Unsere Floskel-Gesellschaft ein Life-Update

Hey meine Lieben,

nach Monaten gibt es mal wieder einen kleinen Einblick in mein Leben und meine Gedanken…=) Let`s go

Ich weiß um ehrlich zu sein gar nicht so richtig wie ich hier anfangen soll, weil ich soviel wirre Dinge im Kopf habe.
Die letzten Monate waren ziemlich unspektakulär und zugleich doch aufregend, wild,schmerzlich, anstrengend, angst einflössend und reflektierend. Ich habe mir geschworen niemals wieder eine Person zu lieben und mich dabei zu verlieren bzw. aufs „Abstellgleis“ zu stellen. Ratho – du hast versagt!

Habe ich wirklich versagt oder war ich einfach auf der Suche nach jemanden den ich lieben kann? Vielleicht kennt ihr das Gefühl jemand zu brauchen, allerdings spielt euch nur euer Hirne einen Streich und ihr wollt mit der verliebten Masse an Menschen schwimmen. Die verliebten Rolltreppen-Knutscher und Parkvögler….Ok, auch ohne Beziehung lässt es sich im Park vögeln =)
Ich dachte ich würde die Person lieben und jetzt blicke ich so zurück und weiß das es scheinbar nicht der Fall ist/war. Schmerzlich war es auf alle Fälle. Abgewiesen zu werden ist nie so schön.

An manchen Tagen habe ich das Gefühl endlich angekommen und zu sein. Angekommen in meinem Leben und in meiner Mitte. An anderen Tagen frage ich mich ob das alles richtig ist, ob es mich wirklich erfüllt und ich eigentlich glücklich bin. Fühlt man überhaupt, wenn man glücklich ist? Ist es vielleicht eher ein Zustand? Wer weiß das so genau… Ich habe ein tolles Team und trotzdem bin ich allein. Eine gute Freundin hat mir eine Nummer organisiert von einem tollen jungen Kerl, der gleich meinte „ich bin aber nich schwul“… Willkommen in meinem Leben! Wir waren essen und gleich im ersten Augenblick wusste ich das er für mich wunderschön ist. Er hat mich gefesselt mit seiner Aura. Er fesselt mich heute noch mit seinen Texten und seiner Art. Ja, wir schreiben fast jeden Tag. Ja, ich mag ihn gern, obwohl wir uns nicht kennen. Nein, ich verschenke mein Herz nicht an ihn.

Wie können Menschen so nah sein, wenn man sie gar nicht kennt. Parallelen zu haben und doch in so unterschiedlichen Welten leben. I dont know.

Was ich aber weiß ist, dass unsere Gesellschaft versucht alles zu „klassifizieren“ und in Schubladen zu stecken. Du musst dich outen, wenn du schwul bist. Du musst immer eine Meinung haben, allerdings immer die richtige. Wer sagt mir ob meine oder deine Meinung die richtige ist? Menschen sind unehrlich und manche erbärmliche Hunde. Sie lachen dir ins Gesicht und kaum aus der Tür schaufeln sie dir dein Grab.
Unsere Gesellschaft versucht uns Ideale vorzugeben, Maßstäbe zu setzen und wir versuchen mitzuhalten…Wir kämpfen um Anerkennung. Wir fangen an uns zu verbiegen, weil wir in die kleinste Box passen wollen in die wir täglich gesteckt werden. Individualität ist bis zu eine bestimmten Punkt gut – danach ist man ein Freak.

„DU BIST ANDERS“

Ich bin anders.
Anders? Was bedeutet das? Ich habe mich selbst nie als anders bezeichnet, weil ich immer ich selbst war. Die Menschen um mich herum haben mir dieses Adverb gegeben um mich zu beschreiben. Wurde ich gefragt? Wollte ich „anders“ genannt werden? Nein, ich wollte immer nur normal sein…Normal auf meine Art und Weise. Ich wollte nie Interessant sein…oder hetero-Kerle haben die mich austesten, als wäre ich eine neue Taschenmuschi für 1,50 aus irgendeinem versifften Automaten. Wir fragen auch keinen Afroamerikaner wieso er eine dunkle Hautfarbe hat…aber wir fragen, verurteilen und beschimpfen Leute, wenn sie nicht der „Norm“ entsprechen. Macht Nagellack mich zu einem schlechteren Menschen?

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Sind nur dünne, große Menschen attraktiv und muss man sich dem Druck beugen? Wie oft habe ich versucht dünn zu sein um mich schön zu finden. Ist es wirklich der Sinn und Zweck unseres Lebens immer an uns zu zweifeln und krampfhaft versuchen zu verändern, anzupassen und sich selbst dann irgendwann zu verlieren. War ich glücklich, als ich dünn war? Nein. Es hat mir auch nichts gebracht…Bin ich glücklich wenn ich dick bin. Hell NO! Bin ich glücklich, wenn ich – ich selbst sein kann? Ja. Doch wann bin ich – ich selbst? Bin ich es, wenn ich lüge und versuche durch meine Art meine Angst zu unterdrücken und alles mit Spass zu verstecken.

„Du siehst gar nicht krank aus“ – „Du lachst doch immer“ – „Ach wirklich, dass habe ich gar nicht gedacht…du siehst nicht so aus!“

Kann mir bitte eine Person auf der Welt erklären wie man aussieht, wenn man krank ist. Eine Depression ist kein Schnupfen, keine Amputation und nichts was man jemandem unbedingt ansieht. Heute würde ich mir am liebsten meine Haut vom Körper kratzen, weil ich mich selbst nicht ertrage und trotzdem tippe ich hier diesen Eintrag. Komisch oder? Antriebslos und doch ist da ein Funke. Ein Funke Hoffnung der immer öfter erlischt. Wo seh ich meinen Sinn im Leben? Gibt es einen Sinn? Ich habe letztes mal etwas geschrieben über eine Freundschaft, die sich plötzlich auseinander lebt. Anfangs hatte man die gleichen Ziele, die gleichen Leben und dann ist alles aus. Vorbei – man ist allein. Fern von einem, kein Fan mehr. Ihr kennt doch sicher dieses Gefühl, oder?

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So fühlt es sich auch ein wenig an mit mir und meinem Kopf. Man war eins…man ist irgendwie eins und doch entfernt voneinander. Ich lache und innerlich spüre ich nichts. All die Worte, all die Arbeit, all die Menschen sie erreichen einen nicht. Mechanisch. Es erfüllt einen nicht…
Ich kann euch sagen es ist wirklich jeden Tag ein Kampf und heute ist eben ein scheiß tag.
Viele verstehen das nicht. Wie sollen sie es auch verstehen, wenn ich noch die Antworten suche und scheinbar an jeder Kreuzung immer den falschen Weg gehe.
Wir leben nur noch in unseren Social Media Kanälen ohne richtige Konversationen zu führen außer wir beschweren uns. Wir wollen unseren Frust ablassen bei anderen Menschen – meistens an den „schwachen“, den anderen oder unbeteiligten.

Ich stell Dir jetzt zwei Fragen…
Hörst du wirklich zu, wenn du jemanden trägst wie es ihm geht? Frägst du mit ernst gemeinter Interesse nach, wenn die Person antwortet „nicht gut!“…?

Floskel-Gesellschaft mit Maßstäben und Idealen. Menschen mit Fehlern, mit falschen Gesichtern. Menschen auf der suche nach Liebe. Menschen die sich verlieren, weil sie das Gefühl haben nirgends reinzupassen. Dicke, Dünne, große, kleine Menschen die sich hässlich fühlen, weil sie zweifeln. Mittendrin ich – umgeben von Menschen und trotzdem allein. Hatte ihm mein Herz offen gelegt und er hat es mit Füßen getreten, weil ich nicht sein Typ bin. Trotzdem schiebt er einen Eifersucht-Film. Einen Blockbuster. Eine Bedienung, die soviel mehr ist ohne es zu wissen. Die mich gefangen genommen hat mit einer unbeschreiblichen Aura. Das Aussehen eines Kings.

Euer Ratho =)
Hier mein letzten Eintrag auschecken. =)

Checkt ma GIRL – EUNIQUE

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17/18

Hallo meine Lieben,

ich wünsche euch einen wunderschönen, wundertollen, farbenfrohen Start ins neue Jahr 2018. Ich hoffe ihr hattet eine wunderschöne Nacht! Meine Nacht war bunt, sprachlos und füßelnd mit den besten und schönsten Menschen,die ich dieses Jahr in mein Herz schließen durfte. BROGA ❤ Lasst uns gemeinsam auf Reisen gehen, Liebe fühlen und den ganzen „Neinsagern“ und linken Personen in den Arsch treten. Wieso sollten wir sowas ins neue Jahr mitnehmen und wieso sollten wir uns überhaupt Vorsätze machen, die wir Jahr für Jahr nicht einhalten?

