Tagebuch.

Hey meine Lieben,

ich wünsche euch ein wunderschönes Osterfest! Ich hoffe ihr habt gutes Wetter und euer Osterhase war fleißig….! Ich denke bei mir wird er sich nicht blicken lassen….=(

Ich weiß nicht genau wie ich diesen Eintrag nennen soll und über welche Topic ich schreiben will. Mein Blog ist wie ein Tagebuch und ich denke heute wird einfach ein typischer Eintrag kommen über alles was mich beschäftigt. Nein, kein Coachella…! Das Festival der „The Germans“ und ihren Sponsoren. Jeder Möchtegern-Blogger, Model, Schauspieler und Sänger reißt nach L.A um seine Profile aufzuhübschen und die perfekten Körper im Sonnenlicht ablichten zu lassen. Cheers Bitches! „Du bist ja nur neidisch!“ – Nein, bin ich nicht….! Es wäre mir viel zu heiß und ich reise doch nicht in ein anderes Land um dann dort auch noch von Deutschen umgeben zu sein.

Lena (Ja genau, die Lena-Meyer-Landrut) hat am Freitag einen neuen Song veröffentlicht mit dem Titel „Lost in you“…..dieser Song trifft es einfach im Moment wirklich auf den Punkt. Jeder frägt mich nach meiner Meinung bittet mich um Rat anstatt einfach mal zu fragen wie es mir geht. Ich brauche vielleicht auch einen Rat oder eine Meinung. Eine ehrliche Meinung und nicht eine Floskel-Meinung. Ich hab mich in einer Person verloren….in Momenten. Die letzten paar Monate waren wunderschön und zugleich auch wirklich schmerzhaft und anstrengend. Zuerst verliere ich meinen Job und finde es bis heute nicht gerecht und dann kommt eine Person in mein Leben und bringt mir die schönsten Farben zurück.

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So schnell und schön die Farben auch sind so komisch werden die Gefühle…. Ich habe ihn gemocht, als Freund. Er war und ist wie ein Bruder für mich, allerdings ist er einfach verdammt anziehend und heiß. Wir haben über unsere Anziehung geredet, weil wir es genossen haben wenn wir uns berührt haben oder im Arm des anderen zu sein…. Doch jetzt möchte er davon nichts mehr wissen! „Ich habe das nicht gesagt!“ – „Bist du sicher, dass du es richtig verstanden hast!?“. Er stellt mich als den Dummen-Part in unserer Diskussion hin. Bin ich wirklich dumm, weil ich gedacht habe ich könnte mir mehr mit ihm vorstellen oder ich brauche seine Nähe um glücklich zu sein? Ich habe schon so oft geschrieben, dass man sich nie von einer anderen Person abhängig machen soll und jetzt habe ich es anscheinend wieder getan.

Ich bin schwach und fühl mich oft allein, wenn ich abends in meinem Bett liege und einfach philosophiere. Ja, ich denke viel und oft nach. Wir haben uns jeden Tag gesehen und er ist mir sofort an mein Herz gewachsen. Ich würde alles für ihn tun und habe schon soviel für ihn getan, dass es mich selbst erschreckt. Gestern Nacht habe ich mir folgende Frage gestellt: „Wer bist du und wieso tust du sowas?“

Wer bin ich? Ich bin Ratho. Ich bin 25 und stehe auf Männer. Ich halte nicht viel von mir und bin schüchtern. Ich gebe mehr, als ich zurück bekomme und möchte mein Umfeld glücklich sehen. Ich stelle mich gern an die letzte Stelle und bin loyal. Ehrlichkeit, Sturheit und Zickigkeit gehören wohl auch zu meinen Eigenschaften. Ich liebe zu 1000% und gebe mich immer für das ganze auf. Ich fühle mich oft allein, obwohl ich unter Menschen bin. Manchmal habe ich das Gefühl keiner versteht mich und ich ziehe immer Menschen an, die nicht wissen wohin sie wollen. Ich bin ein Glücksbringer für andere und stelle mir selbst oft ein Bein.

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Ich weiß bis jetzt noch nicht so genau wer ich bin und welche Gründe das hat. In den letzten drei fast vier Monaten habe ich einem Menschen mein komplettes Gefühlsleben auf ein silbernes Tablett gepackt und gesagt das er jetzt an der Reihe ist. Er soll etwas daraus machen…. Wir sind jeden Tag miteinander aufgestanden und ins Bett gegangen und haben Tage miteinander verbracht. Wir haben gelacht, geweint, diskutiert und einfach die Nähe des anderen angenommen. Jeder Tag war eine neue Reise und wenn sein Name auf meinem Bildschirm erschienen ist zauberte es mir ein riesiges Lächeln ins Gesicht. Wir haben gemeinsam Probleme besprochen und nach Lösungen gesucht. Lösungen gesucht und gefunden. Ich sagte vorhin schon ich bin wie ein Glücksbringer.

Irgendwann braucht man aber diesen „Glücksbringer“ nicht mehr, weil man soweit alles hat was man wollte und braucht. Es wird komplizierter und man entfernt sich. Es kommen plötzlich keine Antworten mehr oder kein Smiley um „Hallo“ zu sagen….Man wird traurig, sauer und ist verletzt. Ungeduldig schaut man auf sein Handy und sieht das er in Facebook online ist….Er schreibt trotzdem nicht. Ich habe ihm mehr Komplimente gemacht und mehr Liebe gegeben, als seine Freundinnen zusammen…und was kam zurück? Hmm, Unsicherheit und man hat plötzlich das Thema gewechselt. Ich wäre etwas besonderes und er möchte mich nicht mehr verlieren, allerdings macht es gerade den Anschein als würden wir es tun. Das besondere ist das schwere.

Menschen um uns herum sehen in den Blicken und unserer Aura mehr. Fremde Menschen, Menschen die wir kennen und Personen die nur ich kenne…sehen in uns mehr. Seine Blicke und das ständige Interesse mit wem ich schreibe und wieso ich den bestimmten Fußballer so gut finde sind irgendwie Anzeichen. Er hat es auch gar nicht gemocht, wenn ich über eine ganz gewisse Person geschwärmt habe. Anzeichen für mehr Gefühle oder ist Eifersucht einfach immer dabei, wenn man nur eine Freundschaft hat? Ich hab keine Ahnung…Ich denke er hat auch keine Ahnung und kann damit nicht umgehen. Es sei gerade alles viel zu viel für ihn. Ich bin zu viel, die Situation ist zu viel….sein Leben ist zu viel. Ich bin ein sehr loyaler und ehrlicher Mensch und erwarte das auch von meinem Gegenüber! Ich hasse es angelogen zu werden und wenn ich es herausfinde ziehe ich mich schlagartig zurück und werde kalt.

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Ich war kalt zu ihm für ein paar Tage und er konnte damit nicht umgehen und es ist ihm schwer gefallen kein Körperkontakt zu haben und keine Komplimente zu bekommen. Meine Antworten werden kurz und knapp und man braucht mich nicht anfassen…. Ich weiß, dass es ihm schwer gefallen ist, weil ich ihn darauf angesprochen habe. Ich weiß nicht ob es für ihn oder für mich schrecklich war. Ich will ihn berühren mit ihm reden und zusammen sein. Traurigkeit bringt bei mir immer einen Schub an Kreativität genauso wie Wut und Glück. In den letzten Wochen sind so viele Texte und Gedichte auf Papier gebracht worden wie schon lange nicht mehr. Heute sitze ich hier und schreibe alle meine Gedanken in diesem Blog nieder und hoffe ihr könnt es verstehen. Sie sind wirr und zerrissen . Es ist so, als wäre ich auf der Suche nach meinem Herzen.

Habe ich ihm es wirklich geschenkt oder war es einfach nur diese Zuneigung und Körperlichkeit? Ich hatte das erste mal nach meiner großen Liebe ein Gefühl von „Liebe“. Keine Schmetterlinge aber ein unendliches Glücksgefühl, wenn ich sein Gesicht gesehen habe. Seine Stimme und seine Augen geben mir Sicherheit und ich fühle mich geborgen. Manchmal schweigen wir einfach und fahren durch die Nacht und es fühlt sich gut an. Wir verstehen uns von ganz allein. Er hat gestern gesagt es ist nichts zwischen uns und selbst wenn, hätte er schon etwas gesagt. Ich frage mich ob er wirklich was sagen muss oder ob nicht die ganzen kleinen Details im ganzen eine Antwort geben. Ich habe ihm die Aufgabe gegeben sich zu melden.

