ANLAUF NEHMEN

Hallo meine Lieben,

ich möchte mich von ganzem Herzen bei EUCH bedanken, weil ihr mir so persönliche Erfahrungen anvertraut und ihr euch in meinen Einträgen findet. Ich bin keine einfache Person und sicherlich auch kein typischer Blogger….aber ihr seid immer auf meiner Seite und kommt mit auf meine Reisen. DANKE DIR!

Heute möchte ich nochmal ein Thema ansprechen, dass viele Menschen beschäftigt und ich viel darüber gefragt worden bin und immer wieder werde. Ich nenne meinen Eintrag „Anlauf nehmen“ , weil wir das jeden Tag tun müssen um uns zu befreien. Befreien von all dem Dreck, dem dunklen und den negativen Einflüssen in unserem Leben. Wir müssen laufen um den richtigen Weg zu finden. Wir fallen und es fühlt sich unerträglich schwer an. Weinend liegt man dann im Bett und die Sonne scheint in die Augen und berührt die Haut. Das war früher ein tolles Gefühl….wieso jetzt nicht mehr?

Ich habe einige Zeit genauso gedacht…Wieso finde ich mich selbst nicht mehr? Wieso bin ich nicht mehr ICH? Wieso bin ich nicht mehr glücklich? Plötzlich hatte ich das Gefühl mich nicht mehr zu fühlen, als würde ich mich betrachten.

 

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Einige Zeit bin ich mit dem Gedanken durch die Welt gegangen, dass ich eine Last für andere Menschen bin. Das ich falsch bin – das ich ein „Fehler“ bin. Diskriminierung und Ausgrenzung aufgrund unserer Sexualität oder unserem Aussehen ist keine Seltenheit und macht viele Menschen kaputt. Kleine Probleme werden plötzlich zu riesigen und man findet scheinbar keinen Ausweg. Wir lassen uns von anderen Menschen verurteilen und nehmen es uns zu Herzen. Ich bin ein Mensch der alles „zerdenkt“ und dadurch vieles Schöne zu etwas hässlichem mache. Ich genieße nicht die Momente sondern denke darüber nach wie sich wohl der andere fühlt und was in seinem Kopf vorgeht.

Plötzlich fühlt man sich hässlich und ungeliebt, unerwünscht und man denkt man wäre an einem anderen Ort besser aufgehoben. Man verliert sein Selbstwertgefühl und versinkt in Zweifeln und Selbsthass. Ich habe geschlafen. Zwei, Drei Tage einfach nur geschlafen ohne großartig aufzustehen. Ich wollte nichts essen, weil ich sowieso so dick bin. Man verliert den Blick für die Kleinigkeiten, die das Leben so besonders machen. Ein Regentropfen war für mich schon Grund auszuflippen. Regentropfen sind überhaupt kein Grund….Sie glitzern und schenken Leben. Das Leben – was ist es Wert?

Lange Zeit wusste ich nicht was mit mir los ist. Ich habe dann entschieden mir professionelle Hilfe zu suchen. Mir wurde erklärt was ich genau habe und wie man mir zu helfen versucht. Ich sollte Tabletten nehmen um wieder etwas zu spüren. Ja, es hat tatsächlich funktioniert! Ich habe wieder etwas gespürt und habe plötzlich realisiert das ich mich trennen muss. Ich muss aufräumen! Musst Du vielleicht auch aufräumen? Nein, nicht das Zimmer oder die Wohnung sondern dein Leben. Ich habe alte Freunde besucht, habe alte Wunden versucht aufzureißen und zu kitten. Im Unterbewusstsein hat man immer Steine, die eine riesige Last auf den Schultern sind. Es sind oft Sachen mit den man angeblich abgeschlossen hat und die nie abgeschlossen waren.

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Diese ganzen Sachen haben mir meine Energie geraubt. Wie ihr wisst wurde ich zu dieser Zeit auch extrem in meiner Arbeit gedemütigt, gemobbt und diskriminiert. Die stärkste Mauer kann auch fallen und das ist bei mir der Fall gewesen. Ich kann leider niemandem sagen wie ich aus dem schwarzen Loch gekommen bin. Es ist wirklich eine Reise, die man mit sich selbst machen muss. Man muss sein Leben bereinigen und sich Fragen stellen. Was will ich? Wohin will ich? Was hat mir weh getan? Wieso weine ich? Der Anfang ist wirklich sehr schwer…. Du weißt nicht wohin mit dir selbst und bist irgendwie kein Mensch. Man ist eine Hülle aber ohne Inhalt. Das schlimmste war bei mir mein Umfeld. „Was ist los?“ – „Das wird schon alles…!“- „Ist doch gar nicht so schlimm!“ ….

Die Menschen meinen es nur gut mit einem, allerdings fühlt man sich sofort eingeengt und missverstanden. Man flüchtet und verletzt diese Menschen damit noch mehr. Du kannst dir nur alleine helfen….und dir jemanden suchen der sich damit auskennt. Jemanden, der dir eine Hand reicht um Stufe für Stufe wieder das Leben zu genießen. Man muss wirklich jeden Tag Anlauf nehmen und sich sagen „Das Leben ist schön! Ich schaffe das!“…. In den letzten Tagen habe ich immer wieder einen Kommentar in meinem Kopf, als mir jemand geschrieben hat es würde nichts Lebenswertes mehr geben und alles erscheint nur noch in schwarz. Ich hoffe du liest meinen Blog und ich kann dich hier nochmal erreichen.

Du bist nie allein – egal wie dunkel es dir scheint. Ich habe es geschafft und vielleicht bin ich deine Hand die dir helfen kann. Es ist ein langer Weg und er ist nicht einfach, allerdings kann man ihn schaffen. Man verliert während der Zeit oft seinen Partner, seine Liebe und Freunde, weil sie nicht wissen wie sie mit einem umgehen sollen. Man distanziert sich selbst von Menschen die einem gut tun. Du bist eine tolle Person, dass weißt du auch ganz tief in dir drin. Du bist schön und stark sonst hättest du dich nicht getraut darüber zu sprechen. Wenn es mir richtig schlecht geht oder gegangen ist habe ich angefangen zu schreiben. Ich habe versucht alles schlechte raus zuschreiben und hab Musik gehört. Man kann sich selbst noch mehr runterziehen und sich vergraben. Will man das wirklich? Willst du das wirklich?

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Ich denke du weißt wohin du gehen musst und das es noch ein paar Steine gibt, die du aus dem Weg räumen musst. Ich habe mich seit 7 Jahren wieder mit meiner Mutter getroffen und es hat mir nochmal Last von den Schultern genommen. Es fehlt an richtiger Kommunikation und Liebe. In solchen Momenten kann man nicht mal liebe annehmen, allerdings habe ich gemerkt wie wichtig doch so eine kleine Geste oder Umarmung sein kann. Es fühlt sich eng an und nicht gut….aber es löst etwas aus. Man bekommt wieder ein Gefühl von geliebt werden. Wir wollen alle geliebt werden. Alt, Dick, Dünn, Schwarz und weiß alle…. Ich habe in den letzten drei Monaten gelernt zu lieben. Ich liebe wieder, weil ich nach meinem EX-Freund den Glauben daran verloren hatte.

Ich liebe unsterblich. Ich gebe mich auf und muss aufpassen das ich nicht wieder in ein Loch falle. Man baut sein Leben, seine Träume und Wünsche auf einem anderen Menschen auf. Einen Menschen, den ich noch nicht einmal lange kenne. Es ist eigentlich sinnlos, weil nie etwas daraus werden wird. Trotzdem will mein Herz in der Nähe sein und mein Körper ist wie ein Magnet…. Manchmal trifft man Menschen und plötzlich macht alles einen Sinn und du entdeckst neue Dinge wovor du die Augen verschlossen hast. Der Weg aus einer Depression ist oft einsam und man fühlt sich unverstanden. Man weint, weil man nicht anders kann. Man ist nicht wirklich traurig und es gibt kein Grund wütend zu sein…aber man ist es trotzdem. Ich hatte und habe unendlich Angst jemanden zu verlieren und diese Ängste sind wie ein Panzer. Sie haben mich eingeengt und machen es heute auch noch. (Besonders nachdem ich diese eine Person kennen lernen durfte…)

dich zu lieben ist ein kampf,
zwischen gut und böse,
der weg scheint schwarz,
die zukunft nur ein wort,
sind auf unterschiedlichen ebenen,
doch du bist alles für mich,
ich aber nichts für dich,
lässt mich zweifeln,
meine tränen fließen,
dich zu lieben ist ein kampf,
zwischen zwei welten,
wir werden sehen wer gewinnt,
am ende liegen wir in unseren armen,
den du und ich sind WIR…..

r.lang 2017

Egal wie schwer der Weg scheint….man kann ihn gehen. Ein Stück zusammen und ein großes für sich ganz allein. Ich kann euch nur meine Erfahrungen mitteilen und hoffe sie helfen euch ein wenig. Meine Tränen, meine Wut und meine Einsamkeit haben mich wieder zu mir finden lassen. Ich habe mich mit mir selbst beschäftigt und habe viel geschrieben. Die Freiheit und das allein sein waren die beste Medizin. Ich bin durch die Nacht mit meinem Auto gefahren und hab laut Musik gehört. Es gab Momente an den ich am liebsten das Lenkrad zur Seite gerissen hätte, allerdings würde das nichts ändern sondern nur noch mehr Schmerz verursachen. In solchen Momenten mit diesen Gedanken habe ich jemanden angerufen und einfach geredet. Kein tiefes, sinnvolles Zeug sondern Small-Talk. Ich habe geschlafen und gegessen….wohl eher mehr gegessen und mich gehen lassen. Jeden Zwang abgelegt und mich ungeschminkt im Spiegel angeschaut. Fragen gestellt und Antworten gesucht. Freunde aussortiert und neue Menschen ins Leben gelassen.