Es ist der Druck von unserer Gesellschaft…Wir machen uns Vorsätze unsere Geschenke sollen noch größer werden, weil jeder zeigen soll wie gut es ihm geht. Die Egomanen regieren die Welt und spielen mit Atombomben, als wären es kleine Playmobil-Männchen. „Was hast du dir für das neue Jahr vorgenommen?“ – NICHTS! Einfach gar nichts…ich hoffe nur das dieses Jahr etwas ruhiger wird, als das letzte.

Mein Jahr hat mich wieder einiges gelehrt und mich wachsen lassen. Es hat mich wachsen und zweifeln lassen. Meine Abgründe aufgezeigt und mich ohne Vorwarnung hineingestoßen. Ich wollte mein Leben aufgeben und nicht einmal das ist mir gelungen. Der ständige Kampf mit mir selbst hat bis jetzt noch keinen Sieger gekürt. Meine Gutmütigkeit wurde schamlos ausgenützt und meine Freundschaft weggeschmissen. Die größten Ängste, Wahrheiten und Wunden aufgerissen und als Waffe gegen mich verwendet.

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Anfang des Jahres habe ich meinen Arbeitsplatz verloren, weil ich einen Blogeintrag veröffentlicht hatte in dem ich eine Person mit Darth Vader verglichen und als Arschkriecher bezeichnet hatte. Im Nachhinein hätte ich eher schreiben sollen, dass er ein armes, kleines und homophobes Würstchen ist. Personen zu diskriminieren und zu mobben aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Orientierung oder Hautfarbe ist einfach das letzte. Er ist das letzte…Sehr wahrscheinlich wird auch der Verräter aus den eigenen Reihen meinen Blog lesen und ich möchte mich bedanken. Danke! Danke, dass du meinen Blog weitergegeben hast! Ihr habt euch alle ins eigene Bein geschossen. Ich wurde angeschrien von Führungspersonen, weil sie sich nicht zu helfen wussten. Ich wurde im Stich gelassen, weil niemand seinen Mann gestanden hat. Ich war der Täter, weil ich die Wahrheit ausgesprochen bzw. ausgeschrieben habe. Jemanden zu mobben bis er in eine Depressive Episode fällt ist natürlich auch völlig ok. Ich hatte gerade das ganze vergessen und schon kam das nächste männliche Ungeheuer in mein Leben…aber lasst uns beginnen…

Lasst uns beginnen mit einem ganz besonderen Shoutout…Ein Shoutout an die Person, die bei mir gewohnt hat. Die auf meine Kosten ihre Wohnung eingerichtet bekommen hat und mit mir gespielt hat, als wäre ich ein Tischkicker. Wahrheit – Ehrlichkeit – Freundschaft? Diese Eigenschaften sind Fremdwörter für den „Sauvage-DJ“… Ausgesaugt und aus dem Leben entfernt. Es gibt Menschen, die auf den ersten Blick einen ganz anderen Eindruck machen und dann plötzlich ihre Maske ablegen. Er hat die Maske abgelegt nachdem er alles hatte. Wohnung, Essen, Mixer und Aufmerksamkeit. Anfangs war er dankbar und gab sich verletzlich…er wollte Mitleid. Er bekam Mitleid, ein Herz und meine Freundschaft. Ich hätte von Anfang an vorsichtiger sein sollen. Ja, das hätte ich wohl sein sollen…Seine Lügen haben ihn wie eine Lawine begraben und er hat es nicht einmal gemerkt. Seit langer Zeit hatte ich mich einem Menschen geöffnet und wurde maßlos enttäuscht. Ich wollte nicht mehr und habe eine Dummheit gemacht, die nicht funktioniert hat. Er hätte mich fast alles gekostet…mein Geld, mein Leben, meine Liebe und mein Glauben an die Menschen. Mein Glauben an die Ehrlichkeit. Alles was mir von ihm geblieben ist sind zwei Tattoos und eine riesige Gleichgültigkeit ihm gegenüber.

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Nach diesen ganzen Geschichten hatte ich angefangen an mir selbst zu zweifeln. Bin ich wirklich so ein schlechter Mensch? Ich habe die Schuld wie immer an mir selbst gesucht und alles analysiert und mich damit Tag und Nacht beschäftigt. Meine Kreativität ging zu dieser Zeit verloren und meine Texte, Gedichte und auch Gedanken wurden dunkel. Sie waren aussichtslos und farbenlos. Mein winzigster Lichtblick war die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch…

Das Gespräch sollte mein Leben wieder auf eine andere Bahn lenken und hat es auch…Nach Jahren habe ich das Gefühl in der Arbeitswelt angekommen zu sein. Respektiert zu werden so wie ich bin. Meine Kreativität einbringen zu können und Menschlichkeit zu spüren. In dieser Zeit habe ich ganz besondere Menschen und Freundschaften schließen können. In seinem Leben trifft man immer wieder Personen, die einem zeigen das es noch Hoffnung gibt. Hoffnung in die Ehrlichkeit, Treue und Freundschaft. Man braucht nicht viele Wörter und man versteht sich trotzdem. Eine kleine Geste bedeutet viel und jedes lachen erfüllt das Herz mit Freude. Ich habe eine ganz besondere junge Frau gefunden, die mir sehr viel bedeutet und wir gemeinsam durch das eine oder andere Tief gegangen sind immer Hand in Hand. Die Wege trennen sich und die Verbindung bleibt bestehen, weil sie besonders ist.

Besonders ist es, weil sie immer an meiner Seite ist…Wenn ich von gewissen Personen durch den Dreck gezogen werde, weil sie nicht wissen was sie wollen oder vorgeben etwas zu sein was sie nicht sind. Tag für Tag denke ich an diese eine Person. Den Kerl, der mich nicht verlieren wollte. Der mich hübsch und interessant gefunden hat…der mich in den Arm genommen hat und nicht wollte das ich gehe. Der, der mit mir geschlafen hat um mich danach in ein völlig falsches licht zu stellen. Es gibt Menschen, die haben zwei Seiten an sich…Die eine, die richtige – ehrliche und dann die andere, die gesellschaftliche – „normale“…Sie wollen dem Norm entsprechen und wissen eigentlich gar nicht ob sie glücklich damit sind.
In seinen Armen habe ich mich gut gefühlt, obwohl ich es anfangs abgewiesen habe. Er hat eine Freundin und ich wollte nichts zerstören. Er wollte mich im Nachhinein zerstören und hätte es beinahe geschafft. Sind seine Lügen eine Flucht vor sich selbst? Wir haben die ganze Nacht geredet, nachdem sein bester Freund gegangen war und plötzlich kam folgender Satz „mich macht das alles so geil“…
Habe ich nun den ersten Schritt gemacht oder war es nur eine Art chemische Reaktion…? Wollte er es nicht zuerst? Wollte er es nicht schon in dem Moment, als er mich in seine Arme genommen hat?

Fragen über Fragen und man findet keine Antworten. Gestern Nacht unter dem bunten Nachthimmel mit den tollsten Leuten habe ich mir diese Frage immer und immer wieder gestellt. Wieso? Wieso gerate ich immer an solche Menschen. Menschen, die alles von mir haben könnten und die mich bis aufs letzte Hemd ausziehen und verletzen…Sie nehmen meine Vergangenheit und benutze es als Mordwaffe. Sie unterstellen Dinge nur um sich in das rechte Licht zu rücken. Wieso habe ich scheinbar meinen besten Freund nach 7 Jahren einfach verloren? Vielleicht weil er andere Prioritäten hat…und andere Ansichten…? Oder haben wir uns verloren, weil er allgemein ein Mensch ist der lieber geht bevor es unangenehm wird und ab und an Menschen fallen lässt? Wer weiß…

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BH Cosmetics – Marvycorn Palette

Wieso stehen wir nicht zu uns selbst? Mir fällt es auch an manchen Tagen nicht leicht, weil irgendwelche Ghetto-Kinder „Schwuchtel“ in einen Laden schreien oder einen verfolgen und Bilder machen wollen. Am Ende des Tages kann ich aber in den Spiegel blicken und weiß wer ich bin. Ich. Ich bin ich…
Viele von euch haben mir geschrieben und haben sich Sorgen gemacht, weil schon so lange nichts mehr kam von mir. Es kamen fragen bezüglich meiner Depression und ob es damit zusammenhängt…

Wie ich schon oft gesagt habe…Man schaltet diese „Krankheit“ nicht einfach ab. Es ist ein Prozess und er ist nicht immer einfach. Durch dieses Jahr und diese Ereignisse habe ich mich schon oft gefangen und verloren gefühlt. Ich habe keinen Ausweg gesehen und wollte auch nicht mehr. Es war alles schwarz, meine Gedanken und alles was ich aufs Papier gebracht habe. Ich habe es erkannt und war und bin stark genug dagegen anzugehen. Meine Arbeit hat mir enorm dabei geholfen und ganz alltägliche Dinge wie frisch kochen…Etwas dem Körper und dem Geist geben. Ich habe versucht mich von negativen Einflüssen zu entfernen und habe an mir selbst gearbeitet. Meine Zweifel sind mein größter Feind genauso wie meine Gedanken. Ich denke und denke – immer und ständig. Ich werde verwirrt und vergesslich, weil so viel in meinem Kopf vorgeht. An manchen Tagen lasse ich mich auch einfach gehen und bin faul. Ich komme von der Arbeit heim und lege mich hin und schlafe. Ich versuche es nicht jedem Recht zu machen in meinem privaten Umfeld, weil die meisten immer noch nicht verstanden haben was es heißt eine Depression zu haben.

