ zu kaufen, es war eine Wiener mit einer Semmel! Ich dachte damals gar nicht an irgendwas sexistisches. Ich war anders und das wurde mir immer mehr bewusst! Aber was war es? Wieso war ich anders? Wieso wollte ich keine Baggyhosen anziehen? Die letzte Frage trieb meine Mutter zur Weißglut! Sie wollte aus mir einen komischen kleinen Gangster machen! Ich war eher der Schlaghosen-Typ mit Glitzer!

Irgendwann zog ich zu meinem Dad, weil meine Mutter sich nicht wirklich mit mir beschäftigt hat. Ihr Computer war ihr wohl wichtiger. Das ist aber ein ganz anderes Thema, mittlerweile habe ich kaum Kontakt zu ihr. Sie hatte damals folgendes zu mir gesagt und es tut mir bis heute noch ein wenig weh!

„Du bist der größte Fehler meines Lebens gewesen!“

EHM SORRY?! Hab ich’s mir ausgesucht von dir rausgepresst zu werden? Habe ich dir gesagt „Lass dich ohne Kondom vögeln?“ – ICH DENKE NICHT!
Angekommen auf dem Land und in der neuen Schule ging das Mobbing erst richtig los und ich fand immer mehr zu mir selbst. „Hey schau dir mal die Schwuchtel an!“ – Na und?! Dann bin ich eben schwul dachte ich mir immer… Das lustige ist nur, die Person, die das damals gesagt hat ist bei Gayromeo (Sowas wie PARSHIP nur ohne Niveau) angemeldet.

Bevor es mir klar wurde das ich schwul bin, wussten es alle anderen. Innerlich war es ein Kampf für mich! Ich wollte immer „normal“ sein und dazugehören. Die Jungs waren immer Eifersüchtig, weil ich immer mit den Mädles abgehangen bin. Meine Girls-Crew und ICH! Das hat sich bis heute nicht geändert. Mein bester Freund ist ja auch das größte Mädchen! Ich liebe ihn, wie ein Bruder!

DAS „COMING OUT“
DAS „RAUSKOMMEN“

Coming out und so
OMG – Schwul! 2011

Eine russische Hochzeit! Mein erster Vollrausch! Ich war 16 Jahre alt! Meine erste und letzte Zigarette!
Leute, es war einer der geilsten und peinlichsten Abende zusammen. Ich war so betrunken und gut gelaunt, dass ich es einfach rausgeschrien habe! Es war eine Explosion an Glücksgefühlen und gleichzeitig ein Gefühl, als würde ich in ein Loch fallen und keiner fängt mich. Wir saßen alle an einem langen Tisch und wir haben angestoßen und ich meinte nur zu meinem Dad „Ach übrigens ich bin schwul!“ ! Ich stand auf und ging zur Braut und setze mich auf ihren Schoß und sagte “ Ich muss dir jetzt was sagen…Ich bin schwul!“ – ihre Antwort “ Ach, das hättest du nicht sagen müssen!“

Das hätte ich nicht sagen müssen?! Ich wollte es aber endlich sagen! ICH BIN SCHWUL! Es war so befreiend! So muss sich ein Vogel fühlen wenn er in die Freiheit entlassen wird und genug platz hat seine Flügel auszubreiten. Bei der Heimfahrt war mir so übel und ich übergab mich in das neue Auto von meinem Dad. Das bleibt mir auch noch in Erinnerung – in schlechter Erinnerung!
Am nächsten Tag hatte ich das Gefühl mein Kopf würde platzen! So fühlt sich also ein KATER an!
Ich musste auch noch in die Schule und war am Ende, aber plötzlich sah ich die Jungs in einem anderen Licht! Zwischen den ganzen Bauern gab es da einen ganz besonderen Bauern! Ich nenne ihn Mister X, wir hatten damals bei Lokalisten immer geschrieben und ich entdeckte eine Seite an ihm die mich so faszinierte. In der Schule haben wir uns immer ignoriert, aber kaum waren wir bei Lokalisten online schrieben wir uns stundenlang! Ich war ein wenig verliebt in ihn. Seine Blicke trafen meine und er wurde immer nervös wenn er in der nähe war.

Unsere Abschlussfahrt in London hatte einen ganz bestimmten Höhepunkt! Nein, nicht so einen Höhepunkt! Er und ich hätten uns beinahe geküsst! Beinahe, wenn die anderen Vollidioten nicht gekommen wären! Dafür hatte ich wieder zurück aus London, meine erste sexuelle Erfahrung mit einem Kerl.
Es war sehr seltsam, ich hatte das Gefühl mein Kopf platzt und alles andere auch…aber es war alles so neu und aufregend! Es war Freitag, einen Abend zuvor gewann Lena Gercke , die erste Staffel von GNTM! Es war eine Toilette! Der Ort für den ersten Blowjob meines Lebens! Zum Glück hatte der Kerl so ein krasses Parfüm drauf oder der Klostein hat so dermaßen gerochen das man sonst nichts riechen konnte!
Zum Glück hat sich mittlerweile mein Männergeschmack auch verändert!

Ich und mein erstes schwules Bild
Ich und mein erstes schwules Bild

Ich war also schwul! Und nun? Wie geht es jetzt weiter? Meine Ausbildung war nochmal eine harte Prüfung in meinem „schwulen“ dasein. Ich hatte mich in sexueller Hinsicht gefunden, aber das war auch alles! Schwule sind bunt und schrill. Das war ich auch! Geschminkt, extravagante Kleidung und bunte Haare! Die Haare, die mir meine „Karriere“ kaputt gemacht haben! Wenn eine Haarfarbe, eine eigene Betriebsratssitzung bekommt…hast du es richtig gemacht! Ich wurde als „ES“ beleidigt und meine Kollegen hatten jeden Tag was zu lästern. Respekt? Ich bekam keinen Respekt!

Meine tolle Haarfarbe!
Meine tolle Haarfarbe!

Ich habe mich ausprobiert und mich langsam und stetig selbst gefunden! Ich wurde Selbstbewusst und bekam endlich den Respekt, der mir zustand! Ich bekam nicht nur Respekt sondern ich habe in der Zeit auch meinen besten Freund gefunden! Meine Schulzeit und meine Ausbildung, das Mobbing und die öffentliche Antihaltung gegenüber Menschen die anders sind haben mich zu dem gemacht was ich heute bin! Der Ratho, der hier schreibt! Der aus seinem Leben erzählt und euch manchmal langweilt mit Liebeskummer-Gedichten. Der Röcke trägt und Nagellack. Der sehr direkt ist und sarkastisch, der liebe gibt und sich dabei selbst vergisst!

Egal ob Homo oder Hetero am Ende des Tages sind wir ja alle gleich. Wir nehmen nur verschiedene Löcher oder Einfahrten! ABER BITTE NUR SAFE!!!

Euer rosa Ratho! (Wie immer auch auf  FACEBOOK)

Tada!
Tada!