Ich ziehe mich zurück und warte jetzt was er mit dem Tablett voller Gefühle, Ehrlichkeiten und Zuneigung macht. Er wird es sehr wahrscheinlich in den Müll werfen, weil er nicht damit umgehen kann. Er wird sich eine Freundin suchen und auch eine finden, weil ich immer noch sein Glücksbringer bin. Ich werde ihn glücklich sehen und es wird mir weh tun und trotzdem werde ich an seiner Seite stehen, wenn er das will. Er wird damit nicht umgehen können und wir werden uns distanzieren. Ich will das er mir sagt, wenn er mit einer Frau geschlafen hat. Ich bin ein Masochist. Ok, nicht immer aber in diesem Punkt schon. Ich will verletzt werden um irgendwie abschließen zu können. Ich will ihn vergessen und trotzdem in meinem Herzen haben. Eine Freundschaft haben, weil er mir so unendlich viel bedeutet. Klappt das? Müssen wir uns erst entfernen um uns wieder näher kommen zu können?

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LIAR – A

Es sind diese ganzen Fragen die ich mir seit gestern stelle…und das unglaubliche verlangen ihm zu schreiben. Ich vermisse ihn. Er mich nicht sonst hätte er geschrieben. Wieso verliebt man sich immer in solche Männer? Es ist egal ob man hetero oder homosexuell ist – Männer bleiben Männer. Am Ende des Tages denken sie mit ihren großen Gliedern und sehen gar nicht zu wie gut man ist. Ich bin zu gut zu ihm gewesen und er wird es merken, wenn ich nicht mehr bei ihm bin ( Das sagt zu mindestens eine Freundin – Who Knows?). Bin ich verliebt oder ist es einfach die Suche nach jemanden, die mich auf ihn gebracht hat? Sollte ich ihm nur helfen und mehr nicht? Sollte ich ihn in die richtige Spur schubsen und dann wieder verschwinden? Wieso meint er, er würde nie mit mir eine Beziehung haben wollen….weil er Angst hat mich zu verlieren? Wir haben darüber nie gesprochen! Haben wir vielleicht schon eine ohne Sex und ohne es zu merken…? Wir legen voreinander Rechenschaft ab, obwohl wir das gar nicht müssten.

Am Ende des Tages wollen wir doch alle nur geliebt werden, oder? Wir suchen nach Menschen, die uns Nähe schenken und Geborgenheit. Ich habe und werde ihm wohl immer alles von mir geben. Ich weiß es ist nicht gut….vielleicht ziehe ich mich auch einfach komplett zurück und beobachte das Spektakel um mich selbst zu verletzen. Egal was ich ansehe ich sehe immer Ihn. Die Erinnerungen an unser lachen oder unsere Gespräche…Er hat mich neue Dinge entdecken lassen und mir auch die Augen geöffnet. Ich habe mich verloren – im lost in you. Was ist dieses Gefühl? Leute es sind Fragen über Fragen und irgendwie stehe ich wieder an so einer Lebenskreuzung. An einer Kreuzung wo ich nicht genau weiß wohin ich soll….wohin ich will und was ich als nächstes mache.

PS: „Kann ich wenigstens 20,00 Euro haben?“ – Sorry ich hab nur noch 50 ,00Euro! „Gehst du feiern am Samstag?“ – Hmm, hab nicht wirklich lust und Geld hab ich eigentlich auch keins!
Ich hoffe du hattest viel Spaß…und vielen Dank das du nicht einmal fähig bist mir das zu geben…nachdem ich dir schon mehr als genug gegeben habe. Was lernen wir daraus? Ratho, du bist zu gutmütig und dumm. #markenbutterbuttertbesser

Frohe Ostern ihr Hasen!
Euer Ratho.

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ANLAUF NEHMEN

Hallo meine Lieben,

ich möchte mich von ganzem Herzen bei EUCH bedanken, weil ihr mir so persönliche Erfahrungen anvertraut und ihr euch in meinen Einträgen findet. Ich bin keine einfache Person und sicherlich auch kein typischer Blogger….aber ihr seid immer auf meiner Seite und kommt mit auf meine Reisen. DANKE DIR!

Heute möchte ich nochmal ein Thema ansprechen, dass viele Menschen beschäftigt und ich viel darüber gefragt worden bin und immer wieder werde. Ich nenne meinen Eintrag „Anlauf nehmen“ , weil wir das jeden Tag tun müssen um uns zu befreien. Befreien von all dem Dreck, dem dunklen und den negativen Einflüssen in unserem Leben. Wir müssen laufen um den richtigen Weg zu finden. Wir fallen und es fühlt sich unerträglich schwer an. Weinend liegt man dann im Bett und die Sonne scheint in die Augen und berührt die Haut. Das war früher ein tolles Gefühl….wieso jetzt nicht mehr?

Ich habe einige Zeit genauso gedacht…Wieso finde ich mich selbst nicht mehr? Wieso bin ich nicht mehr ICH? Wieso bin ich nicht mehr glücklich? Plötzlich hatte ich das Gefühl mich nicht mehr zu fühlen, als würde ich mich betrachten.

 

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Einige Zeit bin ich mit dem Gedanken durch die Welt gegangen, dass ich eine Last für andere Menschen bin. Das ich falsch bin – das ich ein „Fehler“ bin. Diskriminierung und Ausgrenzung aufgrund unserer Sexualität oder unserem Aussehen ist keine Seltenheit und macht viele Menschen kaputt. Kleine Probleme werden plötzlich zu riesigen und man findet scheinbar keinen Ausweg. Wir lassen uns von anderen Menschen verurteilen und nehmen es uns zu Herzen. Ich bin ein Mensch der alles „zerdenkt“ und dadurch vieles Schöne zu etwas hässlichem mache. Ich genieße nicht die Momente sondern denke darüber nach wie sich wohl der andere fühlt und was in seinem Kopf vorgeht.

Plötzlich fühlt man sich hässlich und ungeliebt, unerwünscht und man denkt man wäre an einem anderen Ort besser aufgehoben. Man verliert sein Selbstwertgefühl und versinkt in Zweifeln und Selbsthass. Ich habe geschlafen. Zwei, Drei Tage einfach nur geschlafen ohne großartig aufzustehen. Ich wollte nichts essen, weil ich sowieso so dick bin. Man verliert den Blick für die Kleinigkeiten, die das Leben so besonders machen. Ein Regentropfen war für mich schon Grund auszuflippen. Regentropfen sind überhaupt kein Grund….Sie glitzern und schenken Leben. Das Leben – was ist es Wert?

Lange Zeit wusste ich nicht was mit mir los ist. Ich habe dann entschieden mir professionelle Hilfe zu suchen. Mir wurde erklärt was ich genau habe und wie man mir zu helfen versucht. Ich sollte Tabletten nehmen um wieder etwas zu spüren. Ja, es hat tatsächlich funktioniert! Ich habe wieder etwas gespürt und habe plötzlich realisiert das ich mich trennen muss. Ich muss aufräumen! Musst Du vielleicht auch aufräumen? Nein, nicht das Zimmer oder die Wohnung sondern dein Leben. Ich habe alte Freunde besucht, habe alte Wunden versucht aufzureißen und zu kitten. Im Unterbewusstsein hat man immer Steine, die eine riesige Last auf den Schultern sind. Es sind oft Sachen mit den man angeblich abgeschlossen hat und die nie abgeschlossen waren.

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Diese ganzen Sachen haben mir meine Energie geraubt. Wie ihr wisst wurde ich zu dieser Zeit auch extrem in meiner Arbeit gedemütigt, gemobbt und diskriminiert. Die stärkste Mauer kann auch fallen und das ist bei mir der Fall gewesen. Ich kann leider niemandem sagen wie ich aus dem schwarzen Loch gekommen bin. Es ist wirklich eine Reise, die man mit sich selbst machen muss. Man muss sein Leben bereinigen und sich Fragen stellen. Was will ich? Wohin will ich? Was hat mir weh getan? Wieso weine ich? Der Anfang ist wirklich sehr schwer…. Du weißt nicht wohin mit dir selbst und bist irgendwie kein Mensch. Man ist eine Hülle aber ohne Inhalt. Das schlimmste war bei mir mein Umfeld. „Was ist los?“ – „Das wird schon alles…!“- „Ist doch gar nicht so schlimm!“ ….

Die Menschen meinen es nur gut mit einem, allerdings fühlt man sich sofort eingeengt und missverstanden. Man flüchtet und verletzt diese Menschen damit noch mehr. Du kannst dir nur alleine helfen….und dir jemanden suchen der sich damit auskennt. Jemanden, der dir eine Hand reicht um Stufe für Stufe wieder das Leben zu genießen. Man muss wirklich jeden Tag Anlauf nehmen und sich sagen „Das Leben ist schön! Ich schaffe das!“…. In den letzten Tagen habe ich immer wieder einen Kommentar in meinem Kopf, als mir jemand geschrieben hat es würde nichts Lebenswertes mehr geben und alles erscheint nur noch in schwarz. Ich hoffe du liest meinen Blog und ich kann dich hier nochmal erreichen.