„Das muss doch jetzt weg sein!“ – Ja es sollte weg sein, weil ihr euch das ganze so vorstellt. Es ist aber ein Kampf. Ein Kampf mit Geist und Körper. Es scheint die Sonne und alles was man sich wünscht wäre regen. Man würde gerne in Melancholien wohnen.
Dann gibt es Momente in den man sich öffnet, geborgen fühlt und angekommen und es ist alles vergessen. Doch kaum verlässt man diese Situation fängt es an zu schmerzen, zu denken, zu verurteilen und fragen zu stellen. Man ist alleine. Alleine mit sich selbst – alleine mit der Stille egal wie laut die Musik ist.
Ich kann euch nur auf den Weg geben, dass ihr euch nie aufgeben sollt. Jeder Tag ist eine neue Herausforderung und das lässt einen wachsen. Verschliesst euch nicht vor anderen Menschen…Geht in die Welt und wenn ihr etwas zerbrechlich seid dann werden die Wunden heilen und euch stärker machen.

In diesem Sinne!

Euer Ratho…
Wie immer könnt ihr mir gerne auf  INSTAGRAM und FACEBOOK folgen =)!!!!

Mein letzter Eintrag/Poesie :  thirty-six-months (.36.M.) und über das verlieren…=)

Ich weiß ich werde nich niemals vergessen….

über das verlieren

Ein Blogeintrag über das verlieren…

Ich habe in den letzten Wochen meine Sprache verloren, meine Liebe zum schreiben und den Mut meine Gefühle in Worte zu packen und mit der Welt zu teilen. Mit euch zu teilen! Euch ein Stück aus meinem Leben zu schenken -NEIN- nicht nur aus meinem Leben sondern auch aus meinem Herzen. Es tut mir leid, dass so lange nichts mehr von mir online kam.

Die letzten Monate, Wochen und Tage waren ein Auf und Ab an Gefühlen. Ich hatte und habe das Gefühl mich selbst nicht mehr greifen zu können und bin fassungslos was um mich herum geschieht ohne es aufhalten zu können. Gründe und Fehler bei mir zu suchen sind Bestandteil jedes Tages geworden und ich weiß es bringt mich nicht weiter, allerdings ist es eben meine Persönlichkeit. Die Frage nach dem „Warum“ schwebt über mir wie eine Gewitterwolke. Eine Wolke, die mit Sorgen gefüllt ist und es trotzdem nicht zum regnen schafft. In einem Beitrag habe ich geschrieben man muss Umwege gehen um an das Ziel zu kommen. Wo ist mein Ziel?

Ich stelle mich nackt vor euch unbekannten Gesichter und gebe ein Teil von mir. Vertrauen, dass ich so schwer fassen kann gebe ich in fremde Hände. An manchen Tagen merke ich was es heißt eine Depression zu haben, weil ich einfach keinen Lebensmut habe. Der Mut zum Leben fehlt, der Mut zum kämpfen gegen die ganzen Menschen, die einem schlechtes wollen. Ich werde verurteilt aufgrund meiner Sexualität, meines Aussehens oder meiner Art und Weise. Jeder nimmt sich das Recht heraus über andere Personen lautstark zu urteilen und erwartet, dass die Verurteilte Person es einfach hinnehmen muss. Muss ich das wirklich? Nein, allerdings tue ich es um weiteren Konflikten aus dem Weg zu gehen. Tag für Tag schreien mich Leute an und nennen mich „Schwuchtel“. Es ist völlig ok, wenn man es nicht tolerieren kann. Ich finde es auch wunderbar und bemerkenswert das sie wenigsten so viele Gehirnzellen besitzen um zu merken das ich Männer liebe. Ihr Leben muss traurig und arm sein…

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Mir stellt sich die Frage ob diese Menschen auch an einem Baum vorbei gehen und ihn anschreien. „BAUM!“ Eine weitere Frage stellst sich mir und zwar folgende: „Wieso bin ich ein Rassist, wenn ich schreien würde Ausländer…aber diese Menschen sind nicht homophob?“ Auf diese Art der Frage werde ich nie eine Antwort finden und es ist auch gar nicht Thema meines Blogs. Ok, es ist das Thema. Verlieren. Wir verlieren den Respekt voreinander und im Umgang miteinander.

Ich habe eine der wichtigsten Menschen in meinem Leben verloren und es hat mich in ein tiefes Loch gezogen. Ein Labyrinth aus Selbstzweifeln, Angst und Wut. Wut auf mich selbst auf Ihn und das Leben. Selbstzweifel, weil ich nichts gemerkt habe und die Angst versagt zu haben. Vor ein paar Monaten war ich an einem Punkt in meinem Leben wo ich nicht mehr wollte. Es schien alles aussichtslos und schwarz. Ich bin aufgestanden und wollte schlafen. Die Sonne war zu hell und die Sterne am Nachthimmel waren wie Nadeln in meinen Augen. Es hat alles weh getan. Jeder Herzschlag hat sich angefühlt, als würde mir jemand meinen Brustkorb zerschlagen. Ich wurde enttäuscht von einer Person der ich mich geöffnet hatte. Textnachrichten und Gespräche über eine tiefe Verbindung fühlten sich plötzlich an wie Messerstiche mitten ins Herz. Ich schrieb Briefe. Briefe an jeden einzelnen um mich zu verabschieden. Niemand sollte sich Gedanken machen oder Vorwürfe. Es sollte schließlich meine Entscheidung sein wann und wie ich gehen will. (Freunde fürs Leben – Hilft Dir, wenn du denkst du wärst alleine!)

Meinem besten Freund, wenn ich das noch so sagen kann, habe ich eine Sprachnachricht unter Tränen aufgenommen und mein Handy ausgeschaltet. Niemand hat sich gemeldet. Der Knoten ist durch den Spalt gerutscht und ich bin aufgewacht. Es wäre der größte Fehler in meinem Leben gewesen. Ein Leben beendet man nicht einfach um nicht mehr kämpfen zu müssen. Jeder Tag, der auf diese Nacht gefolgt ist war ein schwermütiger, kalter, einsamer, unverstandener und ungeliebter. Niemand wusste wie es in mir aussieht und es hat auch nicht wirklich jemand gefragt. Ich habe Ihn gefragt und trotzdem ist er von mir gegangen. Die letzten zwei Wochen habe ich jede Nacht nur eine Frage im Kopf – „Warum habe ich es nicht gemerkt!“.

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Ich habe ihn verloren. Er ist einfach von mir gegangen, weil er nicht mehr konnte. Er konnte nicht mehr wie ich damals und er hat mich aus meinem Loch geholt. Das tanzen hat uns zusammengebracht und er hat mit mir jeden kleinen Schritt genommen und wir sind aneinander gewachsen. Du warst mein Herz, meine Hand und mein zweites Bein. Wir waren Partner in Crime und sind nächtelang durch den Regen gelaufen nur um die richtigen Worte zu finden oder die richtigen Ideen zu finden um Menschen ein lächeln ins Gesicht zu zaubern. Er hatte eine Lebensfrohe Art an sich, die mich jeden Tag begeistert hat. Plötzlich ist alles so leer und still. Das lachen, sein schnarchen und das schimpfen fehlen mir jede Sekunde. Meine Gedanken hängen sich auf und drehen sich im Kreis. Es ist Nacht für Nacht ein Kampf um das überleben. Das überleben ohne ihn. Ohne ein UNS.

