Regen und „the Liar“

Es regnet, es ist kalt und ich fühle mich um ehrlich zu sein einsam. Wieso ich mich einsam fühle? Hmm, ich weiß es nicht.

Ich habe das Gefühl keiner versteht mich und selbst die Menschen, die es versuchen kommen nicht mehr an mich heran. Es ist so viel Gefühl in mir, dass mir die Luft zum atmen fehlt. Ich schau in den Himmel und sehe grau – graue Wolken. Die Tropfen berühren mein Gesicht und mein Blick wird unklar. Ich versuche stark zu sein. Stark zu sein bedeutet auch zu fallen und vielleicht schafft man es plötzlich nicht mehr etwas gutes zu sehen. Würdet ihr mich vermissen?

Ich frage mich ob DU mich vermissen würdest? Wir distanzieren uns und sind uns dann doch nah….Mein Handy ist mein ständiger Begleiter in der Hoffnung eine Nachricht von dir zu bekommen. Du heißt „the Liar“ – deine Lügen haben mich Mauern aufbauen lassen und mich verletzt. Du machst es nicht bewusst aber du fliehst vor dem was zwischen uns ist. Ich rede von Männern um deine Reaktion zu sehen und du stehst auf und gehst. Du gehst weg von mir und der Situation, weil du nicht damit umgehen kannst. Ich kann dir sagen was ich möchte, allerdings nimmst du es nicht an. Du kennst sowas nicht. Du kennst keine Liebe, die über das eigene Herz hinausgeht. Meine Liebe ist wie ein Meer. Dein Meer.

Jeden traurigen Gedanke oder die Hoffnungslosigkeit in diesen Moment verstecke ich hinter einem lächeln oder einer bitchigen Attitude. Du kannst alles haben von mir. Dir soll es nie mehr an etwas fehlen. Doch mir fehlt etwas. Der Mut. Der Mut einen Neuanfang zu machen… Der Elan am Leben. Die ständigen Fragen und Zweifel wie es weitergehen soll treiben mich in die Enge und selbst das weglaufen macht es nicht besser. Ich fahr mit meinem besten Freund durch die Tage und Nächte und trotzdem bin ich gefangen in meinen Gefühlen, Gedanken und dem Hass. Dem Hass auf mich selbst und auf den Menschen, der mit allem durchkommt. Ich werde ihn nochmal Darth Vader nennen. Du hast einen Freifahrt-schein – doch du solltest nie vergessen, dass wir nicht auf einem Rummel sind. Es ist die Realität! Es ist das Leben, ganz genau mein Leben. Du hast es mir zur Hölle gemacht.

Ich bin gebrochen und bekomme das schmutzige Gefühl nicht von mir los. Was soll man tun, wenn man einfach eine Bestrafung will? Was soll ich tun? Ich bin in seinen Augen nichts wert, weil ich Männer liebe. Ja, ich liebe Männer! Ich liebe andere Menschen! Liebe ist wie immer ein Kampf. Es ist so als würde man um sein Leben schwimmen….Man schwimmt und schwimmt ohne das Ziel zu kennen. Du siehst eine Insel und kommst nicht hin. Ich dachte ich kann niemanden mehr so lieben wie meinen Ex-Freund. Die Tage ziehen an mir vorbei und ich merke wie sehr ich doch noch lieben kann. Ich würde Dir meinen letzten Tropfen Wasser in der Wüste geben damit du überleben kannst. Lieber sterbe ich, als das dir etwas passiert. Es klingt wahnsinnig. Bin ich wahnsinnig?

Ich wische mir meine Träne weg und schreibe weiter und muss feststellen, dass ich wirklich verrückt bin. Verrückt jemanden zu lieben, der es nicht einmal zu schätzen weiß. Eine Person, die nicht zu seinen Worten steht und zwanghaft nach einer Frau sucht. Lovoomeister! Ja, er wird glücklich werden. Er wird jemanden finden und sich verlieben. Was mache ich dann? Stehe ich daneben und schaue zu? Die Person wird ihm nie das geben was er bei mir gefunden hat. Das was er gern bei sich hat, allerdings nicht zugeben will. Die Blicke auf mein Handy und das erfragen von zwischenmenschlichen Beziehungen sind Zeichen, dass es ihm nicht egal ist. Soll ich bei dir bleiben oder in eine andere Stadt ziehen? Diese Frage stelle ich ihm und warte auf eine ehrliche Antwort. Kann er überhaupt ehrlich sein oder müsste er dann zugeben was in ihm vorgeht?