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Für Personen die euch lieben ist es auch nicht einfach und genauso schwer wie für uns selbst. Sie wollen uns helfen wissen aber nicht wie und drängen uns oft in eine Ecke. Vorwürfe werden kommen und sie werden weh tun. Am Ende der Reise wird man aber merken wie sehr es sich lohnt an solchen Menschen festzuhalten, weil sie durch eine der schwersten und hässlichsten Zeiten gegangen sind. Sie können nicht fühlen und verstehen was Du in diesen Momenten fühlst, dass kann niemand. Das kann nur jemand, der das auch erlebt hat…. Deshalb bist du nicht Allein – es gibt immer jemand anderen in der Welt! Nicht aufgeben sondern Anlauf nehmen!

Hier sind noch zwei Lieder, die mich in der heutigen Zeit und damals begleitet haben.

Hier ist mein letzter Eintrag nochmal für euch: Umwege gehen

Euer Ratho….folgt mir gerne bei FACEBOOK – einfach KLICKEN! DANKE =)

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Umwege gehen

Hallo meine Lieben,
um ehrlich zu sein weiß ich nicht wie ich diesen Blog beginnen soll….

Ich hoffe ihr seid gut durch eure Wochen gekommen und ihr habt die ersten Sonnenstrahlen genießen können. Wie ihr sicherlich gemerkt habt, habe ich mich wieder ein wenig rar gemacht auf meinem Blog und nur ab und an etwas gepostet. Es gibt immer Gründe wieso ich mich nicht melde oder mich etwas zurückziehe….Es tut mir wirklich leid! Ich bin eben kein Hipster-Blogger der alles teilt und postet.

Manchmal habe ich das Gefühl meine Welt zerfällt in tausend einzelne Kriege und mein Herz steht in der ersten Reihe und führt die Armee an.

Ich habe über die Wochen immer mal wieder Gedichte gepostet und euch teilhaben lassen an meinem tiefsten Inneren. Dieser Blog soll sich nicht darum drehen, allerdings wird er sich um ein paar dunklere Stunden in meinem Leben drehen und auch um den Menschen, der mir seine Hand gereicht hat und mir geholfen hat. Geholfen auf seine ganze eigene Art und Weise…..Ok, vielleicht hat er auch manche Kriege in mir ausgelöst…..=)

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Man sagt, wenn Frauen sich die Haare schneiden haben sie eine Trennung hinter sich – Ich hab keine Trennung hinter mir und bin manchmal weiblicher, als jede Frau! Meine Haare mussten ab damit ich wieder ein Stück zu mir finde. Ich habe gemerkt wie ich mich von mir entfernt habe und auch heute noch meinen Weg suche auf dieser Welt. Ich habe meinen Job verloren, weil ich einen Fehler gemacht habe und aus einer Emotion heraus meinen Blog geschrieben habe. Der Auslöser, das Mobbing und die Diskriminierung, ist wie immer nicht wichtig und wird herunter gespielt. Ich habe oft meine Gefühle geschluckt und versuche heute noch viel mit mir allein auszumachen.

Irgendwann kannst du aber nicht mehr mit der Last umgehen. Die Last, die Du dir selbst auferlegt hast. Man hat Freunde, Familie und tolle Kollegen und trotzdem sieht man alles nur noch schwarz. Bei mir wurde vor ca 8 Monaten eine Depression festgestellt und behandelt, allerdings kämpft man jeden Tag aufs neue damit. Ich falle oft und muss wieder aufstehen. Du blickst in den Spiegel und siehst nichts schönes in dem Spiegelbild, dass dich anschaut. Die andauernde Müdigkeit führt zu einer ständigen Angespanntheit. Ich bin gereizt und lasse es an allen anderen aus. Man steht in einem Labyrinth aus tausend Gängen und man weiß nicht wohin man gehen soll, weil man keine Kraft hat den Ausgang zu suchen.

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Ich habe mich oft leer gefühlt. Leer? Hmm, emotionslos. Ich habe geweint und war verzweifelt, wütend und habe gelacht. Das Verständnis für andere Menschen hatte ich plötzlich abgelegt und ich wurde ungeduldiger den je. Ihr müsst wissen manchmal bin ich wirklich ungeduldig, vor allem wenn es um CD’s oder Online-Shopping geht. HELLO HERMES ! -.-

Mir geht es mittlerweile wieder richtig gut und das liegt auch an einer Begegnung, die mich verzaubert hat. Du lernst manchmal Menschen kennen und es ist alles unerwartet und fühlt sich in diesem Moment richtig an. Ich habe vor 8. Monaten noch gedacht, dass alles kein Sinn mehr hat. Jeden Tag habe ich daran gedacht wie ich es einfach beenden kann ohne an die Folgen zu denken. Das war die schwerste Zeit in meinem Leben und ich habe darüber noch nie wirklich gesprochen oder geschrieben. Ich dachte immer ich wäre eine starke Persönlichkeit und dann fühlt man sich auf einen Moment so klein, schwach und zerbrechlich….

Ich bin eine starke Persönlichkeit! Ich wollte mein Leben beenden – einfach gegen einen Baum fahren oder springen. Jetzt kann ich darüber reden und meine Geschichte teilen, weil ich weiß das ich den Kampf gewonnen habe. Man muss manchmal schmerzhafte Umwege gehen um den richtigen Weg zu finden. Man ist nie alleine auch wenn es einem so vorkommt. Das schlimme an der Situation ist eigentlich, dass ein anderer Mensch es soweit gebracht hat um den eigenen Lebensmut über Bord zu werfen. Ich muss mich mein ganzes Leben behaupten und rechtfertigen – Wieso und Warum?! Man nimmt eine Person nicht über die Leistung wahr sondern über ihre Sexualität oder Aussehen. Es gibt unendlich viele junge Menschen, die deshalb keinen Ausweg mehr sehen und ihr Leben beenden.

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Sie beenden ihr Leben, weil sie nicht stark genug sind dem Druck der Gesellschaft stand zuhalten oder den Mobbing-Attacken in der Schule und der Arbeitswelt. Was machen wir dagegen? Nichts! Die Vorgesetzten bleiben in ihren Positionen, die Lehrer sehen meistens zu und Du? Was machst Du? Was soll Ich machen? Ich habe oft die Antwort gehört „Ist doch alles nicht so schlimm!“ oder „Lass es nicht an dich ran, dass ist nur die Arbeit!“…. Es ist leichter gesagt, als getan! Du gehst mit einer Angst ins Bett und stehst auch mit dieser auf. Du bist in einem Gefängnis und niemand versteht dich. „Wohin soll ich?“…

Wohin hätte ich gehen sollen? Ich habe mir Hilfe gesucht und es ist am Ende immer noch nichts passiert. Die schlechten Menschen kommen in ihrem Leben weiter und winken dir auf der Überholspur zu. Ich werde es nie verstehen können und stelle mir doch jeden Tag die Frage nach dem Warum! Wieso war ich plötzlich so schwach, als hätte man mir alles genommen, obwohl ich doch alles hatte. Ein kleines Problem wurde zu einer Lebensaufgabe. Niemand kann es nachvollziehen wie man sich fühlt. Man sieht keinen Ausweg und hat auch keine Kreuzung. Es gibt nur ein Weg – es ist ein Tunnel. Man will Anlauf nehmen und fliehen doch man kommt immer an den selben Punkt zurück. Die Gedanken drehen sich Tag und Nacht nur darum….

Du denkst nicht an deine Familie oder die Menschen, die dir wichtig sind. Du bist allein. Du fühlst dich allein und niemand kann dich herausholen. Du fühlst dich von jedem unverstanden und willst deinen Weg alleine zu Ende gehen. Auf halber Strecke habe ich noch umgedreht und habe die Hand genommen, die mir gereicht worden ist. In den „schwachen“ Momenten konnte mich keiner verstehen und niemand erreichen. Man könnte es mit einer Mailbox vergleichen….Du drückst immer auf ablehnen und jeder spricht dir Nachricht darauf und du hörst sie nie ab. Der einzigste Ausweg ist für immer zu verschwinden. Man ist nur noch eine Hülle ohne Inhalt. Jedes Problem kann man zusammen schaffen, allerdings denkst du daran nicht mehr. Dein Herz ist voll mit Schmerz und dein Kopf rebelliert und lässt dich keinen klaren Gedanken fassen.

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Ich habe mich aus diesem Labyrinth und Tunnel befreit und habe wieder Licht gesehen. Ich habe wieder gelernt zu lachen und meinen Weg zu gehen. Es ist schwer und sicherlich nicht einfach, allerdings werde ich mich nicht von einer anderen Person abhängig machen. Mein Lebensmut, mein Glück und mein Leben abhängig machen. Eine Depression kommt in vielen Farben und Formen. Meine war eine kurzzeitige schwarze Fratze die mir in mein Gesicht gelacht hat und mich immer aufs neue geschubst hat. An einem Tag habe ich zurück geschubst und habe Anlauf genommen und bin dem ganzen Schritt für Schritt entflohen.

Alleine habe ich das nicht geschafft. Daniel, du hast mir geholfen. Deine Familie hat mir geholfen und gibt mir immer ein Zuhaus. Es ist schwer sich vor „fremden“ Menschen zu öffnen, selbst wenn man diese schon seit 7 Jahren kennt. Ich habe noch nie über dieses Thema mit jemanden geredet, außer einer Person. Die Person, die mir ihre Hand gereicht hat und mich wieder etwas fühlen hat lassen. Ich weiß du wirst diesen Blog nie lesen, allerdings wollte ich dir hier auch nochmal sagen wie viel du mir bedeutest. Du bist eine besondere Person in meinem Leben und jedes lächeln von dir macht mich glücklich. Deine Art Dinge zu sehen und sich dafür begeistern zu können ist unbeschreiblich. Du gibst mir Sicherheit, Geborgenheit und du verletzt mich auch mit deiner Unbeholfenheit.