Wir verlieren alle Menschen in unserem Leben. Sie sterben, sie nehmen einen anderen Weg als wir oder man verliert sich auf dem Wellengang des Lebens. Man kann sich an manchen Personen festhalten, allerdings wird man nie wissen ob es der Partner auch macht. Es ist in jeder Beziehung ein geben und nehmen. Wenn man sich verloren hat merkt man erst was man an dem anderen hatte. Heute ist Sternschnuppennacht und ich blicke in den Himmel und wünsche mir nur einen Tag mit Dir. Ich will antworten. Ich will dich noch einmal riechen…mit dir tanzen und mein ICH zurück das du in den Himmel genommen hast. Ich kann ihm keinen Vorwurf machen, weil ich weiß wie es sich anfühlt, wenn die ganze Welt scheinbar gegen einen ist und man sich nicht mehr findet. Wenn man sich selbst fremd ist, weil man verloren hat. Man hat verloren was einen früher so mit Leben gefüllt hat.

Es gab eine Zeit in meinem Leben, als ich mich verloren habe. Ich habe mich zum ersten Mal verloren, als mir mein Körper genommen wurde ohne das ich es wollte. Ich war eine leere, stumme Hülle. Jegliches Gefühl und Selbstwert waren verschwunden. Ich war ein niemand. Ein Stück Dreck und jeder der mich anschaute wusste was mit mir passiert war. Natürlich wusste nur ich was mir passiert war. Ich versuchte und versuche mir heute noch die Schuld dafür zu geben. Ich habe die Kontrolle über meinen Körper verloren und meine Stimme. Wieso habe ich nichts gesagt? Ich wollte es nicht wahrhaben. Ich habe mich gesucht, weil ich nicht mehr wusste wer ich war und wer ich sein wollte….Schmerzen haben mich fühlen lassen.Wollte ich überhaupt noch sein? Wir verlieren uns auf unterschiedlichste Art und Weise im Leben.

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Das Thema wurde gerade wieder sehr präsent, weil es mich eingeholt hat. Es hat nicht schon gereicht meinen Partner in Crime zu verlieren sondern ich sollte noch einmal mehr lernen, dass man scheinbar niemandem vertrauen kann außer sich selbst. Kann ich mir selbst überhaupt vertrauen, wenn ich es keinem anderen kann?

Ich habe einen Fehler gemacht. Ein Fehler, der mich unglücklich macht. Der mich verloren wirken lässt, zerbrechlich und enttäuscht. Man lernt immer wieder neue Leute im Leben kennen und die Chemie stimmt. Der Humor ist auf einer Wellenlänge und auch die Menschlichkeit –  mindestens zu Beginn. Ich habe jemanden kennengelernt und es ging bei einigen Gesprächen sofort um das eingemachte. Nein, nicht um Marmelade sondern um Sex. Ich bin offen was meine sexuelle Orientierung angeht und wo meine Grenzen sind. Ich weiß was ich will und was ich von meinem Partner erwarte.

Eines Abends habe ich mich mit dieser Person getroffen und sein Kumpel war auch dabei. Ich bin bei solchen Treffen immer etwas skeptisch, weil ich nie weiß wie Kerle auf mich reagieren. Meine Sorgen waren unbegründet und wir hatten eine gute Zeit. Am Ende der Nacht eine zu gute Zeit. Wir hatten etwas miteinander und wollten es sogar wiederholen. Ich habe dieser Person vertraut. Vertraut von ganzem Herzen. Er hätte alles von mir haben können…mein Herz, meine Freundschaft und meine Loyalität. Jetzt sitze ich hier und habe sie verloren. Ich habe die Person verloren ,obwohl er das nie wollte. Er will mich nicht verlieren und es sollte nichts kaputt gehen, allerdings ist alles kaputt. Er hätte Respekt für mich und würde mich hübsch finden. Alles Lügen, oder? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur wie es sich anfühlt etwas mit einem Menschen zu haben, dass man nicht will. Wie man sich danach fühlt und was es mit einem macht.

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Wenn der Mensch, dem du vertraut hast etwas über dich erzählt, Tatsachen völlig falsch wiedergibt und bewusst Texte manipuliert bzw. löscht um in einem anderen Licht angesehen zu werden macht mich das traurig. Jeder Träne, die geboren wurde aus dem Schmerz macht mich nicht zum Schwächeren Teil des Problems sondern zu dem Starken Part. Ich stehe zu mir und kann meine Gefühle zeigen auch wenn ich an mir selbst zweifel und es mich tief enttäuscht. Enttäuscht es mich das ich ihm vertraut habe? Ja! Ich habe mich quasi nackt gemacht und musste es vor völlig fremden noch einmal. Er weiß fast alles von mir. Er weiß was mich verletzt und genau diese Karten spielt er nun um meine Wunden aufzureißen und mich verbluten zu lassen. Um einen Fehler zu machen gehören immer zwei Personen dazu…vor allem wenn es um eine Blowjob geht. Wir haben uns versprochen das es niemand erfährt und ich habe bis zuletzt geschwiegen, allerdings werde ich mich nicht beschuldigen lassen irgendwas gegen den Willen gemacht zu haben. Ein Mann, der einen Kopf größer ist und zu mir sagt das Gespräch macht ihn so geil und sein Shirt hochhebt um zu demonstrieren das er keinen Sixpack hat, zeigt eindeutig von welcher Seite es ausging. Nicht zu vergessen – das in den Arm nehmen vor einem Fenster…ach und das „FUCK IS DAS GEIL!“- Gestöhne. #sorrynotsorry

Ich kann nicht genau sagen wie es sich anfühlt von anderen Leuten auf sowas angesprochen zu werden und plötzlich die Person in einem ganz anderen Licht zu sehen. Die Personen für die man alles getan hätte, weil man dachte man kann ihr vertrauen und sie weiß es zu schätzen. Man kann flüchten vor einem „Fehler“, allerdings nicht vor seinen Gefühlen oder Fantasien. „Ich hab daran schon seit Freitag gedacht, als wir drüber geredet haben“ – er wird immer wieder daran denken. Man kann mit fairen Mitteln kämpfen oder eben wie er mit Lügen. Lügen haben am Ende kurze Beine oder sie ficken den Ehrlichen Teil und bringen ihn ins Grab. Ich habe mal wieder vertraut und mir wurde mein Herz raus gerissen und auf mich gespuckt. Es ist ok nicht zu wissen was man will, allerdings bringt es nichts davor wegzulaufen oder andere Menschen schlecht zu behandeln. Du solltest das eigentlich wissen. Deine Freundin besitzt dich nicht und wenn du ein wenig Rückrat hättest würdest du dir auch nicht vorschreiben lassen was du zu tun hast.

Wir wollten eine Freundschaft aufbauen. Wir wollten schreiben. Doch jetzt kannst du mir nicht einmal mehr richtig in die Augen sehen. Die Enttäuschung nimmt mir jeden Tag aufs neue die Luft zum atmen. Diese unglaubliche Wut und gleichzeitig das Verlangen nach ihm ist aufreibend. Ich will ihm so viel sagen und darf es nicht.

„Ich will dich nicht verlieren Ratho!“

Um uns zu verlieren hätten wir uns erst finden müssen…doch es tut nicht weniger weh zu wissen dich nicht an der Seite zu haben.

Du hast mich verloren. Ihr habt mich verloren und irgendwann verlieren wir uns alle. Wir verlieren uns alle um irgendwie wieder zueinander zu finden um es vielleicht besser zu machen. Die Fehler anders zu begehen und andere gar nicht erst zu machen. Ich habe mich nackt gemacht und die letzten zwei Wochen waren wie ein Kreuzweg für mich. Meine Wunden bluten immer noch und ich frage mich ob der Schmerz des Verlustes nachlässt oder ob es mein Lebensweg ist. Ein Weg ohne viel Mut und doch mit soviel ungeteilter Liebe.

Ein Eintrag über das verlieren. Von mir an mich. An Euch!
Ratho

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ANLAUF NEHMEN

Hallo meine Lieben,

ich möchte mich von ganzem Herzen bei EUCH bedanken, weil ihr mir so persönliche Erfahrungen anvertraut und ihr euch in meinen Einträgen findet. Ich bin keine einfache Person und sicherlich auch kein typischer Blogger….aber ihr seid immer auf meiner Seite und kommt mit auf meine Reisen. DANKE DIR!

Heute möchte ich nochmal ein Thema ansprechen, dass viele Menschen beschäftigt und ich viel darüber gefragt worden bin und immer wieder werde. Ich nenne meinen Eintrag „Anlauf nehmen“ , weil wir das jeden Tag tun müssen um uns zu befreien. Befreien von all dem Dreck, dem dunklen und den negativen Einflüssen in unserem Leben. Wir müssen laufen um den richtigen Weg zu finden. Wir fallen und es fühlt sich unerträglich schwer an. Weinend liegt man dann im Bett und die Sonne scheint in die Augen und berührt die Haut. Das war früher ein tolles Gefühl….wieso jetzt nicht mehr?