Du bist nie allein – egal wie dunkel es dir scheint. Ich habe es geschafft und vielleicht bin ich deine Hand die dir helfen kann. Es ist ein langer Weg und er ist nicht einfach, allerdings kann man ihn schaffen. Man verliert während der Zeit oft seinen Partner, seine Liebe und Freunde, weil sie nicht wissen wie sie mit einem umgehen sollen. Man distanziert sich selbst von Menschen die einem gut tun. Du bist eine tolle Person, dass weißt du auch ganz tief in dir drin. Du bist schön und stark sonst hättest du dich nicht getraut darüber zu sprechen. Wenn es mir richtig schlecht geht oder gegangen ist habe ich angefangen zu schreiben. Ich habe versucht alles schlechte raus zuschreiben und hab Musik gehört. Man kann sich selbst noch mehr runterziehen und sich vergraben. Will man das wirklich? Willst du das wirklich?

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Ich denke du weißt wohin du gehen musst und das es noch ein paar Steine gibt, die du aus dem Weg räumen musst. Ich habe mich seit 7 Jahren wieder mit meiner Mutter getroffen und es hat mir nochmal Last von den Schultern genommen. Es fehlt an richtiger Kommunikation und Liebe. In solchen Momenten kann man nicht mal liebe annehmen, allerdings habe ich gemerkt wie wichtig doch so eine kleine Geste oder Umarmung sein kann. Es fühlt sich eng an und nicht gut….aber es löst etwas aus. Man bekommt wieder ein Gefühl von geliebt werden. Wir wollen alle geliebt werden. Alt, Dick, Dünn, Schwarz und weiß alle…. Ich habe in den letzten drei Monaten gelernt zu lieben. Ich liebe wieder, weil ich nach meinem EX-Freund den Glauben daran verloren hatte.

Ich liebe unsterblich. Ich gebe mich auf und muss aufpassen das ich nicht wieder in ein Loch falle. Man baut sein Leben, seine Träume und Wünsche auf einem anderen Menschen auf. Einen Menschen, den ich noch nicht einmal lange kenne. Es ist eigentlich sinnlos, weil nie etwas daraus werden wird. Trotzdem will mein Herz in der Nähe sein und mein Körper ist wie ein Magnet…. Manchmal trifft man Menschen und plötzlich macht alles einen Sinn und du entdeckst neue Dinge wovor du die Augen verschlossen hast. Der Weg aus einer Depression ist oft einsam und man fühlt sich unverstanden. Man weint, weil man nicht anders kann. Man ist nicht wirklich traurig und es gibt kein Grund wütend zu sein…aber man ist es trotzdem. Ich hatte und habe unendlich Angst jemanden zu verlieren und diese Ängste sind wie ein Panzer. Sie haben mich eingeengt und machen es heute auch noch. (Besonders nachdem ich diese eine Person kennen lernen durfte…)

dich zu lieben ist ein kampf,
zwischen gut und böse,
der weg scheint schwarz,
die zukunft nur ein wort,
sind auf unterschiedlichen ebenen,
doch du bist alles für mich,
ich aber nichts für dich,
lässt mich zweifeln,
meine tränen fließen,
dich zu lieben ist ein kampf,
zwischen zwei welten,
wir werden sehen wer gewinnt,
am ende liegen wir in unseren armen,
den du und ich sind WIR…..

r.lang 2017

Egal wie schwer der Weg scheint….man kann ihn gehen. Ein Stück zusammen und ein großes für sich ganz allein. Ich kann euch nur meine Erfahrungen mitteilen und hoffe sie helfen euch ein wenig. Meine Tränen, meine Wut und meine Einsamkeit haben mich wieder zu mir finden lassen. Ich habe mich mit mir selbst beschäftigt und habe viel geschrieben. Die Freiheit und das allein sein waren die beste Medizin. Ich bin durch die Nacht mit meinem Auto gefahren und hab laut Musik gehört. Es gab Momente an den ich am liebsten das Lenkrad zur Seite gerissen hätte, allerdings würde das nichts ändern sondern nur noch mehr Schmerz verursachen. In solchen Momenten mit diesen Gedanken habe ich jemanden angerufen und einfach geredet. Kein tiefes, sinnvolles Zeug sondern Small-Talk. Ich habe geschlafen und gegessen….wohl eher mehr gegessen und mich gehen lassen. Jeden Zwang abgelegt und mich ungeschminkt im Spiegel angeschaut. Fragen gestellt und Antworten gesucht. Freunde aussortiert und neue Menschen ins Leben gelassen.

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Für Personen die euch lieben ist es auch nicht einfach und genauso schwer wie für uns selbst. Sie wollen uns helfen wissen aber nicht wie und drängen uns oft in eine Ecke. Vorwürfe werden kommen und sie werden weh tun. Am Ende der Reise wird man aber merken wie sehr es sich lohnt an solchen Menschen festzuhalten, weil sie durch eine der schwersten und hässlichsten Zeiten gegangen sind. Sie können nicht fühlen und verstehen was Du in diesen Momenten fühlst, dass kann niemand. Das kann nur jemand, der das auch erlebt hat…. Deshalb bist du nicht Allein – es gibt immer jemand anderen in der Welt! Nicht aufgeben sondern Anlauf nehmen!

Hier sind noch zwei Lieder, die mich in der heutigen Zeit und damals begleitet haben.

Hier ist mein letzter Eintrag nochmal für euch: Umwege gehen

Euer Ratho….folgt mir gerne bei FACEBOOK – einfach KLICKEN! DANKE =)

Umwege gehen

Hallo meine Lieben,
um ehrlich zu sein weiß ich nicht wie ich diesen Blog beginnen soll….

Ich hoffe ihr seid gut durch eure Wochen gekommen und ihr habt die ersten Sonnenstrahlen genießen können. Wie ihr sicherlich gemerkt habt, habe ich mich wieder ein wenig rar gemacht auf meinem Blog und nur ab und an etwas gepostet. Es gibt immer Gründe wieso ich mich nicht melde oder mich etwas zurückziehe….Es tut mir wirklich leid! Ich bin eben kein Hipster-Blogger der alles teilt und postet.

Manchmal habe ich das Gefühl meine Welt zerfällt in tausend einzelne Kriege und mein Herz steht in der ersten Reihe und führt die Armee an.

Ich habe über die Wochen immer mal wieder Gedichte gepostet und euch teilhaben lassen an meinem tiefsten Inneren. Dieser Blog soll sich nicht darum drehen, allerdings wird er sich um ein paar dunklere Stunden in meinem Leben drehen und auch um den Menschen, der mir seine Hand gereicht hat und mir geholfen hat. Geholfen auf seine ganze eigene Art und Weise…..Ok, vielleicht hat er auch manche Kriege in mir ausgelöst…..=)

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Man sagt, wenn Frauen sich die Haare schneiden haben sie eine Trennung hinter sich – Ich hab keine Trennung hinter mir und bin manchmal weiblicher, als jede Frau! Meine Haare mussten ab damit ich wieder ein Stück zu mir finde. Ich habe gemerkt wie ich mich von mir entfernt habe und auch heute noch meinen Weg suche auf dieser Welt. Ich habe meinen Job verloren, weil ich einen Fehler gemacht habe und aus einer Emotion heraus meinen Blog geschrieben habe. Der Auslöser, das Mobbing und die Diskriminierung, ist wie immer nicht wichtig und wird herunter gespielt. Ich habe oft meine Gefühle geschluckt und versuche heute noch viel mit mir allein auszumachen.

Irgendwann kannst du aber nicht mehr mit der Last umgehen. Die Last, die Du dir selbst auferlegt hast. Man hat Freunde, Familie und tolle Kollegen und trotzdem sieht man alles nur noch schwarz. Bei mir wurde vor ca 8 Monaten eine Depression festgestellt und behandelt, allerdings kämpft man jeden Tag aufs neue damit. Ich falle oft und muss wieder aufstehen. Du blickst in den Spiegel und siehst nichts schönes in dem Spiegelbild, dass dich anschaut. Die andauernde Müdigkeit führt zu einer ständigen Angespanntheit. Ich bin gereizt und lasse es an allen anderen aus. Man steht in einem Labyrinth aus tausend Gängen und man weiß nicht wohin man gehen soll, weil man keine Kraft hat den Ausgang zu suchen.

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Ich habe mich oft leer gefühlt. Leer? Hmm, emotionslos. Ich habe geweint und war verzweifelt, wütend und habe gelacht. Das Verständnis für andere Menschen hatte ich plötzlich abgelegt und ich wurde ungeduldiger den je. Ihr müsst wissen manchmal bin ich wirklich ungeduldig, vor allem wenn es um CD’s oder Online-Shopping geht. HELLO HERMES ! -.-

Mir geht es mittlerweile wieder richtig gut und das liegt auch an einer Begegnung, die mich verzaubert hat. Du lernst manchmal Menschen kennen und es ist alles unerwartet und fühlt sich in diesem Moment richtig an. Ich habe vor 8. Monaten noch gedacht, dass alles kein Sinn mehr hat. Jeden Tag habe ich daran gedacht wie ich es einfach beenden kann ohne an die Folgen zu denken. Das war die schwerste Zeit in meinem Leben und ich habe darüber noch nie wirklich gesprochen oder geschrieben. Ich dachte immer ich wäre eine starke Persönlichkeit und dann fühlt man sich auf einen Moment so klein, schwach und zerbrechlich….