Ich kann euch sagen, man ist nie alleine auf dieser Welt auch wenn es sich so anfühlt. In den traurigsten Momenten kommt immer ein Sonnenschein in euer Leben und wird euch ein Stück begleiten. Wir fallen alle und das ist auch gut so, weil wir sonst nicht wachsen würden. Die ganzen Umwege die wir gehen bringen uns früher oder später an unser Ziel. Ich sitze hier an meinem Laptop und mir kamen die Tränen, als ich geschrieben habe. Ich hätte mein Leben beenden wollen, weil ich keinen Ausweg mehr gesehen habe und hätte ein paar Menschen zurückgelassen. Sie wären allein gewesen! Sprecht mit euren Freunden über eure Ängst und versucht euch zu öffnen. Es bringt nichts in einen dunklen Tunnel zu laufen und sich zu verabschieden.

du musst umwege gehen,
um das licht wieder zu sehen,
dein lebensmut zu finden,
du hast dich aufgegeben,
siehst alles schwarz ohne weiß,
vergiss nie es gibt menschen,
menschen die dich lieben,
du tötest alle schmetterlinge,
um endlich fliegen zu lernen,
du stehst allein in der wüste,
ein wüste aus hass, unverständnis und angst,
am ende der nacht,
reicht dir jemand die hand,
du findest den weg zurück in dein leben,
denn du bist nicht allein,
auch wenn es manchmal so scheint,
du gehst einen umweg,
um dich selbst zu finden,
um den richtigen weg zu finden,
vergiss nicht,
du bist nie allein.

Euer Ratho.

Wie immer könnt ihr mir HIER BEI FACEBOOK FOLGEN!! KLICKEN!!! und hier ist mein letzter Eintrag nochmal verlinkt : Fragen, Erwartungen und Ich

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man sieht sich zweimal…

Hallo meine Lieben,
lange hat es gedauert bis ich wieder etwas schreibe, allerdings fallen mir die folgenden Zeilen auch nicht besonders leicht.

In den letzten Tagen hat mir das Leben gezeigt wie ungerecht es ist. Ich habe euch schon öfter von meinen Problemen erzählt mit Mobbing, der Depression und auch in der Liebe. Die letzten Wochen waren gefüllt von Wut, Enttäuschung, Hoffnung, Verletzlichkeit und Freude. WUHU PARDYYY!

Man macht einen Fehler und wird verurteilt und dargestellt, als wäre man ein Monster. Ein Monster, das niemanden achtet und intolerant wäre. Menschen-verachtend und Diskriminierend. Man verwendet die falschen Wörter und sie bringen einen selbst um. Ich schreibe oft meine Einträge aus Emotionen heraus und vergreife mich ab und an in meiner Ausdrucksweise.Nochmals SORRY! Ihr könnt das doch sicherlich verstehen, oder? Hätten wir uns nicht alle Streitigkeiten im Leben erspart, wenn wir uns selbst erst etwas „heruntergefahren“ hätten? Emotionale Menschen, wie ich, sind nicht einfach und werden es auch nie sein, allerdings habe ich durch meinen Fehler gelernt.

Ich habe vielen Menschen vertraut und auch oft den Falschen. In Situationen wo man diese Menschen gebraucht hätte waren sie nicht da oder sie haben dich ans Messer geliefert. Freundschaften kann man zum Glück bei Facebook und co. schnell kündigen und ich habe auch daran gedacht meinen Blog einfach zu löschen. Plötzlich steht man in einem Wald und man findet keinen Weg mehr hinaus. So erging es mir auch mit meinen „Freunden“. Ich konnte plötzlich niemandem mehr vertrauen und tue es jetzt auch nicht mehr. Du fühlst dich alleine und verlassen. Du kannst auf einmal nur noch dir trauen und musst aufs neue laufen lernen. Allein.

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Man konnte mit mir fast 2 Jahre machen was man wollte und mir wurde nicht geholfen. Es ist wie in einen Tunnel zu laufen und auf das Ende zu hoffen, allerdings hat dieser Tunnel keins. Man fühlt sich einfach hilflos obwohl man Hilfe sucht und würde gerne alles hinschmeißen und hat Angst, als „Schwach“ abgestempelt zu werden. Unfair und Ungerecht ist das Leben auf einer Seite anscheinend immer. Mich ärgert am allermeisten, dass gewisse Menschen immer mit ihrer Art und Weise durchs Leben kommen und wir ehrlichen Leute immer verlieren. Menschen-verachtend? Ich bin es nicht! Ich gebe Menschen oft eine zweite Chance oder versuche Handlungen und Tätigkeiten schön zu reden, weil man nie weiß wieso der andere so reagiert und agiert. Meine Worte waren vielleicht verletzend, weil sie ehrlich sind und der Wahrheit entsprechen. Ich habe gekämpft und habe verloren, allerdings habe ich meine Haltung bewahrt. Ich mag vielleicht eine „Schwuchtel“ sein….aber ich habe einen Charakter und wahre Freunde. In diesem Sinne….

Man sieht sich immer zweimal im Leben.

Das dachte sich wohl auch mein Ex-Freund. Ihr wisst schon meine allererste große Liebe. Pünktlich kurz vor Weihnachten kam eine Nachricht. Eine Nachricht von ihm. Ich weiß bis heute nicht was ich davon halten soll und wie ich mich fühlen soll. Er war die ganze Zeit online und hat regelrecht auf meine Antworten gewartet. Gott sei Dank gibt es diese blauen Hakerl. Nach ca. 3 Tagen stand er dann wieder vor unserer Haustür und wir haben ein paar Stunden miteinander verbracht und geredet. Anfangs haben wir einfach nur geredet und ich wusste nicht wie ich mich verhalten sollte. Ich wollte diesen Moment schon so lange und plötzlich war er da….Ich war total überfordert und mein bester Freund musste mich schon vor dem Treffen beruhigen. Er kam durch die Tür und sah noch besser aus, als früher. Es war alles wie damals….die Geborgenheit, der Geruch, die Wärme und das Gefühl alles richtig zu machen.

Ich will dich lieben…aber ich hab Angst mich selbst zu verlieren.

Mein Herz machte Sprünge und ich dachte ich würde gleich heulen. Wie kann man einen Menschen nach 2,5 Jahren immer noch so sehr lieben und wollen? Ich habe bis heute keine Antwort darauf gefunden und irgendwie will ich ihn auch nicht mehr. Das Gefühl ist unbeschreiblich….Du hast endlich deinen größten Wunsch erfüllt bekommen und bist trotzdem enttäuscht, weil du Angst hast das alles wieder so schmerzhaft wird wie bei der Trennung. In meinem Kopf herrschte einfach ein Chaos und in seiner Hose anscheinend auch. „Ich bin hetero“ – „Mit dir ist aber alles anders!“….Diese Sätze verfolgen mich bis in meine Träume, weil ich nicht weiß ob ich mich auf das Spiel einlassen soll. Soll ich mich kaputt machen oder ihn gehen lassen. Er ist gerade erst wieder in meinem Leben angekommen und es fühlt sich so richtig an, allerdings weiß ich auch wie er mich einfach wegschmeißen kann. Naja wie auch immer – Ich habe keine Ahnung was ich davon halten soll. Er ist mir auch irgendwie wirklich egal geworden, weil er sich seit ein paar Tagen wieder nicht mehr meldet. Neues Jahr selber Scheiß! Kommen wir zur Silvesternacht…..

 

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Snapchat: ratholang 

Ich hoffe ihr hattet alle eine wunderschöne Nacht und habt tolle Leute um euch gehabt. Wie jedes Jahr war ich bei meinem besten Freund und seiner Familie. Ich fühle mich dort immer gut aufgehoben und es ist einfach schön so liebe Menschen um einen zu haben. Dieses Jahr habe ich jemanden zum ersten Mal in einem ganz anderen Licht gesehen….Nein, es lag sicherlich nicht an dem bunten Lichterregen vom Himmel. Ich fühle mich sehr oft unsicher und bin immer etwas schüchtern und habe eine Mauer um mich gezogen….Viele Menschen sagen auch: ARROGANT! Bei diesem Typen wurde ich aber noch unsicherer! Geht das überhaupt? Ja, es geht anscheinend ganz einfach! Ich habe schon so lange nicht mehr diese Gefühle gehabt um genau zu sein hatte ich solche nur bei meinem EX (Jaja die erste große Liebe usw….Der Typ, der sich gemeldet hat!)! Er gab mir ein Gefühl von Geborgenheit und ich war einfach glücklich. Eigentlich ist er gar nicht mein Typ….Er hat keinen wirklichen Bart und auch keine Muskeln, allerdings hat er eine Aura aus der ich mich nicht entziehen konnte.

Wir lagen Arm in Arm auf der Couch und es hat sich einfach so real und richtig angefühlt. Wie immer ist dieser besagte Boy natürlich Bisexuell und hat noch nie sowas mit einem Jungen gehabt. „Du machst mich unsicher!“ – Na super, ich mache Ihn unsicher und er mich…Ratho, lass sofort los oder halte dich fest und werde verletzt. Keine Ahnung was ich im Moment fühlen oder tun soll. Jede einzelne Sekunde mit ihm und jeder Blick in seine Augen lässt mich alles vergessen. Er lässt mich den ganzen Scheiß der letzten Wochen vergessen und gibt mir ein Zuhaus. Ein Zuhaus bei einem eigentlich fremden zu finden ist sehr seltsam. Ich mach mich nicht vor jedem nackt und lass meine Rüstung fallen, allerdings hat er mich sofort geknackt. Nein, wir sehen das nicht im sexuellen Sinn! Reißt euch zusammen!

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Ich sehne mich nach ihm und seiner Stimme….Ich habe ihn früher nicht wahrgenommen und dachte immer er wäre ein „Freak“. Unheimlich fand ich ihn…. An Silvester hat er mir sein wahres Ich gezeigt und er hat mich verzaubert. Seine Sommersprossen und seine braunen Haare, seine Stimme und seine Tiefsinnigkeit…. Ich verstehe mich selbst im Moment gar nicht, weil ich immer noch so an meinem EX gehangen bin. Soll das jetzt einfach so vorbei sein und ist es Zeit für jemand neuen? Ist er der richtige und soll ich darüber überhaupt mit ihm reden? Er kann keine Beziehung eingehen und will es auch nicht… Hmm, als dieser Satz kam war ich enttäuscht. Die Enttäuschung und die Suche nach dem Fehler sah man mir sofort an. Liegt der Fehler an mir oder ist er einfach nur ein Typ, der nicht weiß was er will. Fühlt er plötzlich mehr für das selbe Geschlecht und kann damit nicht umgehen?
Manchmal komme ich mir wie ein Schwangerschaftstest vor….Ein „Bin ich schwul – Test“.