Ich habe einige Zeit genauso gedacht…Wieso finde ich mich selbst nicht mehr? Wieso bin ich nicht mehr ICH? Wieso bin ich nicht mehr glücklich? Plötzlich hatte ich das Gefühl mich nicht mehr zu fühlen, als würde ich mich betrachten.

 

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Einige Zeit bin ich mit dem Gedanken durch die Welt gegangen, dass ich eine Last für andere Menschen bin. Das ich falsch bin – das ich ein „Fehler“ bin. Diskriminierung und Ausgrenzung aufgrund unserer Sexualität oder unserem Aussehen ist keine Seltenheit und macht viele Menschen kaputt. Kleine Probleme werden plötzlich zu riesigen und man findet scheinbar keinen Ausweg. Wir lassen uns von anderen Menschen verurteilen und nehmen es uns zu Herzen. Ich bin ein Mensch der alles „zerdenkt“ und dadurch vieles Schöne zu etwas hässlichem mache. Ich genieße nicht die Momente sondern denke darüber nach wie sich wohl der andere fühlt und was in seinem Kopf vorgeht.

Plötzlich fühlt man sich hässlich und ungeliebt, unerwünscht und man denkt man wäre an einem anderen Ort besser aufgehoben. Man verliert sein Selbstwertgefühl und versinkt in Zweifeln und Selbsthass. Ich habe geschlafen. Zwei, Drei Tage einfach nur geschlafen ohne großartig aufzustehen. Ich wollte nichts essen, weil ich sowieso so dick bin. Man verliert den Blick für die Kleinigkeiten, die das Leben so besonders machen. Ein Regentropfen war für mich schon Grund auszuflippen. Regentropfen sind überhaupt kein Grund….Sie glitzern und schenken Leben. Das Leben – was ist es Wert?

Lange Zeit wusste ich nicht was mit mir los ist. Ich habe dann entschieden mir professionelle Hilfe zu suchen. Mir wurde erklärt was ich genau habe und wie man mir zu helfen versucht. Ich sollte Tabletten nehmen um wieder etwas zu spüren. Ja, es hat tatsächlich funktioniert! Ich habe wieder etwas gespürt und habe plötzlich realisiert das ich mich trennen muss. Ich muss aufräumen! Musst Du vielleicht auch aufräumen? Nein, nicht das Zimmer oder die Wohnung sondern dein Leben. Ich habe alte Freunde besucht, habe alte Wunden versucht aufzureißen und zu kitten. Im Unterbewusstsein hat man immer Steine, die eine riesige Last auf den Schultern sind. Es sind oft Sachen mit den man angeblich abgeschlossen hat und die nie abgeschlossen waren.

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Diese ganzen Sachen haben mir meine Energie geraubt. Wie ihr wisst wurde ich zu dieser Zeit auch extrem in meiner Arbeit gedemütigt, gemobbt und diskriminiert. Die stärkste Mauer kann auch fallen und das ist bei mir der Fall gewesen. Ich kann leider niemandem sagen wie ich aus dem schwarzen Loch gekommen bin. Es ist wirklich eine Reise, die man mit sich selbst machen muss. Man muss sein Leben bereinigen und sich Fragen stellen. Was will ich? Wohin will ich? Was hat mir weh getan? Wieso weine ich? Der Anfang ist wirklich sehr schwer…. Du weißt nicht wohin mit dir selbst und bist irgendwie kein Mensch. Man ist eine Hülle aber ohne Inhalt. Das schlimmste war bei mir mein Umfeld. „Was ist los?“ – „Das wird schon alles…!“- „Ist doch gar nicht so schlimm!“ ….

Die Menschen meinen es nur gut mit einem, allerdings fühlt man sich sofort eingeengt und missverstanden. Man flüchtet und verletzt diese Menschen damit noch mehr. Du kannst dir nur alleine helfen….und dir jemanden suchen der sich damit auskennt. Jemanden, der dir eine Hand reicht um Stufe für Stufe wieder das Leben zu genießen. Man muss wirklich jeden Tag Anlauf nehmen und sich sagen „Das Leben ist schön! Ich schaffe das!“…. In den letzten Tagen habe ich immer wieder einen Kommentar in meinem Kopf, als mir jemand geschrieben hat es würde nichts Lebenswertes mehr geben und alles erscheint nur noch in schwarz. Ich hoffe du liest meinen Blog und ich kann dich hier nochmal erreichen.

Du bist nie allein – egal wie dunkel es dir scheint. Ich habe es geschafft und vielleicht bin ich deine Hand die dir helfen kann. Es ist ein langer Weg und er ist nicht einfach, allerdings kann man ihn schaffen. Man verliert während der Zeit oft seinen Partner, seine Liebe und Freunde, weil sie nicht wissen wie sie mit einem umgehen sollen. Man distanziert sich selbst von Menschen die einem gut tun. Du bist eine tolle Person, dass weißt du auch ganz tief in dir drin. Du bist schön und stark sonst hättest du dich nicht getraut darüber zu sprechen. Wenn es mir richtig schlecht geht oder gegangen ist habe ich angefangen zu schreiben. Ich habe versucht alles schlechte raus zuschreiben und hab Musik gehört. Man kann sich selbst noch mehr runterziehen und sich vergraben. Will man das wirklich? Willst du das wirklich?

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Ich denke du weißt wohin du gehen musst und das es noch ein paar Steine gibt, die du aus dem Weg räumen musst. Ich habe mich seit 7 Jahren wieder mit meiner Mutter getroffen und es hat mir nochmal Last von den Schultern genommen. Es fehlt an richtiger Kommunikation und Liebe. In solchen Momenten kann man nicht mal liebe annehmen, allerdings habe ich gemerkt wie wichtig doch so eine kleine Geste oder Umarmung sein kann. Es fühlt sich eng an und nicht gut….aber es löst etwas aus. Man bekommt wieder ein Gefühl von geliebt werden. Wir wollen alle geliebt werden. Alt, Dick, Dünn, Schwarz und weiß alle…. Ich habe in den letzten drei Monaten gelernt zu lieben. Ich liebe wieder, weil ich nach meinem EX-Freund den Glauben daran verloren hatte.

Ich liebe unsterblich. Ich gebe mich auf und muss aufpassen das ich nicht wieder in ein Loch falle. Man baut sein Leben, seine Träume und Wünsche auf einem anderen Menschen auf. Einen Menschen, den ich noch nicht einmal lange kenne. Es ist eigentlich sinnlos, weil nie etwas daraus werden wird. Trotzdem will mein Herz in der Nähe sein und mein Körper ist wie ein Magnet…. Manchmal trifft man Menschen und plötzlich macht alles einen Sinn und du entdeckst neue Dinge wovor du die Augen verschlossen hast. Der Weg aus einer Depression ist oft einsam und man fühlt sich unverstanden. Man weint, weil man nicht anders kann. Man ist nicht wirklich traurig und es gibt kein Grund wütend zu sein…aber man ist es trotzdem. Ich hatte und habe unendlich Angst jemanden zu verlieren und diese Ängste sind wie ein Panzer. Sie haben mich eingeengt und machen es heute auch noch. (Besonders nachdem ich diese eine Person kennen lernen durfte…)

dich zu lieben ist ein kampf,
zwischen gut und böse,
der weg scheint schwarz,
die zukunft nur ein wort,
sind auf unterschiedlichen ebenen,
doch du bist alles für mich,
ich aber nichts für dich,
lässt mich zweifeln,
meine tränen fließen,
dich zu lieben ist ein kampf,
zwischen zwei welten,
wir werden sehen wer gewinnt,
am ende liegen wir in unseren armen,
den du und ich sind WIR…..

r.lang 2017

Egal wie schwer der Weg scheint….man kann ihn gehen. Ein Stück zusammen und ein großes für sich ganz allein. Ich kann euch nur meine Erfahrungen mitteilen und hoffe sie helfen euch ein wenig. Meine Tränen, meine Wut und meine Einsamkeit haben mich wieder zu mir finden lassen. Ich habe mich mit mir selbst beschäftigt und habe viel geschrieben. Die Freiheit und das allein sein waren die beste Medizin. Ich bin durch die Nacht mit meinem Auto gefahren und hab laut Musik gehört. Es gab Momente an den ich am liebsten das Lenkrad zur Seite gerissen hätte, allerdings würde das nichts ändern sondern nur noch mehr Schmerz verursachen. In solchen Momenten mit diesen Gedanken habe ich jemanden angerufen und einfach geredet. Kein tiefes, sinnvolles Zeug sondern Small-Talk. Ich habe geschlafen und gegessen….wohl eher mehr gegessen und mich gehen lassen. Jeden Zwang abgelegt und mich ungeschminkt im Spiegel angeschaut. Fragen gestellt und Antworten gesucht. Freunde aussortiert und neue Menschen ins Leben gelassen.