Ich bin eine starke Persönlichkeit! Ich wollte mein Leben beenden – einfach gegen einen Baum fahren oder springen. Jetzt kann ich darüber reden und meine Geschichte teilen, weil ich weiß das ich den Kampf gewonnen habe. Man muss manchmal schmerzhafte Umwege gehen um den richtigen Weg zu finden. Man ist nie alleine auch wenn es einem so vorkommt. Das schlimme an der Situation ist eigentlich, dass ein anderer Mensch es soweit gebracht hat um den eigenen Lebensmut über Bord zu werfen. Ich muss mich mein ganzes Leben behaupten und rechtfertigen – Wieso und Warum?! Man nimmt eine Person nicht über die Leistung wahr sondern über ihre Sexualität oder Aussehen. Es gibt unendlich viele junge Menschen, die deshalb keinen Ausweg mehr sehen und ihr Leben beenden.

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Sie beenden ihr Leben, weil sie nicht stark genug sind dem Druck der Gesellschaft stand zuhalten oder den Mobbing-Attacken in der Schule und der Arbeitswelt. Was machen wir dagegen? Nichts! Die Vorgesetzten bleiben in ihren Positionen, die Lehrer sehen meistens zu und Du? Was machst Du? Was soll Ich machen? Ich habe oft die Antwort gehört „Ist doch alles nicht so schlimm!“ oder „Lass es nicht an dich ran, dass ist nur die Arbeit!“…. Es ist leichter gesagt, als getan! Du gehst mit einer Angst ins Bett und stehst auch mit dieser auf. Du bist in einem Gefängnis und niemand versteht dich. „Wohin soll ich?“…

Wohin hätte ich gehen sollen? Ich habe mir Hilfe gesucht und es ist am Ende immer noch nichts passiert. Die schlechten Menschen kommen in ihrem Leben weiter und winken dir auf der Überholspur zu. Ich werde es nie verstehen können und stelle mir doch jeden Tag die Frage nach dem Warum! Wieso war ich plötzlich so schwach, als hätte man mir alles genommen, obwohl ich doch alles hatte. Ein kleines Problem wurde zu einer Lebensaufgabe. Niemand kann es nachvollziehen wie man sich fühlt. Man sieht keinen Ausweg und hat auch keine Kreuzung. Es gibt nur ein Weg – es ist ein Tunnel. Man will Anlauf nehmen und fliehen doch man kommt immer an den selben Punkt zurück. Die Gedanken drehen sich Tag und Nacht nur darum….

Du denkst nicht an deine Familie oder die Menschen, die dir wichtig sind. Du bist allein. Du fühlst dich allein und niemand kann dich herausholen. Du fühlst dich von jedem unverstanden und willst deinen Weg alleine zu Ende gehen. Auf halber Strecke habe ich noch umgedreht und habe die Hand genommen, die mir gereicht worden ist. In den „schwachen“ Momenten konnte mich keiner verstehen und niemand erreichen. Man könnte es mit einer Mailbox vergleichen….Du drückst immer auf ablehnen und jeder spricht dir Nachricht darauf und du hörst sie nie ab. Der einzigste Ausweg ist für immer zu verschwinden. Man ist nur noch eine Hülle ohne Inhalt. Jedes Problem kann man zusammen schaffen, allerdings denkst du daran nicht mehr. Dein Herz ist voll mit Schmerz und dein Kopf rebelliert und lässt dich keinen klaren Gedanken fassen.

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Ich habe mich aus diesem Labyrinth und Tunnel befreit und habe wieder Licht gesehen. Ich habe wieder gelernt zu lachen und meinen Weg zu gehen. Es ist schwer und sicherlich nicht einfach, allerdings werde ich mich nicht von einer anderen Person abhängig machen. Mein Lebensmut, mein Glück und mein Leben abhängig machen. Eine Depression kommt in vielen Farben und Formen. Meine war eine kurzzeitige schwarze Fratze die mir in mein Gesicht gelacht hat und mich immer aufs neue geschubst hat. An einem Tag habe ich zurück geschubst und habe Anlauf genommen und bin dem ganzen Schritt für Schritt entflohen.

Alleine habe ich das nicht geschafft. Daniel, du hast mir geholfen. Deine Familie hat mir geholfen und gibt mir immer ein Zuhaus. Es ist schwer sich vor „fremden“ Menschen zu öffnen, selbst wenn man diese schon seit 7 Jahren kennt. Ich habe noch nie über dieses Thema mit jemanden geredet, außer einer Person. Die Person, die mir ihre Hand gereicht hat und mich wieder etwas fühlen hat lassen. Ich weiß du wirst diesen Blog nie lesen, allerdings wollte ich dir hier auch nochmal sagen wie viel du mir bedeutest. Du bist eine besondere Person in meinem Leben und jedes lächeln von dir macht mich glücklich. Deine Art Dinge zu sehen und sich dafür begeistern zu können ist unbeschreiblich. Du gibst mir Sicherheit, Geborgenheit und du verletzt mich auch mit deiner Unbeholfenheit.

Ich kann euch sagen, man ist nie alleine auf dieser Welt auch wenn es sich so anfühlt. In den traurigsten Momenten kommt immer ein Sonnenschein in euer Leben und wird euch ein Stück begleiten. Wir fallen alle und das ist auch gut so, weil wir sonst nicht wachsen würden. Die ganzen Umwege die wir gehen bringen uns früher oder später an unser Ziel. Ich sitze hier an meinem Laptop und mir kamen die Tränen, als ich geschrieben habe. Ich hätte mein Leben beenden wollen, weil ich keinen Ausweg mehr gesehen habe und hätte ein paar Menschen zurückgelassen. Sie wären allein gewesen! Sprecht mit euren Freunden über eure Ängst und versucht euch zu öffnen. Es bringt nichts in einen dunklen Tunnel zu laufen und sich zu verabschieden.

du musst umwege gehen,
um das licht wieder zu sehen,
dein lebensmut zu finden,
du hast dich aufgegeben,
siehst alles schwarz ohne weiß,
vergiss nie es gibt menschen,
menschen die dich lieben,
du tötest alle schmetterlinge,
um endlich fliegen zu lernen,
du stehst allein in der wüste,
ein wüste aus hass, unverständnis und angst,
am ende der nacht,
reicht dir jemand die hand,
du findest den weg zurück in dein leben,
denn du bist nicht allein,
auch wenn es manchmal so scheint,
du gehst einen umweg,
um dich selbst zu finden,
um den richtigen weg zu finden,
vergiss nicht,
du bist nie allein.

Euer Ratho.

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Seelenleben – Poetry

zusammen sind wir eine Faust,
ohne dich falle ich ständig über mich,
lieben wir uns heimlich oder ist es nur ein Gefühl von Geborgenheit,
steig mit mir ins Boot auf dem Weg zum Morgenrot,
du bist mein Meer in dem ich treibe,
der Song den ich jeden Abend zum einschlafen höre,
wir sind ein Team so stark wie Diamanten,
bis ans Ende der Welt durch meine Seele und Herz,
jeder Herzschlag mit dir ist ein Geschenk,
wir träumen zusammen unter tausenden von leuchtenden Sternen,
mit dir kann ich den Himmel berühren,
wir sind nie mehr allein,
wir sind des anderen Blut,
zusammen eine Faust,
alleine zerbrechlich wie ein Kartenhaus,
haben große Erwartungen,
vermissen es zu lieben ohne Regeln,
sind früher gerannt wie Forrest Gump,
du machst Fehler und nimmst mir die Sicht,
Hand in Hand in den Sonnenuntergang,
deine Berührung lässt mein Herz wieder schlagen,
leben wir zusammen oder lebe ich allein,
ich fühle mich so oft einsam,
eine Oase in der Wüste aus ungeweinten Tränen,
du bist so nah und plötzlich kalt wie Asphalt,
blickst in meine Seele,
doch es gibt kein Happy End am Morgen,
ich öffne meine Augen,
du bist nicht mehr neben mir,
haben wir nur gemeinsam geträumt,
oder warst du mir doch nie so nah,
hast mich betrogen und belogen,
mir die Sonne weggenommen,
mein Leben plötzlich so dunkel,
war blind vor Liebe,
dachte du wärst mein Zuhaus,
so stark verbunden wie Diamanten,
mein Hafen an dem ich ankomme nach langer Reise,
mein Herz schlägt langsam und leis,
ist es Liebe oder ist das Wort zu safe,
sind wir Tropfen,
die ein Meer aus Sehnsucht bilden,
male dir ein Bild von unserem Leben,
es war ein buntes Kartenhaus und eine Faust,
doch dann kam die Eifersucht,
aus Geborgenheit wurde Hass,
ich liege hier und blicke in die Sterne,
sie bilden dein Gesicht,
wünsche mir…wir wären wieder eine Faust,
du mein Zuhaus,
ein letzter Kuss,
bevor wir auf unserer Liebe zum Ende des Horizontes segeln…
immer auf der Suche nach der großen Liebe,
wollen niemals alleine sterben…

ratho lang jr. 2016

Mobbing…

Hallo meine Lieben,

ich hoffe euch geht es gut und ihr seid gut durch die Woche gekommen.
In manchen Teilen Bayerns und Deutschlands wurde uns einmal mehr gezeigt, dass die Natur sich alles zurückholt was ihr einmal gehört hat. Durch die vielen Wassermassen haben unzählige Mitbürger ihr Zuhause verloren und auch ihre Lieben. Ich wünsche von ganzem Herzen weiter viel Kraft und helfende Hände!