Nun stehe ich wieder an einer Kreuzung und weiß nicht ob ich um das Vertraute kämpfen soll und meinen EX wieder in mein Herz lassen soll oder nicht. Soll ich warten und hoffen, dass er sich für mich entscheidet? Soll ich lieber den neuen Weg gehen…..einen Mann kennen lernen und vielleicht noch ein paar Monate zu unseren machen? Will ich wieder ein Test sein oder einfach Ratho, der Mensch? Mein Herz hat sich schon entschieden nur mein Kopf macht alles so kompliziert… Vielleicht sollte ich diesem Satz treu bleiben…

Man sieht sich immer zweimal im Leben. Doch kann man sich auch ein zweites mal Lieben?

Euer Rathi… FOLGT MIR AUF FACEBOOK! Einfach klicken und liken! DANKE!

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Hoe-Filter on Fleek.

 

F.Friends und Träume

Hallo meine LIEBEN,
ich hoffe ihr seit gut durch eure Woche gekommen und habt die paar herbstlichen Sonnenstrahlen genießen können!
Heute schreibe ich mal nicht über irgendwelche Probleme sondern wollte euch mal so einiges erzählen und über Träume reden. Träume die plötzlich in greifbarer Nähe sind und man trotzdem nicht vor Glück jubelt. Neben dieser Topic möchte ich mich noch über folgendes auslassen…. – „Beste Freunde und falsche Freundinnen“.

Zuerst wollte ich euch aber nochmal DANKE sagen! TAUSEND DANK für eure Unterstützung!
Wenn ihr immer mal wieder neue Selfies, Videos und einfach meine wunderschöne Stimme hören wollt, folgt mir doch bei Instagram, Facebook und/oder Snapchat (Ratho Lang). Ihr findet mich dort:

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Fangen wir an und zwar mit den Träumen, die jeder Mensch hat. Ich hatte und habe viele Träume und halte mich auch daran fest. Eine Traumblase, die mich vor der realen Welt und den Problem entfliehen lässt. Ich wollte immer in die Medien….sowas wie Gülcan oder Daniela Katzenberger werden! Nein, keine Frau! Ein Ratho, der Leute zum lachen bringt und sich kreativ ausleben kann….. Dieser Traum ist der größte und im Moment sieht es auch so aus, als würde es nur ein Traum bleiben. Ich bin ja noch jung…=) Wie ihr wisst sitze ich an einem Schalter und verkaufe Fahrkarten an die Bevölkerung. Die Bevölkerung, die kein „Hallo“, „Bitte und Danke“ kennt und dazu keine Manieren hat. „An einem Schalter braucht man nicht grüßen!“ sagte mir eine ältere Dame. Walking Dead – just sayin!

 

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Mein bester Freund und Ich haben einen Traum zusammen und jetzt besteht die Möglichkeit ihn wahr werden zu lassen. Gestern klingelt mein Telefon und er hat mir alles erzählt und ich war kurz sprachlos. Sprachlos, weil ich überfordert und erschrocken war. „Das geht aber schnell, ich muss ja erstmal schauen wie ich das alles unter einen Hut bekomme!“…. Wie ihr wisst bin ich eigentlich nie sprachlos, allerdings war ich das gestern kurzzeitig! Soll ich jetzt alles aufgeben und neu anfangen? Wie wird das wohl alles laufen? Verdiene ich dann noch genügend Geld? Fragen in meinem Kopf. Fragen vor meinen Augen. Zahlen auf meinem Schmierpapier. Immer wenn ich telefoniere zeichne ich irgendwelche Dinge auf Prospekte oder kleine Zettel. Macht ihr das auch? Meistens sind es Herzen oder Quadrate und Würfel. Picasso lässt grüßen! How you doing my Friend?

Wie ihr wisst habe ich extreme Probleme an meinem Arbeitsplatz, allerdings ist der Arbeitsplatz auch eine gewisse Sicherheit. Es ist eine Konstante in meinem Leben. Soll ich diese einfach aufgeben? Du träumst deinen Traum Tag für Tag und dann ist er da. Der TAG. Monate hat man gehofft und sich in den Köpfen vorgestellt wie das alles werden wird. Ich hatte auf einmal ein Loch im Bauch. Das Gefühl von Angst und Glück zugleich. Ich bin gerade an einem Punkt in meinem Leben wo ich das Gefühl habe es dreht sich alles im Kreis. Ein riesiger Kreis und Jahr für Jahr wiederholt sich alles. Ratho, du solltest einfach ausbrechen. Ausbrechen? Habe ich dann eine sichere Zukunft und kann ich das alles finanzieren? Ist unser Traum nur zum träumen gedacht und vielleicht gar nicht für das reale Leben? Hält unsere Freundschaft das aus?

Die Angst vor dem Neuen…

Ich stelle mir die Fragen schon seit gestern und finde keine richtigen Antworten. Sollte ich eine Pro/Kontra-Liste anfertigen? Die Angst, vor einer Veränderung, ist bei mir der größte Punkt. Es ist ja keine neue Haarfarbe. Ich bin im Moment sowieso mit meinen Dämonen am kämpfen und dieser Kampf ist ziemlich anstrengend. Wie ist es denn, wenn ich dann zwei Jobs hätte? Die Freundschaft würde das jedenfalls überstehen und ich denke es wird noch enger werden, als es ohnehin schon zwischen uns ist. Spricht jetzt nur die Depression und die damit verbundene Unentschlossenheit aus mir? Leute, ich weiß es einfach nicht. Nächste Woche werden wir uns an einen Tisch setzen und alle Zahlen/Fakten durchsprechen. Egal in welcher Art und Weise ein Traum geträumt wird, wenn er plötzlich zum greifen nah ist….ist man unsicher. Die Zweifel, ob es auch wirklich klappen wird und ob man sich nicht in etwas verrennt, sind im realen Leben eben doch gegeben.

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In meinem Leben haben die Träume mir fast immer den Mittelfinger gezeigt. Ich bin generell ein sehr skeptischer Mensch und denke ständig über alles mögliche nach. Die Angst, dass plötzlich sein Leben gedreht werden kann und die Konstanten wegfallen ist groß. Früher war ich zweimal beim „Got to Dance“-Casting und ich bin immer fast in die Live-Auditions gekommen, allerdings nur fast…. „Ratho du bist in der letzten Auswahlrunde vor den Live-Aufzeichnungen!“ – ich war so stolz auf mich und erfreut. Die Freude wurde getrübt, als ich den Mittelfinger mitten in die Fresse bekommen habe. Zweimal! Man verliert irgendwann die Hoffnung und wird sauer wieso alle anderen ihre Ziele erreichen können. Arbeite ich zu wenig daran oder bin ich zu oft enttäuscht worden? Ich würde sagen, es ist eine Mischung aus beiden Aspekten. „Du bist der größte Fehler meines Lebens“! Dieser Satz von meiner Mutter prägt mich auch schon mein Leben lang und verhilft mir auch nicht wirklich zu mehr Selbstbewusstsein. Chaka! Ich schaffe das!
Man sollte seine Träume versuchen zu leben und sich auch erlauben zu scheitern. Will man wirklich immer das selbe tun und irgendwie innerlich aussterben? Will man sich mit 60 Jahren die Frage stellen „Was wäre gewesen wenn,….?“? Ich denke ich sollte ein paar gewohnte Zelte abbrechen und mich in ein schickes Oversize-Hemd schmeißen und nett bei der Bank nach einem Kredit fragen. „Wofür brauchen sie einen Kredit?“….“ Ich möchte endlich an meiner Lebenskreuzung abbiegen und den Weg der Träume nehmen!“ Bis in die Unendlichkeit und noch viel weiter…. =) Ich werde euch wie immer darüber informieren wie es alles ausgegangen ist. Drückt mir/uns eure Daumen!
Kommen wir von eventuell gelebten Träumen zu geplatzten. Willkommen in der Welt von Bitches, Fake Friends und Rathos…=)

BITCHES and FAKE FRIENDS und ein RATHO….

Wenn eine Beziehung in die Brüche geht ist es immer für einen der beiden Betroffenen schlimmer, als für den anderen. Ich war der, der am meisten darunter gelitten hat….Ok, ich weiß ja nicht wie mein Typ so gelebt hat und wie es ihm erging – schließlich ist er ja im joggen SPITZE! Ich weiß gar nicht ob ich das schon einmal erzählt habe….Ich habe ihm damals extra noch etwas zu Ostern gekauft. Ein kleines Geschenk und einen Schoko-Hasen. Mein EX ist ja vor mir weggelaufen und ich hab ihn dann doch irgendwie eingeholt….ihr wisst ja eine Kugel rollt schnell den Berg hinunter. Vor lauter Wut habe ich ihm den tollen Schoko-Hasen hinterher geworfen und er ist auf der Straße zerschmettert. Ratho – das war etwas Psycho! Irgendwo musste ich meinen Hass rauslassen, allerdings wäre die Schokolade besser auf meinen Hüften gewesen….!

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Kommen wir zurück zur Trennung!