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Für Personen die euch lieben ist es auch nicht einfach und genauso schwer wie für uns selbst. Sie wollen uns helfen wissen aber nicht wie und drängen uns oft in eine Ecke. Vorwürfe werden kommen und sie werden weh tun. Am Ende der Reise wird man aber merken wie sehr es sich lohnt an solchen Menschen festzuhalten, weil sie durch eine der schwersten und hässlichsten Zeiten gegangen sind. Sie können nicht fühlen und verstehen was Du in diesen Momenten fühlst, dass kann niemand. Das kann nur jemand, der das auch erlebt hat…. Deshalb bist du nicht Allein – es gibt immer jemand anderen in der Welt! Nicht aufgeben sondern Anlauf nehmen!

Hier sind noch zwei Lieder, die mich in der heutigen Zeit und damals begleitet haben.

Hier ist mein letzter Eintrag nochmal für euch: Umwege gehen

Euer Ratho….folgt mir gerne bei FACEBOOK – einfach KLICKEN! DANKE =)

Fragen, Erwartungen und Ich

Hallo meine Lieben,

ich hoffe ihr seid gut durch eure Woche gekommen und bei euch ist der Frühling eingekehrt. Nicht nur in der Natur sondern auch in eurem Herzen! Ratho, wie ist es denn bei dir? Hmm, bei uns schneit es alle zwei Tage und mein Herz ist auch eiskalt. Liebe? Ich kenne das Gefühl schon gar nicht mehr und wenn ich es denke zu erleben dann wird mir ganz schnell eine Lektion erteilt. Passt schon! =)

Liebe ist in unserer heutigen Gesellschaft so oder so ein schweres Thema. Respekt einem anderen Menschen gegenüber zu zeigen ebenfalls. Wir sind alle auf der Suche nach irgendwas und finden nichts. Was suchen wir ständig? Wir suchen bei Dating Apps nach dem Traummann oder dem schnellen Fick. Opps, schnellem Geschlechtsverkehr. Eine andere Person wird nur noch als „Ding“ angesehen ohne sich die Zeit zu nehmen diese richtig kennen zulernen.

Wollen wir heute aber nicht über das Thema Liebe hier auf meinem Blog reden bzw. darüber schreiben. Ok, hmm….vielleicht doch noch einmal ganz kurz. Wie ihr in meinem letzten Blog gelesen habt oder in meinen Gedichten ist es im Moment in meinem Herzen ziemlich unaufgeräumt. Ich selbst bin schon wieder auf der Suche nach mir selbst. Wo wir wieder beim Thema des „Suchens“ wären. Was will ich in meinem Leben erreichen und was habe ich bis jetzt erreicht? Eine Antwort habe ich bis jetzt leider noch nicht finden dürfen. Ich bin in letzter Zeit wirklich sehr unausgeglichen und meine „DIVA“-Attitude lässt jeden Morgen grüßen! Hello Bitch! =)

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Manchmal findet man in den unterschiedlichsten Weisen wieder zu sich selbst und ist von sich selbst erschrocken. Ja, ich bin auch vor mir erschrocken! Der Typ von dem ich euch erzählt hatte hat mich auf eine Reise genommen. Es ist fast so, als hätte er mein Herz reanimiert und geht mit mir den Weg zu mir selbst. Ich verliere mich manchmal selbst ein wenig, wenn ich in seiner Nähe bin. Habt ihr auch so Menschen in eurem Leben? Es sind diese magischen Begegnungen, die einen weiter bringen und vielleicht auch bald wieder verletzen und man daraus eine gewisse Stärke zieht. Eine tiefe Freundschaft auf Zeit. Ich hoffe das um ehrlich zu sein nicht. Ich will ihn am liebsten für immer in meinem Leben haben und in seine Arme flüchten dürfen.

Ich wollte heute aber eigentlich über unsere Realität sprechen. Die ganzen Anforderungen die an uns gestellt werden und wir selbst an uns haben. Was ist Schönheit und wieso werden wir ständig bewertet!?

Mein Leben ist wirklich nicht das einfachste….Ich kämpfe jeden Tag mit Vorurteilen und Hass von anderen Menschen. Ich stehe mit riesen Erwartungen an mich auf und gehe mit ihnen schlafen, wenn ich denn schlafen kann. Ich zerbreche mir den Kopf wie ich mich selbst und meine Erwartungen zufrieden stellen kann. Bin ich schön? Habe ich etwas an mir…was andere Menschen schön finden können? Kennen wir nicht alle solche Fragen an uns selbst? Ich stehe oft vor dem Spiegel und zweifel an mir und meinem Aussehen….Ich zweifle, weil ich auch niemand finde der mich wertschätzt auf einer anderen Ebene, als Freundschaft.

 

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Früher war ich wirklich dick und ich fühle mich heute auch noch „fett“. Irgendwann hat man eine ganz andere Selbstwahrnehmung, als die Menschen auf der Straße von einem. Man versteckt sich und igelt sich ein. Ich bin genau so ein Mensch! Ich ziehe mich zurück und brauche meine Zeit. Eine Zeit in der ich erst mit mir selbst klar kommen muss um mit anderen Leuten klar kommen zu können. Wir sehen auf Magazinen und über Social Media perfekte Menschen – zu-mindestens schein es so. Jeder legt einen Filter über sein Bild oder bearbeitet seine Kurven nochmal nach. Grüße an Kylie Jenner. Sie ist ein bildhübsches junges Mädchen mit Millionen Follower, darunter natürlich dutzende Teenager, und zeigt nie ihr wahres Gesicht. Würde sie ohne die Hilfe eines Doktors überhaupt so aussehen? Man munkelt….=)

Junge Menschen nehmen sich an ihnen ein Beispiel und verlieren oft den eigenen Bezug zu ihrem Körper. „Ich will so sein wie….!“ Sollen wir wirklich so sein wie andere oder sollten wir wieder anfangen „normale“ Menschen in der Werbung einzusetzen? Nicht jeder Mann hat einen Sixpack und nicht jede Frau ist mit einer Wespentaille und J-Lo-Booty gesegnet. Das muss auch niemand sein, weil es auf viel mehr ankommt. Eine schöne Hülle kann auch sehr hässlich sein. Viele Menschen vergessen das auch diese Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens genau die selben Fragen und Anforderungen an sich stellen und am Abend sicher auch einmal weinend auf der Couch liegen. Wir werden alle auf eine Art und Wiese unter Druck gesetzt.

Ich habe bereits zweimal meinen Job verloren, weil ich so bin und aussehe wie ich es eben tue. Lange Zeit habe ich an mir gezweifelt und überlegt ob ich wirklich so ein schlechter Mensch bin oder mich verändern sollte. Diese Gedanken haben mich in ein Loch fallen lassen, weil ich verunsichert war und auch etwas verletzt. Es kommt nicht auf die Leistung einer Person an sondern auf das Aussehen. Homophobie oder Diskriminierung sollten eigentlich in unserem heutigen Zeitalter kein Thema mehr sein. Fehlanzeige! Schauen wir doch mal nach Amerika….Dort müssen Frauen wieder auf die Straße gehen und dunkelhäutige Personen Angst haben einfach so erschossen zu werden. Rassismus, Hass und die eigene Unzufriedenheit ist ein gefährlicher Cocktail und man kommt sehr schwer wieder aus diesem Strudel raus.

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Ein Größenwahnsinniger regiert eines der mächtigsten Länder der Welt und die anderen Länder schauen einfach zu. Jeder hat Angst vor dem „unberechenbaren“…. Dieser Mann hat das Napoleon-Syndrom und wird es auch in vollen Zügen weiter ausleben. Er wird versuchen sich selbst ein Denkmal zu setzen. In meinen Augen hat er das auch schon geschafft, als Vollidiot des Jahrzehnts. Wer Menschen nach Hautfarbe, sexueller Orientierung oder Geschlecht beurteilt bzw. verurteilt hat an dieser Stelle nichts zu suchen. Traurig das es überhaupt Menschen gibt, die so jemanden unterstützen. Meiner Meinung nach erinnert das ansatzweise alles ziemlich an das dritte Reich. Wie auch immer….ich schreibe keinen politischen Blog sondern über mein Leben und meine Erfahrungen.

Diskriminierung am Arbeitsplatz habe ich schon sehr häufig erlebt und habe mich damals leider hinreißen lassen einen Blog zu schreiben. Ein Blog aus einer tiefen emotionalen Situation der sehr unüberlegt war, allerdings die Wahrheit ausgesprochen hat. Einen Menschen als „Schwuchtel“ zu betiteln, wenn man ein Vorgesetzter ist gehört sich nicht. Ein objektives Beurteilen der Menschen sollte normalerweise Voraussetzung sein. Wenn man so etwas nicht kann muss man sich die Frage stellen ob man an der richtigen Stelle eingesetzt ist. Ich hab sicherlich auch nicht alle meine Kollegen gemocht, allerdings muss man auf einer Ebene zusammenfinden und alle gleich behandeln. In der Realität leider gar nicht so einfach.