Kraft, die braucht man auch wenn man in seinem Alltag von anderen Menschen runtergemacht oder gemobbt wird. Ich möchte heute das Thema aufgreifen, weil es mich selbst betroffen hat und heutzutage immer noch betrifft.

Wo fängt Mobbing eigentlich an?

Hmm, diese Frage kann mir keiner beantworten und ich werde auch nicht nach einer Antwort suchen. Jeder Mensch entscheidet/empfindet die „Attacken“ anderer Menschen unterschiedlich. Lästern, auslachen und Sachen verstecken oder Flugblätter ausdrucken und in der Schule verteilen – Ich würde sagen das grenzt an Mobbing. Von dem letzteren bin ich verschont geblieben, allerdings habe ich auch einiges erleben dürfen.

Es ist wie ein Spiel, das nicht von einem selbst gesteuert oder gewonnen werden kann. Ein Teufelskreis, der beginnt mit einer Kleinigkeit und endet mit täglicher Hetze. Meine Schulzeit war wirklich nicht die einfachste, allerdings hat mich das auch zu dem gemacht was bzw. wer ich heute bin. Ich kam aus München nach Bad Tölz und hatte natürlich schon einen Style, der damals auf dem Land noch nicht angekommen war.
„Hey, der is doch schwul!“ oder „Fetti“ das waren noch die netteren Lästereien und Schimpfwörter die mir jede Pause an den Kopf geschmissen wurden, wenn ich mit meinen Freunden die Treppe zur Aula herunter gelaufen bin. Meine „Gang“ bestand ausnahmslos aus Mädchen (die hübschesten der Schule natürlich…) und ich denke, es gab den einen oder anderen Kerl, der auch ein wenig eifersüchtig auf mich war. Ich durfte und darf bis heute sämtliche Mädls ohne BH bewundern und mit ihnen in einem Bett schlafen.

Tja, Bitches be like…GAY!

Nicht nur Wörter kamen geflogen, nein es kamen auch manchmal benutze Pausen-tüten oder leere Flaschen geflogen. Akrobatisch wie ich damals nicht war, prallten diese Dinge an meiner breiten Masse ab. Sie prallten äußerlich ab – hinterließen in mir aber Spuren. Den Tag in der Schule überstanden kam der nächste Albtraum. Der Schulbus! Alle stürmten in den Bus hinein und waren froh einen Sitzplatz zu ergattern. Ich bin noch nie der Drängler gewesen und auch nie jemand, der sich ganz vorne in eine Menschenmasse stellen muss. Ich stieg in der Mitte ein und versuchte einen Platz zu finden. Natürlich war das aussichtslos und ich musste mich hinstellen.

„Guck mal was die Schwuchtel an hat!“ (schönere Sachen als du…)

Gefundenes Fressen für die Menschen, die sich nur in einer Gruppe stark fühlen. Mit meinen 110 Kg und meinen knallroten Backen, die ich vor Angst immer bekommen habe war ich natürlich nicht zu übersehen. Es gab Sprechchöre, es kamen Süßigkeitenverpackungen geflogen, sie haben sich vor mich gestellt und mich in die Seiten gepiekst…. Ich kam mir im wahrsten Sinne des Wortes vor wie ein Schlachtschwein. Gehetzt und getrieben bis Sachsenkam, dort wurde der Bus zum Glück leer und ich konnte mich hinsetzten und verstecken. In meiner Schulzeit kam ich nur mit den Lehrern gut klar, allerdings gab es dort auch einen Sportlehrer, der mich nicht gern gemocht hat. Er war ein riesen Arschloch. Ich habe angefangen keinen Sport mehr zu machen und mich von Woche zu Woche entschuldigen lassen.

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Ich hatte Angst was er wohl sagen würde….Mein Name war bei ihm „Rathi“, mittlerweile benutze ich ihn selbst – früher war das ein No-Go. „Heute wieder krank oder nur zu faul?“ oder „Willst du in die Frauen-Umkleide?“ das sind nur zwei Sätze was er gerne verwendet hat um mich zu „ärgern“. Ärgern? Haha, Witz des Jahrhunderts. Er sagte solche Sachen und die Mitschüler zogen mit anderen Sachen nach. In der Umkleide durfte ich natürlich nirgends stehen, weil ich könnte jemanden anmachen. Sicherlich! Ich mache jeden heterosexuellen Jungen an den ich sehe. Diese verbreite Wahnvorstellung von Männern, die nicht am anderen Ufer fischen finde ich wirklich lächerlich. Ihr seid wirklich nicht alle so toll, dass man euch zwingend anmachen müsste! Wir haben auch einen gewissen Standard und Anspruch….

Der Lehrer war ein arrogantes Arschloch und wir beide wussten das wir keine Freunde mehr werden würden….Ich habe mir ein Attest beim Psychologen geben lassen um schon einmal dieser ganzen Sport-Situation aus dem Weg zu gehen. Ich verbrachte nun meine Sportstunden im Sekretariat und hatte die beste Zeit mit Lehrern, Kaffee oder Kaba und einem Computer. Ich war froh, als ich mein Abschlusszeugnis in der Hand hielt und endlich der ganzen „jugendlichen“ – Hirnlosigkeit den Rücken kehren konnte. Meine Freunde waren in der Schulzeit der wichtigste Anker für mich und auch meine Entwicklung. „Bleib so wie du bist, Ratho!“ und ich bin bis heute so geblieben….DANKE AN EUCH ❤

Du denkst: ENDLICH HABE ICH ES GESCHAFFT!!!

Ich muss mir den ganzen Scheiß nicht mehr geben, weil ich nun in der Welt der Erwachsenen spiele. Meine Ausbildung war ein neues Level in Sachen Mobbing und Hinterfotzigkeit, die mich wirklich erschreckt hat und meinen Panzer noch dicker werden hat lassen. Nein, ich meine mit Panzer nicht meinen Bauch….=)
Erwachsene Menschen können wirklich noch schlimmer sein als Jugendliche. Wir waren zwei Azubis und ich war von Anfang an der „Außenseiter“ – „der Andere“, weil ich eben nicht in eine Schublade gesteckt werden kann und das auch nicht will. Mein Aussehen ist die größte Angriffsmöglichkeit und natürlich auch die erste, die andere Personen haben. „Ist das ein fetter Junge oder ein fettes Mädchen?“ , „Das ES sitzt bei uns am Tisch“, „Vorsicht, nicht das er dir zu nahe kommt!“…etc etc etc.

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Durch meine Arbeitsweise und meine ehrliche Art und Weise habe ich mich durchgeboxt und plötzlich war ich nicht mehr der Außenseiter in meiner Ausbildung. Ich wurde immer selbstbewusster und hatte ein sicheres Auftreten. Manchmal versucht man sich das auch alles nur einzureden um dem innerlichen Kampf zu gewinnen. Ich schaffe das schon alles, dass war und ist mein Mantra. „Das ES sitzt bei uns am Tisch“ – dieser Satz hat mich in meiner Azubi-Zeit am meisten verletzt. Die Frau, die das gesagt hat ist in meinen Augen eine billige Kopie von einer Prostituierten auf der Landsberger Straße, allerdings haben diese Frauen meinen vollsten Respekt. Ich habe viel geschluckt und habe mir meine Wut nicht anmerken lassen, allerdings ist mir irgendwann der Kragen geplatzt und ich habe ihr gesagt was ich von ihr halte und das ich es erbärmlich finde, wenn man so über andere Leute redet.

„Brillenschlange!“

Niemand hat das Recht andere Leute und ihren Lebensstil zu verurteilen. Wir sind alle Anders und Individuell!