Würdet ihr eurem besten Freund sagen, wenn der Partner von ihm euch sagt, dass er denkt Schluss zu machen oder würdet ihr euren besten Freund einfach ins Unglück stolpern lassen? Ich würde es sofort meinem Freund erzählen, weil ich nicht möchte das er sich noch Wochen bemüht um etwas zu retten was nicht mehr zu retten ist. „Ratho…das ist ein Geheimnis! Du musst es für dich behalten!“ – Sorry, ich muss dir ganz kurz ins Gesicht lügen und dann kotzen gehen. Diese unehrliche Bitch meint wirklich, dass ich meinem besten Freund nicht erzähle wenn SIE ihn ausnutzt?
Sie hat sich noch den Urlaub zahlen und eine nagelneue Jacke kaufen lassen. Nein, keine von H&M…! Jetzt sagt bitte nicht, dass sowas nicht berechnend, einfach falsch und link ist. Manche EX-Freunde/innen fangen nach einer Trennung an Gerüchte in die Welt zu setzten, weil sie sich dadurch besser fühlen und den „Opfer-Status“ versuchen zu erschleichen. Bitch! Man kann viel erzählen, allerdings sollte man aufpassen was und wo. „Er hat mich geschlagen!“ – das geht wohl einen Schritt zu weit! Bei meiner Trennung wollte ich auch zu seinen Eltern fahren und ihn einfach outen, allerdings bin ich nicht so ein Mensch. Ich hab mich nach meiner Trennung völlig allein und leer gefühlt. Es ist auf einen Schlag alles aussichtslos und dunkel. Ich dachte er wäre mein Lebensinhalt gewesen. Das Leben wäre nur durch ihn und seine Liebe lebenswert…..“ Er /Sie war mein ein und alles…! Ohne Ihn/Sie kann ich nicht mehr leben…!“
Man muss sich erst bewusst werden in welcher Relation das alles zueinander steht. Will man wirklich eine Freundin oder Freund, der einen schon mindestens einen Monat verlassen wollte und einen nur ausgenützt hat? Ich will so jemanden nicht mehr….! Am Anfang einer Beziehung sagt man immer wie viel einem Ehrlichkeit und Treue bedeuten würde. Wo ist die Ehrlichkeit? Die Ehrlichkeit, ein Problem anzusprechen und sich sofort damit auseinander zu setzten?! Wieso musstest du noch schauen ob du ihn noch liebst, wenn du es vor 3 Woche nicht mehr getan hast! Ich könnte in solche Menschen einfach **#**’#*#!!!! Sie zerbrechen Herzen und versuchen einem dann die Schuld in die Schuhe zu schieben. Wisst ihr was ich auch nie verstehen werde, wenn man eine neue Beziehung hat und dann plötzlich doch wieder zu seinem EX zurückkehrt. Zu dem EX, der vorher einen nur „runtergezogen“ hat und einem nicht gut getan hat….bei dem man sich nicht mehr geliebt gefühlt hat usw….! Man heult sich erst vier Wochen aus und dann mit einem „Schnipps“ ist alles vergeben und vergessen. Ist es die Gewohnheit, die einen wieder in die Arme zurück treibt oder der Sex? Braucht man ab und an einen anderen Penis zwischen den Beinen? Klärt mich bitte darüber auf!?!?!

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Eine beste Freundin oder Freund ist normalerweise dafür da um so etwas zu vermeiden. In einer Freundschaft lässt man doch nicht zu, dass der Freund verletzt wird. Ich bin ehrlich! Ich habe es dann eben dem Partner geschrieben, weil seine angeblich beste Freundin lieber die Klappe gehalten hat. Natürlich bin ich jetzt die Bitch! Das ganze soll auch kein Shade sein – es ist leider nur die Wahrheit. Man könnte meinen Bitch und Bitch gesellt sich gerne. Auf die Personen, die nicht alleine sein können und immer jemanden brauchen um sich gut zu fühlen. Auf die Personen, die jeden Menschen einfach austauschen wenn sie keinen Vorteil mehr sehen. Auf die Personen, die keine Kritik vertragen und gleich eingeschnappt sind. Auf all die Personen, die Herzen brechen um sich selbst besser zu fühlen….Auf all die Personen, die nicht alleine sein können. Auf alle diese Personen ein riesiges CHEERS MOTHERFUCKERS!

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit! Im Anschluss finden Sie ausgewählte Musikstücke!
Ihr Ratho

Checkt ihr neues Album „HERE“ aus. ALICIA KEYS – eine der besten Stimmen unserer Zeit. Kritisch, Authentisch einfach ‚HERE‘ mitten im Leben.

Throwback….

und die talentierte, wunderschöne Tinashe!

 

 

Geschützt: #REALTALK

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Mobbing…

Hallo meine Lieben,

ich hoffe euch geht es gut und ihr seid gut durch die Woche gekommen.
In manchen Teilen Bayerns und Deutschlands wurde uns einmal mehr gezeigt, dass die Natur sich alles zurückholt was ihr einmal gehört hat. Durch die vielen Wassermassen haben unzählige Mitbürger ihr Zuhause verloren und auch ihre Lieben. Ich wünsche von ganzem Herzen weiter viel Kraft und helfende Hände!

Kraft, die braucht man auch wenn man in seinem Alltag von anderen Menschen runtergemacht oder gemobbt wird. Ich möchte heute das Thema aufgreifen, weil es mich selbst betroffen hat und heutzutage immer noch betrifft.

Wo fängt Mobbing eigentlich an?

Hmm, diese Frage kann mir keiner beantworten und ich werde auch nicht nach einer Antwort suchen. Jeder Mensch entscheidet/empfindet die „Attacken“ anderer Menschen unterschiedlich. Lästern, auslachen und Sachen verstecken oder Flugblätter ausdrucken und in der Schule verteilen – Ich würde sagen das grenzt an Mobbing. Von dem letzteren bin ich verschont geblieben, allerdings habe ich auch einiges erleben dürfen.

Es ist wie ein Spiel, das nicht von einem selbst gesteuert oder gewonnen werden kann. Ein Teufelskreis, der beginnt mit einer Kleinigkeit und endet mit täglicher Hetze. Meine Schulzeit war wirklich nicht die einfachste, allerdings hat mich das auch zu dem gemacht was bzw. wer ich heute bin. Ich kam aus München nach Bad Tölz und hatte natürlich schon einen Style, der damals auf dem Land noch nicht angekommen war.
„Hey, der is doch schwul!“ oder „Fetti“ das waren noch die netteren Lästereien und Schimpfwörter die mir jede Pause an den Kopf geschmissen wurden, wenn ich mit meinen Freunden die Treppe zur Aula herunter gelaufen bin. Meine „Gang“ bestand ausnahmslos aus Mädchen (die hübschesten der Schule natürlich…) und ich denke, es gab den einen oder anderen Kerl, der auch ein wenig eifersüchtig auf mich war. Ich durfte und darf bis heute sämtliche Mädls ohne BH bewundern und mit ihnen in einem Bett schlafen.

Tja, Bitches be like…GAY!

Nicht nur Wörter kamen geflogen, nein es kamen auch manchmal benutze Pausen-tüten oder leere Flaschen geflogen. Akrobatisch wie ich damals nicht war, prallten diese Dinge an meiner breiten Masse ab. Sie prallten äußerlich ab – hinterließen in mir aber Spuren. Den Tag in der Schule überstanden kam der nächste Albtraum. Der Schulbus! Alle stürmten in den Bus hinein und waren froh einen Sitzplatz zu ergattern. Ich bin noch nie der Drängler gewesen und auch nie jemand, der sich ganz vorne in eine Menschenmasse stellen muss. Ich stieg in der Mitte ein und versuchte einen Platz zu finden. Natürlich war das aussichtslos und ich musste mich hinstellen.

„Guck mal was die Schwuchtel an hat!“ (schönere Sachen als du…)

Gefundenes Fressen für die Menschen, die sich nur in einer Gruppe stark fühlen. Mit meinen 110 Kg und meinen knallroten Backen, die ich vor Angst immer bekommen habe war ich natürlich nicht zu übersehen. Es gab Sprechchöre, es kamen Süßigkeitenverpackungen geflogen, sie haben sich vor mich gestellt und mich in die Seiten gepiekst…. Ich kam mir im wahrsten Sinne des Wortes vor wie ein Schlachtschwein. Gehetzt und getrieben bis Sachsenkam, dort wurde der Bus zum Glück leer und ich konnte mich hinsetzten und verstecken. In meiner Schulzeit kam ich nur mit den Lehrern gut klar, allerdings gab es dort auch einen Sportlehrer, der mich nicht gern gemocht hat. Er war ein riesen Arschloch. Ich habe angefangen keinen Sport mehr zu machen und mich von Woche zu Woche entschuldigen lassen.

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Ich hatte Angst was er wohl sagen würde….Mein Name war bei ihm „Rathi“, mittlerweile benutze ich ihn selbst – früher war das ein No-Go. „Heute wieder krank oder nur zu faul?“ oder „Willst du in die Frauen-Umkleide?“ das sind nur zwei Sätze was er gerne verwendet hat um mich zu „ärgern“. Ärgern? Haha, Witz des Jahrhunderts. Er sagte solche Sachen und die Mitschüler zogen mit anderen Sachen nach. In der Umkleide durfte ich natürlich nirgends stehen, weil ich könnte jemanden anmachen. Sicherlich! Ich mache jeden heterosexuellen Jungen an den ich sehe. Diese verbreite Wahnvorstellung von Männern, die nicht am anderen Ufer fischen finde ich wirklich lächerlich. Ihr seid wirklich nicht alle so toll, dass man euch zwingend anmachen müsste! Wir haben auch einen gewissen Standard und Anspruch….

Der Lehrer war ein arrogantes Arschloch und wir beide wussten das wir keine Freunde mehr werden würden….Ich habe mir ein Attest beim Psychologen geben lassen um schon einmal dieser ganzen Sport-Situation aus dem Weg zu gehen. Ich verbrachte nun meine Sportstunden im Sekretariat und hatte die beste Zeit mit Lehrern, Kaffee oder Kaba und einem Computer. Ich war froh, als ich mein Abschlusszeugnis in der Hand hielt und endlich der ganzen „jugendlichen“ – Hirnlosigkeit den Rücken kehren konnte. Meine Freunde waren in der Schulzeit der wichtigste Anker für mich und auch meine Entwicklung. „Bleib so wie du bist, Ratho!“ und ich bin bis heute so geblieben….DANKE AN EUCH ❤

Du denkst: ENDLICH HABE ICH ES GESCHAFFT!!!