Menschen sehen andere Menschen und urteilen. Menschen sehen andere Menschen und finden sich sympathisch. Menschen sehen mich und Ihn und es ist immer das selbe Gefühl. „Zwischen euch ist etwas!“ – „Eure Blicke, seine Blicke…das Interesse!“ – „Wenn ihr in einen Raum kommt ist ein Liebesoverdose!“… Ich bin ein skeptischer Mensch und habe den Aussagen keinen Glauben geschenkt bis es nicht mehr anders ging. Egal wer und wo es wurde immer das selbe wiederholt. Mir ist kalt. Der Wind streicht meinen Rücken und meine Kerzen flackern in ihrem Schatten. Ist es der Wind oder die Angst vor dem Ungewissen? Du machst mich traurig….und am liebsten würde ich nichts mehr fühlen. Ich würde dich gern spüren. Wir halten Abstand auf der Couch und es fühlt sich schrecklich an. Ich will nah bei dir sein. Soll ich lieber nie mehr bei dir sein?

Es gibt immer schwarze Tage….Vielleicht ist heute einer! Vielleicht sollte ich darüber gar nichts schreiben, weil es die Menschen nicht verstehen. Mitleid anstatt Verständnis. Ich kann diese ständigen Floskel „Wie gehts dir?“ einfach nicht mehr hören. Interessiert es wirklich jemanden da draußen wie es einem geht? Jeder kämpft alleine in seinem Leben. Man muss scheinbar ein Egoist werden sonst geht man selbst unter. Ich gebe Menschen immer tausend Prozent von mir und erwarte eine einfache Umarmung oder Interesse an mir….und es kommt nichts. Sie nehmen und nehmen und lassen dich blutend nach einem Unfall liegen.

Wir waren auch wie ein Unfall. Plötzlich und Unvorhersehbar. Es war alles leicht und unbeschwert bis ich wusste mit was du umgehen musst. Ich wollte dich lachen sehen. Wir haben gleiche Vorstellungen von einer Beziehung. Du hast mich an der Hand genommen und mir gezeigt wie schon es sein kann. Unser Schweigen ist nicht unangenehm. Sollte ich für immer schweigen? Willst du deinen Weg alleine gehen? Ich starre schon wieder auf mein Handy und sehe das du online bist…! Meine Nachricht von letzter Nacht hast du nicht einmal gelesen. Ja, es verletzt mich. Ich warte auf eine Antwort von dir…auf ein „Hey!“ mit deinem Smiley. Wir haben uns Herzen geschickt, weil es normal war. Plötzlich ist da nichts. Ich rechtfertige mich für meine Gedanken und du für deine Lügen.

Lügen wir uns beide ins Gesicht? Sollten wir es einfach lassen? Sollten wir getrennte Wege gehen und uns einfach vergessen? Ich kann dich nicht vergessen. Ich vermisse dich schon, wenn du noch neben mir bist. Du bist ein Seelenverwandter und gleichzeitig ein Killer. Du killst meine Momente und tötest mein Herz. Du wolltest mich nie verletzten und hast es trotzdem gemacht. Du redest von Ihr, als deine beste Freundin! Wo ist deine beste Freundin, wenn es dir schlecht geht? Ich fahre 160 Kilometer nur um dich für 10 Minuten zu sehen um sicherzugehen, dass du keine Dummheit machst. Ich will dich kurz umarmen und dir meine Liebe schenken. Ich wollte mich nie verlieben und auf einmal ist es passiert.

Es macht mich traurig. Alles. Die Ungerechtigkeit, die Liebe, der fehlende Mut und die Zukunft. Es kommt mir vor, als würde alles unter einem Schleier liegen und niemand nimmt ihn weg. Wo und Wann ist diese Reise zu Ende? Wo ist die Kraft, die mich verlässt und für andere so stark ist? Ich sitze mittlerweile unter meinem Fenster und lasse den Regen auf mich fallen….Aus vielen Tropfen wird eine Pfütze, ein See und am Ende werden es Meere. Hmm, was wird aus meinen Gedanken? Wird es ein Ende oder ein Anfang? Wird es ein Happy End? Ich verliere mich in den Buchstaben und versuche zu spüren wie es mir geht.

Ratho

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