Teilweise sollten die Menschen selbst vor ihrer Tür kehren oder Zuhause in den Spiegel schauen bevor sie jemanden verurteilen, weil er vielleicht etwas anders aussieht oder sich nicht nach der „gewöhnlichen“ Norm verhält oder liebt. Ist es wirklich ein Grund jemanden zu mobben, weil er Leggings trägt oder blaue Haare hat? Sollte man nicht hinter die Kleidung schauen und sich mit der Person und dem Charakter auseinandersetzen? Wie ich oben bereits geschrieben habe ist das Aussehen die erste Möglichkeit jemanden zu verurteilen bzw. beurteilen. Lieber habe ich einen verrückten Rathi, als einen hinterfotzigen und faulen Anzugträger in meiner Firma. Die Kunden hatten nie ein Problem mit meinem Aussehen, allerdings mein Personalchef…. „Sie müssen sich verändern!“ – NEIN! NEIN, dass muss ich nicht und werde ich auch nicht! Was ist passiert? Ich wurde gekündigt bzw. mein Vertrag nicht verlängert….Armes Deutschland, Armer Kaufhof…

Wir reden Tag ein und aus, dass alle so tolerant sind und jeder willkommen ist. Wir sind längst nicht tolerant genug in Bezug auf unsere Mitmenschen… Jeder soll das tragen was er möchte und jeder soll das Geschlecht lieben was er möchte. Es gibt keinen perfekten Menschen und meiner Meinung nach auch keine perfekte Gesinnung. Wir nehmen tausende Flüchtlinge auf, allerdings bekommen wir es selbst nicht hin die eigenen Mitbürger mit selben Rechten und selbem Respekt zu behandeln. Traurige Realität.

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Manchmal denke ich, dass mein Aussehen ein Schutzschild für mich selbst ist. Für den Ratho, der unter dem Panzer ein Herz hat wie jeder andere. Der Ratho, der auch oft nach Hause kommt und einfach weint, weil er in der Arbeit als „ES“ beschimpft worden ist. Ein Ratho der am Bahnhof von ausländischen Mitbürgern als „TOP“ beschimpft wird und bespuckt. (TOP – schwul, Schwuchtel…)Das finde ich sowieso das krasseste, sie kommen aus fremden Ländern, bekommen hier unser Geld und bespucken mich, weil ich mein Leben so lebe wie ich es will?! Sorry – NO GO! Sich von anderen Menschen demütigen zu lassen und nicht zurück zu schlagen zeigt von einer gewissen Größe. Ich würde gerne und oft einfach zurückschlagen oder genauso zurück spucken, allerdings weiß ich das ich dann nicht besser wäre wie die primitiven anderen….

Die Primitiven mobben,demütigen und lachen andere Menschen aus um sich selbst besser zu fühlen. Ich habe bereits zweimal keine Vertragsverlängerung bekommen wegen meinem Aussehen. „Das ist unvorstellbar!“…Leider ist es die Realität. Man könnte es ein wenig mit Rassismus vergleichen, allerdings nur wenn man es hart ausdrücken will. Es gibt eben die Norm und ein paar anders farbige Punkte , die nach und nach aussortiert werden. Die ganzen Jahre wurde ich zu dem Ratho über den hier lesen könnt. Es war wirklich keine einfache Reise und ich habe viele Tränen verloren und mich oft gefragt ob es nicht einfacher wäre „normal“ zu sein. Ich habe es verflucht schwul zu sein und habe mein Aussehen gehasst. Mein Aussehen, das ist mittlerweile sehr praktisch und öffnet mir ein paar Türen in der Welt der Kreativität. Unisex. Unisex im Gesicht zu sein ist bei Fotografen gefragt und es macht Spaß an manchen Tagen besser geschminkt zu sein, als die Nachbarin von nebenan.

In meinem neuen Job ist es auch nicht einfach, allerdings dachte ich auch das ich stärker wäre. An gewissen Stationen in seinem Leben will die Psyche mehr, als der Körper noch ertragen kann. Früher habe ich viel Frust-fressen gemacht und mich versucht dadurch selbst zu „fühlen“…Heute höre ich viel Musik und schreibe meinen Blog, teile meine Ängste und Gedanken mit euch. In letzter Zeit bin ich immer öfter krank und es kommt von zuviel Stress, dass meint mein Arzt. Stresse ich mich wirklich? Sagen wir es so, ich dachte ich kenne schon Mobbing am Arbeitsplatz aber es gibt doch immer wieder etwas neues.

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Ich bin `ungewollt‘ eingestellt worden und habe zudem meine Prüfung mit Bravour gemeistert. Meine Kollegen mögen mich auch alle ganz gern und man kennt mich schon seitdem ich ein kleiner Ratho bin. Ich habe nie gedacht, dass ich mal bei diesem Unternehmen arbeiten werde.  Das ganze passt einem gewissen Herren überhaupt nicht und somit setzt er alles in Bewegung um mich rauszuekeln. Ratho schreibt eine E-Mail bekommt keine Antwort – Kollege schreibt die selbe Mail und bekommt eine Antwort. Ratho hat seine Ä-Schichten besetzt andere Kollegen haben sie immer frei. Es ist wie in einer zwei Klassengesellschaft. Ich kann hier gar nicht alle Beispiele sonst würden mein Eintrag noch länger werden.

Ich bin ein Kämpfer, allerdings will und kann man irgendwann auch nicht mehr kämpfen. Jeder kennt doch solche Situationen….Es geht nicht nur um Mobbing, allgemein. In unserem Leben muss man mittlerweile um jedes Stück Anerkennung betteln oder kämpfen. Niemand schenkt dem anderen mehr etwas ohne etwas zurück zu erwarten. Wir Menschen arbeiten uns selbst auf, wir versuchen uns besser zu fühlen indem wir andere Mitbürger verurteilen oder uns erfreuen, wenn sie sichtlich verletzt sind.

Wo fängt Mobbing an?
Mobbing fängt bereits in der Schule an und verfolgt uns ein Leben lang….Es gibt zwei Seiten der Medaille, die einen die stark sind und Mobben und die „Schwachen“, die sich mobben lassen. Ich sehe das etwas anders…. Die schwachen sind die, die mobben. Die sich nur in einer Gruppe „stark“ fühlen und sich daran ergötzen, wenn es anderen Menschen schlecht geht. Die „Opfer“ sind keine Opfer sondern die Starken, die Kämpfer…Die Kämpfer, die auch mal weinen und nicht mehr weiter wissen. Die manchmal auch leider keinen anderen Ausweg mehr sehen und sich vom Leben trennen. Sie nehmen sich das Leben, weil andere Lebewesen ihnen unendlichen Schmerz zugefügt haben durch einfach Worte und Taten. Es sind nicht immer Verletzungen die man sieht, die schmerzhaft sind. Die inneren, seelischen Wunden sind viel tiefer und schwerer zu heilen. Jeder sollte nach Hause kommen und dort sein tägliches Schutzschild ablegen und sich geliebt fühlen…egal von wem!

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Ich möchte mich auch hier nochmal bei meinen Freunden bedanken, die immer hinter mir gestanden sind und stehen. Ihr seid mein Zuhaus und bei euch bin ich Ratho und nicht irgendwer der komisch aussieht und eine schrille Lache hat….=) Danke für alles! Ihr müsst ja auch oft meine Laune ertragen, wenn ich genervt bin oder „ausflippe“ wenn jmd heimlich Bilder macht….=) Ohne euch würde es kein WIR geben, ohne euch würde ich mein Zuhaus nicht spüren und nur wir sind zusammen Zuhaus.

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Euer Ratho oder auch Rathi ❤

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kartoffel oder doch die tropische Frucht? Beziehungsfragen…

Hey meine Lieben,

ich wünsche euch erst einmal FROHE OSTERN und hoffe das ihr besuch vom „Osterhasen“ hattet oder sonst wo Eier gefunden habt. =)

Über was ich heute schreibe?
Hmm, über Entscheidungen die unser Herz trifft und über den Alltag in dem wir unsere Gefühle lieber wegsperren, weil wir Angst haben das „gewohnte“ zu verlieren.

Ich denke jeder kennt das Gefühl glücklich zu sein und trotzdem zur gleichen Zeit etwas traurig, unentschlossen und innerlich auf einer Reise. Diese Reise habe ich gestern nicht nur innerlich unternommen sondern auch mit meinem MINI. Ein paar Stunden später und völlig nass wurden mir ein paar Dinge klar. Der Abend mit diesem Typen war wunderschön und es war sofort eine Chemie zwischen uns, allerdings sollte es wie immer alles anders kommen.

Starbucks-Verkäufer: „Was bekommst du?“
Ratho starrt und sagt: „Eine Latte!“

Wir gingen im leuchten der Stadt spazieren und mit jedem Regentropfen rückten wir näher zusammen. Ich wollte noch etwas zu trinken kaufen und er hielt mir die Türen auf. Ein Gentleman. Ein bärtiger Gentleman, der sogar über meine „Latten“-Aktion lachen konnte. „Ich habe eine Freundin, die weiß das auch alles und ist grad in Wien!“…. Eine Kleinigkeit, Er ist Bi. Zum Glück hatte ich nichts zum trinken im Mund, denn sonst wäre es in einem Strahl rausgeschossen gekommen.“Ratho, lass die Finger davon!“! Ja, ich sollte wirklich aus meinen Fehlern gelernt haben! Ich möchte jedoch immer wissen ob es vielleicht doch noch gute Kandidaten gibt. Das hofft man ja auch jede Staffel beim Bachelor, oder?!