Ich muss mir den ganzen Scheiß nicht mehr geben, weil ich nun in der Welt der Erwachsenen spiele. Meine Ausbildung war ein neues Level in Sachen Mobbing und Hinterfotzigkeit, die mich wirklich erschreckt hat und meinen Panzer noch dicker werden hat lassen. Nein, ich meine mit Panzer nicht meinen Bauch….=)
Erwachsene Menschen können wirklich noch schlimmer sein als Jugendliche. Wir waren zwei Azubis und ich war von Anfang an der „Außenseiter“ – „der Andere“, weil ich eben nicht in eine Schublade gesteckt werden kann und das auch nicht will. Mein Aussehen ist die größte Angriffsmöglichkeit und natürlich auch die erste, die andere Personen haben. „Ist das ein fetter Junge oder ein fettes Mädchen?“ , „Das ES sitzt bei uns am Tisch“, „Vorsicht, nicht das er dir zu nahe kommt!“…etc etc etc.

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Durch meine Arbeitsweise und meine ehrliche Art und Weise habe ich mich durchgeboxt und plötzlich war ich nicht mehr der Außenseiter in meiner Ausbildung. Ich wurde immer selbstbewusster und hatte ein sicheres Auftreten. Manchmal versucht man sich das auch alles nur einzureden um dem innerlichen Kampf zu gewinnen. Ich schaffe das schon alles, dass war und ist mein Mantra. „Das ES sitzt bei uns am Tisch“ – dieser Satz hat mich in meiner Azubi-Zeit am meisten verletzt. Die Frau, die das gesagt hat ist in meinen Augen eine billige Kopie von einer Prostituierten auf der Landsberger Straße, allerdings haben diese Frauen meinen vollsten Respekt. Ich habe viel geschluckt und habe mir meine Wut nicht anmerken lassen, allerdings ist mir irgendwann der Kragen geplatzt und ich habe ihr gesagt was ich von ihr halte und das ich es erbärmlich finde, wenn man so über andere Leute redet.

„Brillenschlange!“

Niemand hat das Recht andere Leute und ihren Lebensstil zu verurteilen. Wir sind alle Anders und Individuell!

Teilweise sollten die Menschen selbst vor ihrer Tür kehren oder Zuhause in den Spiegel schauen bevor sie jemanden verurteilen, weil er vielleicht etwas anders aussieht oder sich nicht nach der „gewöhnlichen“ Norm verhält oder liebt. Ist es wirklich ein Grund jemanden zu mobben, weil er Leggings trägt oder blaue Haare hat? Sollte man nicht hinter die Kleidung schauen und sich mit der Person und dem Charakter auseinandersetzen? Wie ich oben bereits geschrieben habe ist das Aussehen die erste Möglichkeit jemanden zu verurteilen bzw. beurteilen. Lieber habe ich einen verrückten Rathi, als einen hinterfotzigen und faulen Anzugträger in meiner Firma. Die Kunden hatten nie ein Problem mit meinem Aussehen, allerdings mein Personalchef…. „Sie müssen sich verändern!“ – NEIN! NEIN, dass muss ich nicht und werde ich auch nicht! Was ist passiert? Ich wurde gekündigt bzw. mein Vertrag nicht verlängert….Armes Deutschland, Armer Kaufhof…

Wir reden Tag ein und aus, dass alle so tolerant sind und jeder willkommen ist. Wir sind längst nicht tolerant genug in Bezug auf unsere Mitmenschen… Jeder soll das tragen was er möchte und jeder soll das Geschlecht lieben was er möchte. Es gibt keinen perfekten Menschen und meiner Meinung nach auch keine perfekte Gesinnung. Wir nehmen tausende Flüchtlinge auf, allerdings bekommen wir es selbst nicht hin die eigenen Mitbürger mit selben Rechten und selbem Respekt zu behandeln. Traurige Realität.

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Manchmal denke ich, dass mein Aussehen ein Schutzschild für mich selbst ist. Für den Ratho, der unter dem Panzer ein Herz hat wie jeder andere. Der Ratho, der auch oft nach Hause kommt und einfach weint, weil er in der Arbeit als „ES“ beschimpft worden ist. Ein Ratho der am Bahnhof von ausländischen Mitbürgern als „TOP“ beschimpft wird und bespuckt. (TOP – schwul, Schwuchtel…)Das finde ich sowieso das krasseste, sie kommen aus fremden Ländern, bekommen hier unser Geld und bespucken mich, weil ich mein Leben so lebe wie ich es will?! Sorry – NO GO! Sich von anderen Menschen demütigen zu lassen und nicht zurück zu schlagen zeigt von einer gewissen Größe. Ich würde gerne und oft einfach zurückschlagen oder genauso zurück spucken, allerdings weiß ich das ich dann nicht besser wäre wie die primitiven anderen….

Die Primitiven mobben,demütigen und lachen andere Menschen aus um sich selbst besser zu fühlen. Ich habe bereits zweimal keine Vertragsverlängerung bekommen wegen meinem Aussehen. „Das ist unvorstellbar!“…Leider ist es die Realität. Man könnte es ein wenig mit Rassismus vergleichen, allerdings nur wenn man es hart ausdrücken will. Es gibt eben die Norm und ein paar anders farbige Punkte , die nach und nach aussortiert werden. Die ganzen Jahre wurde ich zu dem Ratho über den hier lesen könnt. Es war wirklich keine einfache Reise und ich habe viele Tränen verloren und mich oft gefragt ob es nicht einfacher wäre „normal“ zu sein. Ich habe es verflucht schwul zu sein und habe mein Aussehen gehasst. Mein Aussehen, das ist mittlerweile sehr praktisch und öffnet mir ein paar Türen in der Welt der Kreativität. Unisex. Unisex im Gesicht zu sein ist bei Fotografen gefragt und es macht Spaß an manchen Tagen besser geschminkt zu sein, als die Nachbarin von nebenan.

In meinem neuen Job ist es auch nicht einfach, allerdings dachte ich auch das ich stärker wäre. An gewissen Stationen in seinem Leben will die Psyche mehr, als der Körper noch ertragen kann. Früher habe ich viel Frust-fressen gemacht und mich versucht dadurch selbst zu „fühlen“…Heute höre ich viel Musik und schreibe meinen Blog, teile meine Ängste und Gedanken mit euch. In letzter Zeit bin ich immer öfter krank und es kommt von zuviel Stress, dass meint mein Arzt. Stresse ich mich wirklich? Sagen wir es so, ich dachte ich kenne schon Mobbing am Arbeitsplatz aber es gibt doch immer wieder etwas neues.

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Ich bin `ungewollt‘ eingestellt worden und habe zudem meine Prüfung mit Bravour gemeistert. Meine Kollegen mögen mich auch alle ganz gern und man kennt mich schon seitdem ich ein kleiner Ratho bin. Ich habe nie gedacht, dass ich mal bei diesem Unternehmen arbeiten werde.  Das ganze passt einem gewissen Herren überhaupt nicht und somit setzt er alles in Bewegung um mich rauszuekeln. Ratho schreibt eine E-Mail bekommt keine Antwort – Kollege schreibt die selbe Mail und bekommt eine Antwort. Ratho hat seine Ä-Schichten besetzt andere Kollegen haben sie immer frei. Es ist wie in einer zwei Klassengesellschaft. Ich kann hier gar nicht alle Beispiele sonst würden mein Eintrag noch länger werden.

Ich bin ein Kämpfer, allerdings will und kann man irgendwann auch nicht mehr kämpfen. Jeder kennt doch solche Situationen….Es geht nicht nur um Mobbing, allgemein. In unserem Leben muss man mittlerweile um jedes Stück Anerkennung betteln oder kämpfen. Niemand schenkt dem anderen mehr etwas ohne etwas zurück zu erwarten. Wir Menschen arbeiten uns selbst auf, wir versuchen uns besser zu fühlen indem wir andere Mitbürger verurteilen oder uns erfreuen, wenn sie sichtlich verletzt sind.

Wo fängt Mobbing an?
Mobbing fängt bereits in der Schule an und verfolgt uns ein Leben lang….Es gibt zwei Seiten der Medaille, die einen die stark sind und Mobben und die „Schwachen“, die sich mobben lassen. Ich sehe das etwas anders…. Die schwachen sind die, die mobben. Die sich nur in einer Gruppe „stark“ fühlen und sich daran ergötzen, wenn es anderen Menschen schlecht geht. Die „Opfer“ sind keine Opfer sondern die Starken, die Kämpfer…Die Kämpfer, die auch mal weinen und nicht mehr weiter wissen. Die manchmal auch leider keinen anderen Ausweg mehr sehen und sich vom Leben trennen. Sie nehmen sich das Leben, weil andere Lebewesen ihnen unendlichen Schmerz zugefügt haben durch einfach Worte und Taten. Es sind nicht immer Verletzungen die man sieht, die schmerzhaft sind. Die inneren, seelischen Wunden sind viel tiefer und schwerer zu heilen. Jeder sollte nach Hause kommen und dort sein tägliches Schutzschild ablegen und sich geliebt fühlen…egal von wem!

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Ich möchte mich auch hier nochmal bei meinen Freunden bedanken, die immer hinter mir gestanden sind und stehen. Ihr seid mein Zuhaus und bei euch bin ich Ratho und nicht irgendwer der komisch aussieht und eine schrille Lache hat….=) Danke für alles! Ihr müsst ja auch oft meine Laune ertragen, wenn ich genervt bin oder „ausflippe“ wenn jmd heimlich Bilder macht….=) Ohne euch würde es kein WIR geben, ohne euch würde ich mein Zuhaus nicht spüren und nur wir sind zusammen Zuhaus.

Wie immer würde ich mich über ein LIKE BEI FACEBOOK FREUEN – EINFACH HIER KLICKEN!!!!

Euer Ratho oder auch Rathi ❤

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Löwen und Lämmer.

Hallo ihr da draußen,

ich hoffe ihr habt die letzten Wochen alle gut überstanden und seit nicht krank geworden.
Rathi hat es mal wieder erwischt, allerdings ist das ja nichts neues.
Ahh und ich möchte auch einmal ein „Hello“ nach Amerika schicken!!