Wie ihr wisst habe ich meinen Job leider verloren, weil eben genau solche Menschen an diesen Stellen eingesetzt wurden und werden. Am Ende des Tages ist man vielleicht der Schwächere, weil man den Kampf verloren hat aber auf Zeit gesehen der Stärkere. Wenn ein Mensch sich nur durch seine „Position“ profilieren kann und nicht durch seine eigene Präsenz ist es sehr armselig. Man braucht einen Strohhalm an dem man sich festhalten kann damit man wenigstens etwas in seinem Leben hat. Ich weiß wer ich bin und was ich bin. Ich bin ein Ratho. Ja, ich bin homosexuell….Macht mich das jetzt zu einem schlechteren Mensch? Ich denke nicht- ich weiß es! Viele Menschen können damit nicht umgehen und erschrecken sich oder fragen ganz vorsichtig nach….Sie versuchen das alles zu verstehen und steigen aber schon vor dem Gespräch aus, weil sie Angst haben.

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Da ist sie wieder die Angst und die Erwartung Tolerant zu sein. Toleranz….Was ist das? Ich bin selbst nicht tolerant und erwarte es trotzdem von meinen Mitmenschen. Es muss einem ja nicht alles egal sein….man sollte gewisse Dinge einfach akzeptieren. Wir werden gezwungen soviele Dinge in unserem Leben einfach hinzunehmen, allerdings wenn etwas anders ist müssen wir uns gleich darüber aufregen oder eine Erklärung finde. Wieso is der schwul? Wieso hat der Fingernägel? Wieso? Wieso bist du normal und lässt mich nicht einfach inruhe? Klar, ich verstehe Leute die damit nicht klarkommen aber man muss mich ja nicht gleich verurteilen oder Fotos machen. Wir haben doch alle in unserer Kinderstube manieren gelernt bekommen, oder? Ich beantworte die Frage kurz selbst : In der heutigen Zeit anscheinend nicht! Die Jugendlichen haben keinen Respekt mehr vor Erwachsenen und nicht einmal mehr vor anderen Kindern, Tieren und Gegenständen.

Das ständige Konkurrenz-Denken unter uns Menschen macht das Leben so kompliziert. Wir wollen immer der Beste sein oder die Schönste. Konkurrenz belebt das Geschäft oder in diesem Fall spornt es uns an unser bestes zu geben. Verlieren wir uns nicht manchmal dadurch? Wir wollen besser oder müssen besser sein, als die anderen um mithalten zu können. „Damit wir was Wert sind“ – ist es nicht oft so?! Wer nicht gut ist, ist nichts wert. Es fängt schon Kindesalter an und endet irgendwann im Rentenalter. Wir wachsen unterbewusst mit einem Druck auf und er bleibt für immer auf unseren Schultern. Was mache ich als nächstes? Was passiert, wenn es nicht klappt? Werde ich das alles schaffen? Diese Fragen stelle ich mir im Moment auch sehr oft, weil ich wieder an einem Punkt stehe wo ich nicht weiß was als nächstes kommt. Kommt überhaupt etwas nächstes?

Plötzlich steht man wieder an so einer Lebenskreuzung und weiß nicht welchen Weg man nehmen soll. Du triffst Menschen auf dem Weg, die du nicht mehr missen willst. Personen, die du gar nicht kennst und das Gefühl hast du würdest sie schon immer kennen. Ich habe meinen besten Freund gefunden und er ist eigentlich nicht mehr mein bester Freund. Er erfüllt mich mit Leben und in seiner Nähe finde ich die Schätze des Lebens. Auf meinem Weg zu dieser Kreuzung habe ich auch meine andere Lieblingsperson entdeckt…. Er ist der Grund wieso ich viel in Frage stelle und doch alle Antworten irgendwie finde. Mein Herz gibt mir Antworten und mein Verhalten macht mich zur Bitch. Ich bin ungehalten und doch aufgeräumt….fühle mich sicher und weiß wie es weitergeht und doch ist da eine Unsicherheit. Eine Unsicherheit was das zwischen uns ist und ob er genauso viel gibt wie ich.

Unter uns gibt es Menschen die viel geben. Sie geben sich komplett auf für andere und vergessen sich selbst. Ich bin genau so ein Mensch und es ist sicherlich nicht gut. Manchmal etwas egoistischer zu sein würde nicht schaden. Ich will meine Leute glücklich sehen und ganz besonders meine Freunde. Sie sind die Familie, die ich irgendwie immer noch suche. Mein Dad ist immer für mich da, allerdings ist das was ganz anderes und auch nicht immer einfach. Mütter habe ich gefunden in den Müttern meiner Freunde bzw. meines besten Freundes. Am Ende des Tages zählt es sicher das man sich die Realität schön macht und sich nicht von irgendwem einengen lässt. Nicht von unseren Erwartungen oder Ängsten und sicher auch nicht von diskriminieren und rassistischen Personen. Diese Menschen haben mit sich selbst ein Problem und können deshalb nichts anderes akzeptieren. Sie sehen nur einen Tunnel und blicken nicht nach Rechts und links. (vielleicht schauen sie mehr nach rechts….)

Wir sollten viel öfter zufrieden mit uns sein. Wer ist schon perfekt und was ist perfekt? Haben wir darauf jemals eine Antwort gefunden? Wir leben unser Leben für uns und nicht ür die anderen. Wir lieben für uns und nicht für andere…..Liebe – was ist eigentlich Liebe?

Fragen über Fragen…. Ihr könnt mir gerne bei Facebook einen Daumen nach oben geben! =) KLICKT HIER ❤
Euer Ratho ❤

Zwischenmenschlichkeit.

 

BI and ME

BI and ME oder auch der Hamster und Ich.

Hallöchen und Herzlich Willkommen zurück auf meinem Blog,
heute möchte ich euch mal über mein letztes Date erzählen….!

Alle Jahre, Monate und Tage wieder lerne ich Typen kennen die ich eigentlich ganz gut finde.
Wie ihr wisst sind sie entweder Bisexuell, passiv oder einfach die reinsten Arschlöcher. (Ihr wisst nicht wovon ich rede? KLICKT HIER!!! ) Letzte Woche habe ich mich mit einem netten jungen Mann getroffen. Da ich liebend gerne Menschen mit Tieren vergleiche ist er mein Hamster geworden. Wieso ein Hamster? Hmm, wir haben ein Bild zusammen gemacht und er hat mich mit seinem lächeln an einen Hamster erinnert.

Er hatte mich bei Planetromeo ( Was is Planetromeo? Metzgerei für schwule Männer! ) angeschrieben, weil er meinen Blog gelesen hatte und meine Fratze anscheinend ganz sympathisch fand. Ja, es gibt tatsächlich Männer die mich gut finden! Er ist älter und hat Bart! Der erste Pluspunkt, wenn jemand eine Bewerbung hat bitte gleich über Facebook bei mir melden. Wie sollte es auch anders sein – er ist BI! Natürlich! Wir haben jeden Tag geschrieben und letz-endlich über Whatsapp  unsere Stimmen zum ersten mal gehört. Früher habe ich diese Sprachnachrichten gehasst!! Jetzt brülle ich gerne ins Mikro und schicke es ab. Ich bin oft zu faul einen riesigen Text zu schreiben….Habt ihr sie früher auch gehasst?

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Wir haben uns super verstanden und er hat mich verstanden, weil wir beide das selbe „Problem“ haben. Kann man eine Krankheit ein Problem nennen?Ja, kann man…. Er ist aber schon einen Schritt weiter und hat mir hilfreiche Tipps gegeben. Er ist im allgemeinen ein kleiner Besserwisser….“Ratho, du hast immer das letzte Wort!“. Bei ihm hatte ich nie das letzte Wort, weil er immer etwas besser wusste. =)Irgendwie ganz süss und irgendwie hat es mich genervt! =) Ich glaube eigentlich nicht an Sternbilder oder Sternzeichen und wie sie die Partnerwahl beeinflussen. Wir sind beide Jungfrau! Haha, ich weiß jetzt was viele denken. Jungfrau = Sternzeichen und nicht etwas anderes! Ich glaube wirklich das selbe Sternzeichen nicht zusammenpassen.