Er ist ein guter Kandidat, der ehrlich ist…dachte ich zu mindestens, der SEX gesucht hat und einen Spaziergang im Regen bekam. Wir gingen zusammen zur U-Bahn und ich wurde umarmt und verlor mich…

Alleine ging ich durch den Regen zurück und wusste nicht ob es Regentropfen waren oder meine Tränen, die mir über mein Gesicht liefen. Ich denke es war beides….! Schritt für Schritt habe ich angefangen abzuschließen. Mit IHM, meiner großen Liebe. Ein langer Weg und viele Schritte muss ich noch gehen, allerdings ist ein großer Teil schon einmal gemeistert, deshalb wohl auch meine Tränen.

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Tränen gab es nicht nur bei mir sondern auch in der Nacht zuvor.
Man hat einen Freund oder eine Freundin und liebt sie über alles, allerdings fehlt der Pfeffer, Salz und Chilli. Man wacht neben ihm auf und wäre auch froh wenn jemand anderes neben einem liegen würde. Partner-Selfies werden zur nervenaufreibenden Pflicht, weil man versucht ihn gut aussehen zu lassen. Telefonate würde man am liebsten gleicht mit dem roten Hörer abweisen und die aktuelle „American Horror Story“ Staffel ist wichtiger, als sein Depri-Tag.

Wie konnte ich mich in Ihn verlieben?
Was liebe ich an Ihm?
Wir sehen zusammen gar nicht gut aus…ER sieht nicht gut aus!

Du gehst feiern und lernst jemand anderen kennen und es ist frisch und aufregend. Der Partner ist die Kartoffel und der Neue eine tropische Frucht.
Du landest mit Ihm im Bett und es ist alles perfekt. Am nächsten morgen siehst du in ein fremdes Gesicht und fühlst dich geliebt. Dein Kopf will das du sofort gehst, allerdings will dein Herz mehr. Es will die tropische Frucht, die heiße und leidenschaftliche Nacht nochmal… Man verbringt den Tag zusammen und es beginnt immer mehr zu kribbeln. Das Handy, die Nachrichten werden ignoriert und man fühlt sich endlich frei und glücklich. Die Beziehung ein Käfig.

Zuhause angekommen beginnt man erst zu realisieren was passiert ist. Man antwortet dem Partner, allerdings genervt und ohne schlechtes Gewissen. Die Tage ziehen vorbei und die Gedanken drehen sich nicht um den „Schatz“ sondern um den neuen Kerl oder das Mädl. Ist es das „verbotene“ oder „geheimnisvolle“ was uns das ganze nicht vergessen lässt oder steckt doch eine neu entfachte Liebe dahinter?

Man blickt auf das Handy und wartet auf eine Antwort. „Zuletzt Online: XX:XX“…und er hat die Nachricht gelesen und es kommt kein Lebenszeichen. Man dreht durch, man möchte am liebsten hinfahren und ihn zur Rede stellen. Eigentlich will man nicht reden, man möchte die Lippen noch einmal berühren und sein Parfüm nochmal riechen… Das Telefon wird ins Eck geschmissen damit man es im selben Moment wieder holen muss, weil es vibriert hat. Fehlanzeige! Keine Nachricht von IHM sondern von deinem „Schatz“! „Zum Kotzen!“ Der Partner wird einem gleichgültig und jede Kleinigkeit bringt einen zum toben.

Bin ich wirklich glücklich?

Da sitzt jetzt meine Freundin im Club und weint…
Sie weint, weil sie nicht weiß was sie tun soll! Eine Beziehung ist wie ein bequemer Sneaker den man jahrelang hat. Die neu entfachte Flamme ist eher ein High-Heel oder Lederschuh, der noch eingetragen werden muss. Will man das?
Will ich wirklich die 3 letzten Jahre mit den schönen Momenten wegschmeißen?
Man fängt an sich zu distanzieren und der Partner versucht einen einzufangen und wird zum Klammeraffen. Er kennt die Gründe hinter der Distanz nicht und möchte einen nicht verlieren, allerdings macht das alles schlimmer. Die Lügen, die wir benutzen um dem ganzen Streit aus dem Weg zu gehen holen uns in den einsamen Momenten wieder ein und wir wissen, dass wir eine Entscheidung treffen müssen.

 

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Ich habe das auch schon alles durchlebt mit einem meiner EX-Freunde. Wir waren damals 17 Jahre alt. Mit dem zeitlichen Abstand kann ich sagen…ich habe das richtige getan. Ich habe mich getrennt von ihm, weil es einfach nicht mehr gepasst hat und auch nie passen hätte können. Ja, das weiß ich ohne es probiert zu haben! Liebe habe ich mir immer als großes Gefühl vorgestellt, ein Gefühl das ich nicht beschreiben kann…und so eins hatte ich bei ihm nicht. Ich konnte es beschreiben.

Meine Freunde befinden sich alle in solchen Situationen wie ich vor 8 Jahren…
Das alte hinter einem lassen und eine neue Reise beginnen und vielleicht bitter enttäuscht zu werden oder sich selbst in einer Beziehung zu verlieren.
Tränen können trocknen, allerdings müssen sie bei beiden trocknen dürfen!
In einer Beziehung sollte man treu sein und auch wissen wohin man gehört!
Fehler können gemacht werden und natürlich unter den Teppich gekehrt werden, allerdings sollte nicht das Herz im Spiel sein.

Wenn das Herz eine Rolle in dem Kampf um „Richtung und Falsch“ einnimmt muss einer von beiden verlieren.
Am Abend blickt man in den Spiegel und muss glücklich sein…
Wenn es eben die tropische Frucht ist, die dich glücklich macht musst du sie voll auskosten.
Du bist mit deinem Herzen sowieso bei Ihm/Ihr…
Du willst bei ihm aufwachen, duschen und Musik hören. DVD`s schauen und in den Armen des anderen einschlafen…und richtig guten SEX haben!

Ich kenne das Gefühl sich am falschen Ort zu befinden, weil man eigentlich schon abgeschlossen hat.
„Ach das ist einfach nur der Sex, der besser ist!“, dass waren meine Gedanken die ich anfangs hatte und mir eingeredet habe. Leider war es nicht so…zudem hatten wir ja keinen richtigen Sex…
Ich habe mich tagelang beschissen gefühlt und wollte weglaufen…einfach laufen und am Ende in die Arme des richtigen fallen.
„Ratho du musst was wagen um etwas zu gewinnen!“
Das hat mir meine Mutti damals gesagt und sagt sie mir heute noch, weil sie einfach Recht hat.

Ich habe meinen Partner nicht mehr geliebt bzw. habe ihn nie wirklich geliebt. Ich habe ihn genommen, weil es sich nach Liebe angefühlt hat. Irgendwann habe ich angefangen alles zu analysieren und meinen besten Freund damit genervt. Wir wollten eine erwachsene Beziehung doch irgendwann hat er mir die Luft zum atmen genommen. Ich habe mich mit anderen Kerlen getroffen und BOOM da war er, der Kerl den ich wollte. Nach 3 Monaten habe ich Schluss gemacht und es war für uns beide hart und schwer, allerdings habe ich mich endlich wieder glücklich gefühlt. Das Gefühl tot zu sein in einer Beziehung ist schrecklich! Ich wollte es nicht mehr und bin geflohen.

 

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Jeder in meinem Umfeld hat gerade solche Erfahrungen zu machen und zu tragen, deshalb habe ich gedacht ich schreibe darüber….^^
Das Gefühl und die Situationen kennt doch auch sicherlich jeder, oder?

Wie ich vorhin schon geschrieben habe, die Angst hindert uns daran das Alte aufzugeben, weil wir an den Erinnerungen hängen und einfach Gewohnheitstiere sind.
Ich möchte lieber Abends in den Spiegel mit einem Lächeln schauen, als neben jemanden einschlafen zu müssen für den ich nichts mehr empfinde. Man kann und darf auch keine Rücksicht nehmen und sich verpflichtet fühlen. Ist Liebe etwa Pflicht? NEIN! Einen Schlussstrich zu ziehen ist schwer und hart, allerdings hat es was mit Respekt dem anderen gegenüber zu tun. Lieber macht man Schluss, als das man Ihn/Sie betrügt! Am Ende, wenn alles gesagt und geklärt ist steht man dann nicht als „BITCH“ da. Man ist nie eine Schlampe, wenn man seinem Herzen folgt und nicht mit seinen Körperöffnungen denkt.

Fazit?
Kartoffeln kann man auf verschieden Arten zubereiten.
Tropische Früchte sind selten und geschmacklich hervorragend und gesund für Körper und Geist.

Euer Rathi

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Oh Valentin

Hallo meine Lieben,

ich hoffe euch geht es allen gut!
Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht wie ich diesen Eintrag so richtig anfangen soll.
Manchmal passieren Dinge, die ungeplant und überraschend sind und soviele Menschen in ein tiefes Loch stürzen. Tränen und Schreie, Wut und Hoffnung, Liebe und Verzweiflung all diese Gefühle sind in der Luft und zum greifen nah.