Unsere Zeit ist so schnelliebig und auch oft belanglos geworden.
Ich bin kein typischer Blogger der über jede Kleinigkeit schreibt.
Vielleicht bin auch kein Blogger sondern nur ein Mensch der sein Leben mit euch teilen möchte….
Was bringt es uns, wenn ich hier schreibe das ich gestern gekocht habe oder ich ausgerutscht und hingefallen bin? Nichts!
Ich schreibe viel lieber über Dinge die mich bewegen und auch andere Menschen nachvollziehen können. Gefühle…

Gestern noch ein tragisches Unglück und heute sind sie alle zum Alltag zurück gekehrt und sie beschweren sich über 5 Minuten Verspätung…
Kinder haben ihre Eltern verloren und Mütter ihre Männer.
Die Menschen nehmen ihre Umwelt gar nicht mehr richtig wahr.
Egomanen überall auf der Welt. Ich verzeihe, natürlich fühlen Sie auch mit.
Sie stellen sich in den nassen Nieselregen unter Menschen, die wirklich trauern, um dabei gewesen zu sein. Egozentrische Mitläufer die ihre Sensationslust stillen um danach sagen zu können :“ Ich bin dabei gewesen…es ist so schrecklich!“.

Man kann von solchen Menschen halten was man möchte, allerdings steht meine Meinung eindeutig fest: Abfall!
Wie kann man sich zwischen leidenden Menschen profitieren und sich seine Bühne zur Selbstdarstellung suchen?!
Wie auch immer, dieser Blogeintrag hat mich einige Überwindung gekostet und ist womöglich einer meiner persönlichsten, verletzlichsten und auch sentimentalsten Einträge die ich hier schreiben werde.
Man kann ein Opfer in vieler Hinsicht sein, allerdings kann jedes Opfer sein weiteres Leben selbst in die Hand nehmen.
Es werden Hände entgegen gestreckt die man Anfangs ablehnt, obwohl sie dir am Ende doch das Leben retten! Du hast das Gefühl alleine zu sein, unverstanden, du bist wütend, du bist beschämt….

Man hat das Gefühl, als würde der Boden unter den Füßen weggerissen werden und man hält sich an einem Stück des „alten – glücklichen“ Lebens fest.
Kurz bevor man in die tiefe fällt, packt einen diese rettende Hand und man wird aufgerüttelt.
Will man sein Leben wirklich einfach so beenden, weil jemand anderes es zerstört hat?
Wie soll man es machen ohne das es weh tut!? Einfach gegen einen Baum fahren und hoffen das man nie mehr die Augen aufmacht?
Wie ist es wohl alles von oben zu sehen? Nah zu sein und doch ganz weit weg?!
Gibt es Engel?

Ich bin in ein tiefes schwarzes Loch gefallen…
Damals bin ich noch zur Schule gegangen und habe nebenbei bei einem großen Unternehmen gearbeitet.
Tanzen war meine große Leidenschaft und ich wurde entdeckt und gefördert. Danke! Danke für die unzähligen Stunden und die Geduld an alle die mir geholfen haben!
Meine Eltern wissen bis heute nicht, dass ich das alles durchgezogen habe und Verträge abgeschlossen habe. Die kleinen Jugendsünden eben…
Kleine Sünden die sofort bestraft werden…bei mir wurden sie erst ein paar Jahre später bestraft.

In der Schule wurde ich oft gemobbt, weil ich eben anders war als die anderen Kinder. Ich war ein Stadtkind. In München bin ich aufgewachsen und auf dem Land habe ich mich bis heute nie gesehen. Anders zu sein, sich selbst zu finden unter den ganzen Stimmen, die dir sagen was richtig und falsch ist. Nein, es war nicht einfach!
Im Tanzen und im „Showbusiness“ habe ich mich willkommen gefühlt und umarmt.
Nach der Schule musste ich trainieren, vor der Schule Termine koordinieren und schlafen sollte ich eigentlich in der Nacht auch.

Ich hatte ein wunderbares Team um mich herum, die sich gesorgt haben und mir fast jeden Wunsch erfüllt haben.
Einer Freundin konnte ich durch ein einzigstes Telefonat einen Traum erfüllen.
Sie hat es mir erst wieder vor kurzem erzählt! Bibi, du bist einfach süß!
So glücklich ich nach außen schien so unsicher war ich innerlich!
Habe ich wirklich das richtige gemacht?
„Mein Name soll nirgends auftauchen!“ – das war meine Bedingung!
Je weniger Angriffsfläche es gibt, desto besser!
Ich habe alles alleine entschieden, hatte niemanden von meinen Eltern an der Seite!
Meinen ersten Freund, einen Background-Tänzer, habe ich ebenfalls kennengelernt und habe mich „unsterblich“ in ihn verliebt.

Ich wollte mein Leben nicht mehr.
Es war nichts wert. Ich war nichts wert.
Wertlos ging ich auf die Straße und verlor mich selbst.

Schritt für Schritt wuchs ich in die viel zu großen Schuhe hinein.
Step by Step habe ich jedes Ziel erreicht und wuchs über mich hinaus.
Der Preis war meine Gesundheit an machen Tagen und der Spott der Mitschüler…
Doch wem sollte ich meine Probleme sagen? In Süßigkeiten und meiner Stylistin fand ich Freunde. Meine Klassenkameradinnen wussten mittlerweile auch bescheid und ich bekam Rückendeckung. Danke an euch! (Martl, Natascha, Yvonne, Nora, Ivi, Manu)

Der Druck wurde immer größer…
Mein erster Freund betrog mich immer und immer wieder, allerdings habe ich ihn nie verlassen. Ich war der Meinung, dass ich so jemanden nie mehr abbekommen würde!
Haha, Ratho du warst sooo dumm!
Ich hätte mir gewünscht, dass jemand mir die Augen geöffnet hätte.
Ein Spiegel, ein leerer Tanzsaal und Ich.
Der Saal war leer! Ich war leer, kaputt und traurig.
„Wo ist dein Lachen hin?“ ich wusste es zu diesem Zeitpunkt nicht.
Mein Team bemühte sich um mich und ich fand langsam aber sicher einen Weg aus der dunklen Leere, die mich umgeben hatte. Bevor ich noch tiefer in diese leere stürzen sollte.

Meine Eltern wussten die ganze Zeit gar nichts von meinen „Aktivitäten“.
Sie wissen es bis heute noch nicht einmal.
Ein Scheidungskind! Meine Mathelehrerin stellte mich vor der Klasse bloß: „Nur weil du Probleme Zuhause hast…ist es keine Entschuldigung deine Sachen nicht dabei zu haben! Jeder hat Probleme!“
Sie hat Recht, allerdings sah ich das damals ganz anders und fühlte mich plötzlich so nackt und verloren. Ich stürmte aus der Tür und brach in Tränen aus!
Ich musste aufhören ständig zu arbeiten, ständig mein Herz zerbrechen zu lassen und auf Abstand zu allem gehen.
Ich trennte mich von einem Freund.

Meine Verträge sind zu diesem Zeitpunkt erst um zwei Jahre verlängert worden und es gab auch noch Tourvorbereitungen und es machte den Anschein, als würde ich endlich in`s Rampenlicht treten. Das hässliche Entlein wird doch noch zum Schwan…!Das war mein Wunsch, der nicht in Erfüllung ging! Ich wollte es den ganzen „coolen“ Schülern zeigen, die mich immer als fette Schwuchtel beschimpften

Es war ein schwüler Tag und ich war so müde, dass ich im Bus schon eingeschlafen bin. „Wir sind da, Ratho!“. Wo wir waren?
Bayrischer Hof. Fitting. Mein Team war heute nicht vollständig.
Meine Stylistin und mein „zweiter Chef“ waren dabei. Ein Fehler…
Die Klamotten waren wunderschön und ich fühlte mich wohl, weil ich mit diesen Menschen quasi aufgewachsen bin.
Eine Kollegin wurde zu einer meiner besten Freundinnen! Es war sowieso immer ein eher familiäres Umfeld, als ein hartes Regime.
Wir lachten. Wir machten Spaß.
Ein Outfit nach dem nächsten…und meine Laune sank mit jeder Stunde. Es war einfach zu warm…

„Ich gehe kurz telefonieren!“, dass war der letzte Satz und die Tür ging zu.
Ich setzte mich zu meinem „Onkel“, so nannte ich meine zweiten Chef, aufs Bett.
Was dann passierte möchte ich um ehrlich zu sein nicht genau schildern.
Es fühlte sich falsch an.
Bis heute verstehe ich nicht wieso er das getan hat.
Jeder einzelne Atemzug streift bis heute meinen Hals…
Jedes Wort hallt in meinem Körper, als würde er neben mir stehen.
Jeder verfluchte Traum, jede Nacht hat es mich verfolgt und es verfolgt mich immer noch.
Ich spüre seine Haut auf meiner und am liebsten würde ich sie wegschneiden, weil es mich so anekelt.

Er ist ein Familienvater gewesen. Verheiratet.
Jeden Tag schießen mir Bilder in den Kopf. Egal wo und egal wann!
Sie kommen einfach und schreien mich in meinem Kopf an und lachen mich aus.
Man möchte schreien und man kann nicht…es ist enttäuschend!
Man gibt sich selbst die Schuld und sucht die Gründe. Warum? Warum Ich?
Ich bin selbst schuld, hätte ich nicht so getanzt oder hätte ich ihn nicht umarmt.
Man verliert jeglichen Respekt vor sich selbst und schämt sich.

Ich bin aus dem Zimmer gelaufen, weinend und zerstört.
Wieso war ich plötzlich so schwach und stumm?
Mein Traum war zerstört, mein Leben war zusammen gefallen wie ein Kartenhaus.
Da stand ich nun vor dem Kaufhaus in dem meine Oma mit mir immer einkaufen gegangen ist. Meine Wimperntusche verschmiert, meine Augen rot, weinend…
Jeder Blick, jede Person wusste was passiert ist. Sie Urteilten über mich. Ich bin eine Schlampe. Ich bin Schuld.
Das waren die Gedanken die mir in den Kopf schossen. Die Schmerzen bemerkte ich erstmal gar nicht.
Meine Freundin, die Stylisitin, die mich allein gelassen hat, wollte mich in den Arm nehmen.
In diesem Moment konnte ich keine Nähe ertragen.
Ich kratzte vor Ekel meinen Arm blutig. Ich wollte nur heim und alleine sein.