Unser erstes und gleichzeitig letztes Date fand in einem Cafe statt und wir waren anschließend spazieren. Ich bin immer schüchtern! Ja, Goofy ich weiß was du grad denkst! „Ratho und schüchtern?! Niemals!“… Bei Männern bin ich wirklich etwas zurückhaltend anfangs. Ich rede mich dann meistens um Kopf und Kragen und kann nicht in die Augen schauen. Ein Cafe, als erste Datelocation zu wählen ist für mich auch nicht so geeignet! Wieso? Naja, ich bin dann nervös und bin zu blöd zum trinken, bestellen oder laufen. Zudem klotzen die Leute mich ja zu gern an und dann wird das alles zu einer großen Herausforderung.
Er hat wenigstens den ersten Schritt gemacht und hat meine Hand berührt, weil er meine Tattoos sehen wollte. In meinem Kopf ging sofort der Alarm los. Will ich das? Fühlt sich das richtig an? Soll ich ihn jetzt etwa auch anfassen oder nicht? Ich hab mich für die Eiskönigen-Art entschlossen. Rucki Zucki war die Hand weggezogen und er etwas erschrocken. In seinem Kopf gingen mit Sicherheit auch die Alarmglocken los. Unser Spaziergang war wirklich schön und ich habe schon gemerkt, dass er mich gut findet! Mich gut finden? WOW, der Kerl muss Eier in der Hose haben. Hmm und nicht kleine !=) Später habe ich ihn auch berührt….weil ich wusste das er Rechtsträger ist =)!

 

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Wir standen am Schlosskanal und schauten in den Sonnenuntergang. Meine Laune war an dem Tag leider nicht so gut und meine sarkastische Ader hat ordentlich gewütet. Er hat das alles ziemlich gut weggesteckt. Vielen Dank dafür! Wir haben die ganze Zeit geredet und es war wirklich schön. Ich habe in mir immer nach diesem einen Gefühl gesucht. Liebe? Schmetterlinge? Geborgenheit? Als ich meinen „ich bin nicht schwul genug- Kerl“ kennengelernt habe bin ich sofort auf seiner Brust eingeschlafen und hab mich angekommen gefühlt. Jetzt hatte ich mich eher auf einer Reise gefühlt. Händchen halten? Nein, sicherlich nicht in der Öffentlichkeit! Ich bin überhaupt kein Händchen-Halt und Rolltreppen-Knutsch-Typ….

Er hat mich sogar extra noch zu meinem Zug gebracht und wir haben uns geküsst. Ok, ein richtiges Kuss war es nicht….eher ein Bussi. Unsere Lippen haben sich berührt und ich hab mich danach glücklich gefühlt. Sind doch Gefühle im Spiel oder war das einfach die Zärtlichkeit von einem Bärtigen Mann, die mein Herz reanimiert hat? Bis heute habe ich keine Antwort. Sein Argument eine Etage tiefer fand mich aber sehr überzeugend und hat sich hart zu Wort gemeldet. Es war wieder an der Zeit zu arbeiten und ich konnte nicht jede Minute schreiben und Nachrichten schicken. Nach unserem Date wurde ich auch ein bisschen krank. In meinem Alter wird man das schnell und bekommt RÜCKEN! =)

„Ich finde dich toll und denke an dich!“ – OK! OK! OK! Ich hab’s kapiert. Ich kann damit aber nicht umgehen, weil ich irgendwie keinen Kopf dafür habe. Das Treffen und seine Nähe fand ich wirklich schön und habe das auch genossen, deshalb wollte ich mich auch nochmal mit ihm treffen. Verlieben nach einem Date? Nein! Ich kann das nicht oder nicht mehr. Finde ich ihn gut genug? Soll ich mich nochmal mit ihm treffen und schauen ob ich etwas für ihn fühle? Fragen und Fragen und nochmal Fragen. Kann mir mal jemand eine in die Fresse hauen?! Ich brauch einen klaren Verstand und nicht alle paar Minuten eine Nachricht in der ich lese wie toll ich sei. Natürlich schmeichelt das einem, oder schmeichelt euch das nicht?

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Ich will ihn ja auch nicht verletzen und ihm falsche Zeichen/Signale geben… Jeden Tag haben wir geschrieben und es hat mich auch richtig gefreut, allerdings weiß ich nicht ob es für eine Beziehung reicht. Er wollte sich am Wochenende mit mir treffen und ich habe abgesagt, weil ich einfach keine Zeit habe. In einer 3-Minütigen Sprachnachricht habe ich ihm auch erklärt, dass ich im Moment keine Gefühle für ihn habe sondern nur eine große Sympathie. Fehler! Fehler RATHO!!! Das hat ihn glaub ich verletzt und mein Status auf Facebook auch. Ein Mann gibt sowas nie gerne zu, allerdings kamen seit dem Status nur noch ganz kurze Antworten, keine Sprachnachrichten einfach nichts.  „LORENZ du bist mein Licht ❤ ❤ ❤ !“ und dazu habe ich meinen besten Freund alias Goofy markiert. LORENZ – ist der heißeste Lichttechniker den ich kenne….ok er ist nur heiß! Ich hab ihn nur einmal getroffen und mein bester Freund sieht ihn ständig und ich werde darüber natürlich informiert. Mit seinem Lichtschwert würde ich auch gerne mal spielen…!

Vielleicht hätte ich meinen Status nicht posten sollen, allerdings sind wir nicht zusammen und wir haben uns schließlich nur einmal getroffen. Manchmal verstehe ich nicht, wenn Kerle oder auch Frauen sofort Besitzansprüche an jemanden haben oder stellen. Ich kann doch einfach mit jemanden Sex haben ohne das ich ausraste, wenn er sich mit anderen Leuten trifft….oder? Liebe ist sowieso so ein großes Wort und Gefühl, dass ich nicht einfach mit sowas um mich werfe. Vor ca 3 Stunden hat er alles beendet mit mir. Hmm, stimmt wir hatten ja noch gar nichts! Natürlich ist alles meine Schuld und ich sollte erstmal schauen das ich zurecht in meinem Leben komme! Wieso? Naja, weil ich nur einen Tag frei habe und mich nicht mit ihm getroffen habe. Ratho, du hast ihn verletzt. Du hast ihm sein Herz gebrochen! Toll…habe ich das wirklich oder hat er sich einfach nur in etwas reingesteigert? Können wir nicht einfach ein oder zwei weitere Dates haben? Müssen wir ein Paar werden?

 

Dann kam natürlich auch wieder die Depressions-Geschichte auf den Tisch….Er und Ich sind beide davon betroffen, allerdings würde ich ihn zurückwerfen und das will er nicht. Hab ich irgendwas verpasst? Waren wir in einer Beziehung? Hab ich einen Ring am Finger oder lag ich schon in seinem Bett? NEIN! NEIN! NEIN! Ich kann euch eins sagen, es ist sicherlich nicht einfach jemanden zu daten, wenn man so eine Krankheit hat. Man fühlt sich selbst nicht richtig wohl in seinem Körper und ist auch manchmal einfach schlapp und kaputt. Normalerweise müsste er mich verstehen, wenn er schon viel aufgeklärter in Bezug auf die Krankheit ist und mich nicht unter Druck setzen. Ich komme mir vor wie ein Mensch dem man nichts mehr zutraut. #kindergartenlässtgrüßen

Jeder will einem helfen und macht das ganze noch viel schlimmer und anstrengender. Ich denke kaum, dass man einem blinden einfach seinen Hund entreißt und ihn dann führt ohne zu fragen. Manche Personen in meinem Umfeld meine sie müssen mir unbedingt mit irgendwelchen Sitzungen und Gesprächen helfen. VIELLEICHT WILL ICH ABER NICHT MIT JEDER ASSEL REDEN! Ich entscheide selbst mit wem, wann und wo ich rede! Man muss stark sein um gewisse Dinge aufzuarbeiten sonst fällt man wieder tiefer in sein Loch zurück. Mein Hamster will mich also nicht mehr obwohl wir nie zusammen waren. Ok, passt schon! „DING“ – neue Nachricht bei Gayromeo! „Du bist echt süß und deine Geschichte mit deinem EX ist wirklich traurig! Mir geht es genauso nur anders herum. Ich hab eine Freundin und bin nicht hetero genug.!“…..Natürlich schreibst du mir, weil ich ja einen Magnet für sowas habe. Er ist BI und Passiv! Kommt alle zu Mutti-Ratho!Ich frage mich ja immer wieso sie dann auch noch passiv sind. Die Männer vögeln schließlich eine Frau und bei den Kerlen werden die Bodybuilder dann zur passiven Stute? Ist das euer ernst?

Sprachnachricht an meinen besten Freund: „Mein Mangnet für BI-Kerle mit Bärten hat wieder jemanden angezogen, allerdings wird das wieder eine schwierige Sache!“

Es geht wieder von vorne los….! Klick Hier und lese: Bisexualität ist das neue Vegan

Euer Ratho (FACEBOOK – GEFÄLLT DIR? LIKE MICH BITTE =)

 

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