Mein Gedicht „abschied“ sollte alles sagen und doch sagt es irgendwie nichts aus! Ich schreibe meinen Blog um euch an meinem Leben und meinen Gefühlen teilhaben zu lassen und euch zu zeigen, dass man nicht alleine ist.

In diesen Momenten sind viele Menschen plötzlich alleine!
Liebende sind getrennt worden und Familien auseinander gerissen!
Einsamkeit ist kalt! Wir sollten uns alle an den Händen nehmen und gemeinsam den weiteren schweren Weg meistern. Schritt für Schritt.

Ich möchte heute eigentlich über ein anderes Thema schreiben…TADA!
Der Valentinstag…!

Ein toller Tag.
Ein wirklich sehr toller Tag!
Ein wirklich sehr toller Tag für Singles!
Wie verbringe ich diesen Tag?
Mit Toffifee und DVD`s…und manchmal mit meinem besten Freund!

Wer hat diesen Tag eigentlich erfunden?
Muttertag,Vatertag und ein Valentinstag?
Reicht es nicht schon,dass alle Liebespaare Rolltreppen benutzen um der ganzen Welt ihre Liebe und ihre Zungenfertigkeit zu präsentieren?
Ein eigener Tag…nun gut!

Wie ihr wisst bin ich Dauer-Single. Wuhu-PARTY!
Vielleicht finde ich deshalb diesen Tag auch so doof.
Braucht man wirklich einen Tag im Jahr an dem man sich unter Druck gesetzt fühlt seiner Liebe etwas zu beweisen?
Heiratsanträge, Diamanten, Jochen-Schweizer-Gutscheine und Rosen.
Die Standardaktionen an so einem 14. Februar.
Man darf nicht vergessen der Geschlechtsakt. Sehr wichtig! Neun Monate später freuen sie sich dann über ihre Babys….

Babys hier, Babys da und ein Rathi mittendrin.
Früher wollte ich immer ein Kind adoptieren mit meinem Traummann.
Die Realität sieht etwas anders aus! Ich hab keinen Mann aber viele tolle Schuhe und natürlich Taschen. Die können wenigstens nicht in die Hose machen.

Zurück zum Thema…
Oh Valentin, Oh Valentin du bist so wunderschön,
willst du mit mir ins bett gehen,
am liebsten wie in einem pornographischen Liebesfilm,
Oh Valentin, Oh Valentin du bist so wunderschön

Sollten wir nicht unserer Verflossenen oder Verflossenem täglich sagen wie sehr wir ihn lieben. Ok, nicht täglich! Sonst glaubt man es auch nicht mehr…
Einmal im Jahr sich richtig ins Zeug legen, um dann den Rest des Jahres wie eine Couchpotato zuhause zu liegen?! Bitte, dass ist sicherlich nicht der Sinn und Zweck!
Viele Männer sind froh, wenn sie noch zur Tanke kommen und rechtzeitig einen halb verwelkten Blumenstrauß aus Holland kaufen und einen Tisch bei irgendeinen Italiener reservieren können.
„Ach Schatz, ich liebe dich so sehr! Du bist das wichtigste für mich!“

Mein Gesicht, wenn die ersten Valentins-Posts auf Facebook zu lesen sind:
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Der Tag, der Tage ist also gekommen.
Am Tisch stehen die Rosen von Fleurop und der Kaffee ist frisch aufgebrüht.
Croissants und frische Semmeln sind vom Bäcker geholt und der liebe Ehemann hat schon einmal den Hund vor die Tür gebracht bevor die 8 Kinder aufstehen.
Es gibt einen schnellen Eskimokuss und ein „Schatz, frohen Valentinstag! Ich liebe Dich!“…
Romantisch!
10 Minuten später sieht es in etwa so aus:
„Schatz wo is die Fernbedienung es kommt Fußball! Kannst du mir noch ein Bier bringen!?“
– „Aber Klaus heute ist Valentinstag…Tag der Liebe! Können wir nichts unternehmen?!“
„Unternehmen? Ich habe schon Semmeln gehölt und Rudi rausgelassen! Heute Abend können wir ja zu `Alfredo` gehen mit den Kindern und danach vernasche ich dich!“
– „OK!Wie du meinst!“

Der letzte Satz „Wie du meinst!“ sagt doch schon alles.
Liebe Mädels, glaubt ihr wirklich das sich Shrek plötzlich in euren Traumprinzen verwandelt, weil am Kalender der 14.2 angezeigt ist?
Ich glaube nicht! Am Anfang geben sie sich Mühe und dann läuft der Tag wie jeder andere im Jahr ab.
Männer stehen im Blumenladen und fragen sich wofür sie 25 Euro ausgeben, wenn die Rosen sowieso in ein paar Tagen verwelkt sind!
Für das Geld hätten sie sich auch ein Autoteil oder ein Shirt kaufen können.
Ok, nicht alle Männer sind gleich!!
Es gibt sicherlich auch Ausnahmen. Georg Clooney?!

Meine Freundinnen haben mir schon so oft ihr Herz ausgeschüttet, wenn ihr Valentinstag nicht so gelaufen ist wie sie es sich gewünscht haben.
Keine roten Rosen, kein Candle-light-Dinner…keine Karte und auch kein „Du bist das Einzigste auf der Welt für mich!“.
Sex war das Highlight.
Was soll ich dazu sagen? Man macht sich große Hoffnungen und stellt sich diesen Tag wie in einem Film vor.
Leider bekommt man aber sofort die harte Realität zu spüren, wenn dein Freund dich mit einer Döner-Fahne küssen möchte.
Ich bin der Meinung, je größer die Erwartungen sind desto schneller wird man enttäuscht!
Nur weil Freunde, Ehemänner oder „Dates“ nicht gleich einen Ring in einem Schokosouffle verstecken (ich muss sagen, dass wäre nichts für mich! Ich würde an diesem Klunker ersticken!)und euch mit Rosen bewerfen heißt es noch lange nicht, dass ihr ihnen nichts wert seid!
Sie lieben euch sicherlich, allerdings sind sie eben Männer.
Sie schweben nicht unbedingt auf Wolke 7 und stellen sich auch nicht vor „Pretty Woman“ zu sein!

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Liebe hat keine räumliche oder zeitliche Einschränkung!
Sie existiert und wird gefühlt oder eben nicht!
Kommt es wirklich auf Geschenke und fucking Rosen an?
NEIN! (aber auf den Akt….in der Nacht=))
Das materialisieren einer Beziehung bzw. Gefühlen klappt vielleicht Anfangs doch am Ende des Tages kann man sich nichts erkaufen!

Ich sitze wieder an meinem Blog und habe bereits einer Person einen wunderschönen Valentinstag gewünscht!
Wir beide hassen diesen Tag und doch freut man sich über eine Nachricht.
Habe vorhin auch darüber nachgedacht einer gewissen Person zu schreiben, die mich als Versuchsobjekt benutzt hat.
Ergebnis? Ich bin noch unentschlossen! Irgendwie will ich wenigstens an so einem erfundenen tollen Tag Kontakt zu ihm haben.

Dieser ganze „Hype“ um den Valentinstag macht uns doch verrückt.
Man bekommt schon fast ein schlechtes Gewissen, wenn man alleine ist und sich lieber Kinder Bueno und Eis reinstopft, als sich von jemand anderem stopfen zu lassen. Opps…! =)
Wir werden quasi gezwungen unserer Liebe, unsere Gefühle wie Kotze vor die Füße zu spucken.
Neben den Osterhasen im Supermarkt stehen die Liebespralinen, der Valentinssekt der in die Bauchnabel sooo prickelt und nicht zu vergessen die Liebeskrapfen.

 

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Wenn dieser Valentinstag vorbei ist und die Masken fallen, weiß man das der Traumprinz eben doch nur Horst von nebenan ist.
„Fifty Shades of Horst und Inge“ gibt es eben nur einmal im Jahr und dann auch nur in der sehr braven Variante.
Inges Erwartungen sind zwar hoch, allerdings denkt Horst nur an sein Fußball!
Der Prinz ist doch nur der Ehemann und Pamela Anderson ist leider doch nur die Ehefrau und dafür hat man sich solche Mühe gegeben….

Guten Morgen liebe Leute!
Es ist nur ein Tag, der erfunden wurde um Geld zu machen und Beziehungen zu beenden oder um Kinder zu zeugen.
Jeder Tag sollte in einer Beziehung ein Valentinstag sein! Jede Minute sollte etwas besonderes sein, denn es kann alles so schnell vorbei sein.
Manchmal wünschte ich mir, ich hätte viele Dinge mehr geschätzt und wäre keine Diva gewesen.
Du verlierst jemanden so schnell und es schmerzt unglaublich!
Also meine Lieben Männer und Frauen…zeigt jeden Tag das ihr euren Prinzen oder eure Prinzessin liebt!

In diesen Sinne….
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Schönen Valentinstag wünscht euch der kleine Rathi

PS: ein toller Song