„Was ist passiert?“ ich höre diese Frage, als wäre es gestern gewesen.
„RATHO REDE MIT MIR!“… was soll ich sagen?
Ich hatte keine Gedanken, ich habe nur ein Gefühl von Ekel und Schuld in mir.
Vielleicht hätte ich sofort zur Polizei gehen sollen, allerdings wollte ich das selbst regeln.
Das Leben musste weiter gehen…
Wie soll mein Leben weitergehen?
Ich wusste es nicht!
Nach ca einer Woche hatte ich mich doch entschlossen eine Anzeige aufzugeben.
In dieser Zeit habe ich völlig den Bezug zur Realität verloren, ich hatte kein Zeitgefühl und konnte nicht mehr entscheiden was gut und was schlecht ist.
Für mich war alles schwarz und schlecht.
An allem war ich schuld!

Ich hatte Verträge zu erfüllen und meine mittlere Reife zu schreiben!
In der Schule war ich abwesend und brach in Tränen aus. Tanzen konnte ich nicht mehr, weil ich mich geschämt habe.
Tanzen hat mich immer glücklich gemacht…sogar das hatte ich verloren.
Die Blicke klebten an mir, es fühlte sich so an, als wäre die ganze Welt gegen mich und wüsste was passiert ist.
Den „Onkel“ sah ich bei unserem Meeting wieder und ich war stark.
Ich habe durchgehalten und bin erst in den Armen meiner Freundin in unserer Garderobe schreiend und weinend zusammengebrochen.

Seine Anwesenheit machte mir Angst!
Seine Blicke waren anmaßend und ekelhaft.
Er war mir so nah, obwohl er nicht bei mir war.
Jede Nacht durchlebte ich jede einzelne Sekunde wieder und wieder.
Meine Tage waren wie Spießrutenläufe.
Meine Angst brachte mich um den Verstand. Die Wut auf mich selbst machte mich verrückt und die Scham verletzte mich.
Ich wollte alleine sein. Für immer.
Die Briefe, die ich schrieb zu meinem Abschied habe ich bis heute noch in meiner Kiste.
Die Polizei, der Richter und mein EX sagten ich wäre selbst Schuld. Ok. Sie haben es nicht wortwörtlich so gesagt, allerdings war es am Ende nicht „Onkels“ Schuld.
„Du bist eine Schlampe“, sagte der Background-Tänzer zu mir.
Ich wusste nicht ob er recht hatte.

Soll das alles gewesen sein?
Ein Mensch hat mir mein Leben genommen, ich wollte es nicht so!
Ich wurde immer zynischer und mein Verhalten wurde unausstehlich.
Diese scheiß Verträge, diese scheiß 2 Jahre, dieser Scheißkerl.
Jeder Versuch aus meinen Verträgen zu kommen scheiterte an kleinen Klauseln.
Anfangs arbeitete ich noch und versuchte stärke zu zeigen.
Niemand sollte merken wie es mir wirklich geht. Das Getuschel umging ich. Die Spekulationen interessierten mich nicht.
Seine unaufhörlichen Anspielungen und Andeutungen ließen mich in der Arbeit kalt.

Zuhause angekommen.
Musste ich sofort duschen, stundenlang.
Die selben Fragen stellte ich mir ununterbrochen.
Meine Augen waren geschwollen, ich konnte nicht mehr weinen.
Ich war einsam. Ich sah einfach keinen Sinn mehr!
Was soll mein Leben für einen Sinn haben, wenn die eine fremde Person einfach deinen Körper nimmt.
Die Entscheidung über das erste mal einfach ein anderer trifft.
Was denkt wohl seine Frau und seine Kinder!? Wissen sie, wie widerlich und ekelhaft ihr Mann ist? Lachen sie über mich?

Ich wollte mein Leben nicht mehr.
Es war nichts wert. Ich war nichts wert.
Wertlos ging ich auf die Straße und verlor mich selbst.
Ich habe mich durch München „oral-verkehrt“!
War doch alles egal, jeder dachte ich bin eine Schlampe.
Ich wurde extrem. Ich probierte alles aus…
Ich versuchte etwas zu fühlen. Mich zu fühlen. Die leere zu füllen.
Meine Selbstachtung war am Boden und ich versuchte mir irgendetwas zu beweisen.
Meine Stylistin fühlte sich schuldig, weil sie mich alleine gelassen hat.
Bis heute beschäftigt sie das ganze…manchmal sogar mehr als mich!

Ich brach die Verträge ab und bekam Strafen.
Das Geld, das ich bezahlen musste hat mir meine Freundin und mein EX gegeben.
Es war nur ein Anteil an dem Berg von Schulden.

Die Stärke wurde immer mehr zur Schwäche.

Ich war nicht mehr ich selbst.
Ich war gefangen in meiner Traurigkeit, in meiner Wut, in meiner Verzweiflung und in meiner eigenen Scham.
Das Gefühl kann man nicht beschreiben. Ich habe mich selbst gehasst.
Ich habe mir die Schuld gegeben.
Eigentlich war ich das Opfer. Ich bin das Opfer!
Opfer! Es ist ein hartes Wort, das oft falsch verwendet und verstanden wird.

„Opfer sind meistens schwach und allein.“
Ich war nie alleine und ich im nachhinein war ich auch nicht schwach.
Meine Eltern in das ganze nicht einzuweihen ist und war die beste Entscheidung.
Es reicht schon, dass ich mir Sorgen gemacht habe.
Schwach ist nur die Person, die eine andere zum Opfer macht!
Er war schwach, weil er mich einfach benutzt hat um seine Lust auszuleben.
Er hatte nie an die Konsequenzen für mich gedacht…
“ Dir gefällt es doch auch!“, meine Tränen müssten ihm gezeigt haben, dass es mir nicht gefallen hat.
Ich habe die Schuld immer an mir gesucht und ich suche sie heute auch manchmal noch an mir.
Es ist ein langer Weg und ein verdammt schwerer Weg.

„Ich liebe dich, ich kann ohne dich nicht leben!“
„Du hast mein Leben zerstört! Du kannst von mir aus verrecken!“
Das waren die letzten Worte.
Die letzten Worte und das letzte mal das ich ihn gesehen habe.
Sein Herz hörte danach auf zu schlagen.
Ich habe unseren Kampf gewonnen und er wurde innerlich aufgefressen von seinem schlechten Gewissen.
Ich war die letzte Person die er gesehen hat. Ich war die Person, die ihn zu Fall gebracht hat. Er war die Person, die ich mein Leben lang nie vergessen werde. Er war der Mann, der mich zum Opfer gemacht hat. Er hat mein Leben zerstört und Ich habe es wieder aufgebaut, allerdings fehlen bis heute ein paar Teile um das Bild perfekt zu machen.

Ich schäme mich an manchen Tagen und fühle mich unwohl.
Selbstzweifel überkommen mich…
Weine und Träume von dieser Zeit, von diesen Minuten, von seiner Stimme, von dem Gefühl seiner Haut.Ich sehe seine Augen vor mir und höre sein atem. Ich schrecke nachts auf und bin froh das es vorbei ist.
„Hast du kein schlechtes Gewissen, du hast meine Vater auf dem Gewissen!“…

Nein! Er hat diesen Fehler gemacht und es war seine Entscheidung den einfachen Weg zu gehen. Manchmal zweifel ich daran, denke das ich vielleicht doch schuld habe. Am Ende des Tages bin ich es aber nicht!
Ich wollte vor ihm gehen, allerdings hat mich eine starke Hand gerettet.
Eine andere starke Hand hat mich auch ermutigt diesen Schritt zu gehen.
Mein Traummann und EX-Freund (nein, nicht der Tänzer!), wir hatten viele Badewannen-Gespräche und ich lag oft in seinen Armen und fühlte mich endlich zuhause und sicher.
Viele können nicht nachvollziehen, wieso es mir so schwer fällt zu vertrauen.
Mich komplett dem anderen hinzugeben. Die Kontrolle aus der Hand zu geben.
Sobald ich die Kontrolle verliere, ziehe ich mich zurück und bekomme Angst.
Die Bilder kommen schlagartig zurück und ich flüchte.

Wieso schreibe ich darüber?
Ich hatte ein Date und ich habe die Kontrolle verloren und ich bin geflüchtet.
Er wurde grob und hat mein „NEIN“ nicht akzeptiert.
„Stell dich doch nicht so an!“…
In diesem Moment kam alles zurück.
Die Angst, die Scham, die Wut, der Hass, die Einsamkeit und die ewige Schuldfrage.
Das Opfer, das ich nie sein will kam aus mir heraus.
Ich musste an meinen EX-Freund denken und wie sehr ich ihn geliebt habe und wie sehr er mir gezeigt hat….was es heißt Respekt und Liebe zu erfahren.
Ich habe neu gelernt zu lieben und zu vertrauen….

Ich weiß, dass ist kein lustiger oder üblicher Blogeintrag und viele Menschen wollen über so ein Thema nicht reden, allerdings finde ich es wichtig.
Es gibt viele Menschen, die das selbe durchlebt haben. Die niemanden hatten und allein gewesen sind.
Man darf sich nicht hinter dem Wort „Opfer“ verstecken und vergessen wie schön das Leben sein kann.
Ich hatte es vergessen und wollte mein Leben nicht mehr leben.
Diese eine Hand hat mich aus dem Loch gezogen und mir gezeigt, dass es nach der Traurigkeit und Verlorenheit doch noch bunte, blumige Wiesen gibt.
Selbst wenn manche Kapitel der Vergangenheit schwarz sind, haben diese auch etwas gutes an sich.
Jede Medaille hat zwei Seiten. Opfer und Täter.

Danke Daniel. Danke für alles, für deine Freundschaft, Liebe und deine Hand die mich immer hält.

Danke Mutti S, du bist eine tolle Frau! Wir sind eine Faust! Love you.=)

Ich liebe Dich! – M
Du hast mir gezeigt, dass ich lieben kann und vertrauen. Du hast gekämpft und mich fallen lassen. Ich werde dir immer dankbar sein dafür.

Sodala das wars dann mal….
Ratho

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